DERTOUR übernimmt DSR Hotel Holding vollständig von der Deutschen Seereederei

| Hotellerie Hotellerie

Die DERTOUR Group übernimmt zum 1. August 2026 die verbleibenden 25,1 Prozent der DSR Hotel Holding von der Deutschen Seereederei und wird damit alleinige Eigentümerin des Hotelunternehmens. Das geht aus Mitteilungen beider Unternehmen hervor. Die Deutsche Seereederei ziehe sich damit aus dem operativen Hotelgeschäft zurück und wolle sich künftig auf die Entwicklung neuer touristischer Geschäftsmodelle konzentrieren. Eine Zusammenarbeit bei ausgewählten Projekten solle fortgesetzt werden.

Die DSR Hotel Holding betreibt und vermarktet nach Unternehmensangaben derzeit 34 Hotels in Deutschland, Österreich und Italien. Zum Portfolio gehören die Marken A-ROSA, aja, HENRI, Urban Nature und MIRA Hotels & Resorts sowie die Einzelhotels Hotel Neptun in Warnemünde und Hotel Louis C. Jacob in Hamburg. Seit 2021 führten die Deutsche Seereederei und die DERTOUR Group das Unternehmen gemeinsam. Nachdem DERTOUR seine Beteiligung schrittweise auf 74,9 Prozent erhöht hatte, erfolgt nun die vollständige Übernahme.

DERTOUR wird alleiniger Eigentümer der DSR Hotel Holding ab August

Nach Angaben der Unternehmen soll die vollständige Übernahme die Eigentümerstruktur vereinfachen und das Hotelgeschäft innerhalb der DERTOUR Group weiter stärken. Die Hotelsparte der Gruppe umfasse derzeit zwölf Marken, rund 120 Hotels in 15 Ländern sowie etwa 5.000 Mitarbeiter. Besonders Ferienhotels, die mit Auto oder Bahn erreichbar seien, entwickelten sich nach Unternehmensangaben zu einem wichtigen Segment.

DERTOUR-CEO Christoph Debus erklärt: „Mit der vollständigen Übernahme der DSR Hotel Holding treiben wir den Ausbau unseres Hotelgeschäfts gezielt voran.“ Weiter heißt es: „Wir werden den eingeschlagenen Expansionskurs konsequent fortsetzen.“ Debus würdigt zudem den Beitrag von Horst Rahe, der die Entwicklung des Hotelportfolios maßgeblich geprägt habe.

Deutsche Seereederei richtet ihren Fokus auf neue Tourismuskonzepte aus

Die Deutsche Seereederei kündigt an, ihre Aktivitäten künftig auf die Entwicklung neuer Angebote für den Tourismus- und Freizeitmarkt zu konzentrieren. Das Unternehmen verweist auf Veränderungen durch Digitalisierung, Künstliche Intelligenz, Nachhaltigkeitsanforderungen, Mobilitätsverhalten sowie geopolitische und arbeitsmarktbezogene Entwicklungen.

Horst Rahe, geschäftsführender Gesellschafter der Deutschen Seereederei, sagt: „Wir übergeben ein erfolgreich aufgebautes Hotelgeschäft in gute Hände und schaffen uns damit den Freiraum, unsere Energie auf die Entwicklung neuer touristischer Geschäftsmodelle zu konzentrieren.“ Die Zusammenarbeit mit der DERTOUR Group solle bei geeigneten Projekten fortgeführt werden.

Führungswechsel bei der DSR Hotel Holding erfolgt Mitte August

Parallel zur Eigentümerveränderung stellt sich auch das Management neu auf. Zum 15. August 2026 übernimmt Philipp von Czapiewski den Vorsitz der Geschäftsführung der DSR Hotel Holding. Gleichzeitig wird er Mitglied des Hotel Boards der DERTOUR Hotelgesellschaft. Nach Angaben der DERTOUR Group soll er die nächste Entwicklungsphase des Unternehmens verantworten und die Position der DSR Hotel Holding innerhalb der Hotelorganisation weiter stärken.

Hotelgeschäft entwickelte sich über Jahrzehnte aus der Deutschen Seereederei

Die Wurzeln der DSR Hotel Holding reichen auf die touristischen Aktivitäten der Deutschen Seereederei nach deren Privatisierung Anfang der 1990er Jahre zurück. Unter Horst Rahe entstand zunächst das Hotelgeschäft mit ARKONA-Hotels sowie später Marken wie A-ROSA, aja und HENRI. Einen wichtigen Wachstumsschritt markierte 2024 die Übernahme der Travel Charme Hotel GmbH & Co. KG mit 13 Hotels. Nach Abschluss der Integration im Jahr 2025 umfasst das Portfolio heute 34 Hotels und Resorts an 31 Standorten in Deutschland, Österreich und Italien.

Bei der Erstellung dieses Artikels kamen KI-gestützte Werkzeuge zum Einsatz. Die Inhalte wurden redaktionell überprüft. Feedback nehmen wir gerne unter news@tageskarte.io entgegen.


Zurück

Vielleicht auch interessant

Düsseldorf weist einer Analyse von Listflix zufolge unter deutschen Städten ab 300.000 Einwohnern die höchste Dichte an Beherbergungsbetrieben auf. In der Gruppe von 100.000 bis unter 300.000 Einwohnern liegt Heidelberg vorn.

Riadh Ben Ali aus dem Kastens Hotel Luisenhof wurde als erster Concierge in Hannover in die Vereinigung Les Clefs d'Or aufgenommen. Die internationale Organisation zeichnet damit die Fachkompetenz des Hotelmitarbeiters aus.

Die Hotelgruppe Ensana Hotels eröffnet mit dem Sairme South ihren ersten Standort in Georgien. Das neue Haus im Kaukasus legt einen Schwerpunkt auf medizinische Wellness-Anwendungen.

Die Fattal Hotel Group hat mit dem Erwerb des The Blakely Hotel in New York erstmals ein Objekt in den USA übernommen. Nach einer geplanten Sanierung ist die Wiedereröffnung für Mitte 2027 vorgesehen.

Die Göbel Hotels starten im Oktober mit dem Green Trail Hotel in Korbach eine neue Budget-Marke. Das Projekt umfasst 41 Zimmer und setzt auf ein energetisches Konzept mit Photovoltaik und Wärmepumpen.

Union Investment hat das Hotel Hilton Garden Inn in Innsbruck an die Schiehser Hotels Gruppe veräußert. Wie das Unternehmen mitteilte, werde der bisherige Betreiber das Haus auch in Zukunft unter der Marke Hilton Garden Inn weiterführen.

Der deutsche Hotelinvestmentmarkt erzielte im ersten Halbjahr 2026 ein Transaktionsvolumen von 741 Millionen Euro. Trotz eines Rückgangs gegenüber dem Vorjahr blicken Experten für das Gesamtjahr optimistisch auf die Zwei-Milliarden-Euro-Marke.

Kleine Hotels und Gasthöfe stehen in Nordrhein-Westfalen unter Druck. Während die Zahl der Beherbergungsbetriebe binnen zehn Jahren deutlich sank, wuchs das Bettenangebot – und Ferienunterkünfte legten stark zu.

Top International trauert um Hans R. Müller, den Gründer der Kooperation. Das Unternehmen teilte den Tod seines langjährigen Gesellschafters und späteren Beiratsvorsitzenden in einem Nachruf mit.

Novum Hospitality hat ein Statusverfahren zur Zusammensetzung seines Aufsichtsrats eingeleitet. Die Geschäftsführung vertritt die Auffassung, dass keine gesetzliche Pflicht zur Bildung des Gremiums bestehe. Dem Aufsichtsrat gehören mehrere bekannte Namen aus Politik und Hotellerie an.