Deutschland zählt im April 3,1 Prozent weniger Übernachtungen

| Hotellerie Hotellerie

Im April 2026 haben die Beherbergungsbetriebe in Deutschland insgesamt 39,5 Millionen Übernachtungen von in- und ausländischen Gästen registriert. Das waren 3,1 Prozent weniger als im April 2025. Dies geht aus vorläufigen Ergebnissen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) hervor, die am 11. Juni 2026 veröffentlicht wurden.

Besonders deutlich fiel der Rückgang bei den Übernachtungen von Gästen aus dem Inland aus. Nach Angaben von Destatis sank deren Zahl im Vergleich zum Vorjahresmonat um 3,9 Prozent auf 32,9 Millionen Übernachtungen. Die Zahl der Übernachtungen von Gästen aus dem Ausland entwickelte sich dagegen leicht positiv. Sie stieg um 0,6 Prozent auf 6,6 Millionen Übernachtungen.

Inlandsgäste sorgen für Rückgang im Monatsvergleich

Der Rückgang der gesamten Übernachtungszahlen im April 2026 ist nach den Angaben des Statistischen Bundesamtes auf die Entwicklung bei den inländischen Gästen zurückzuführen. Während die Nachfrage aus dem Inland nachließ, blieb die Zahl der Übernachtungen ausländischer Gäste leicht über dem Niveau des Vorjahresmonats.

Destatis weist darauf hin, dass die Angaben auf vorläufigen Ergebnissen basieren. Erfasst werden Beherbergungsbetriebe wie Hotels, Gasthöfe und Pensionen, Ferienunterkünfte, Campingplätze sowie weitere tourismusrelevante Unterkünfte mit mindestens zehn Schlafgelegenheiten beziehungsweise zehn Stellplätzen auf Campingplätzen.

Erste vier Monate liegen leicht über Vorjahresniveau

Für den Zeitraum von Januar bis April 2026 meldeten die Beherbergungsbetriebe insgesamt 126,1 Millionen Übernachtungen. Damit lag das Ergebnis 0,6 Prozent über dem Vorjahreszeitraum.

Die Zahl der Übernachtungen von Gästen aus dem Inland erreichte in den ersten vier Monaten des Jahres 104,8 Millionen und stieg damit ebenfalls um 0,6 Prozent gegenüber dem entsprechenden Zeitraum des Jahres 2025. Bei den Gästen aus dem Ausland erhöhte sich die Zahl der Übernachtungen um 0,6 Prozent auf 21,3 Millionen.

Übernachtungszahlen bleiben unter Rekordwert aus dem Jahr 2019

Trotz des Anstiegs gegenüber dem Vorjahreszeitraum blieb das Ergebnis der ersten vier Monate des Jahres unter dem bisherigen Höchststand. Nach Angaben von Destatis wurden von Januar bis April 2019 insgesamt 127,2 Millionen Übernachtungen registriert. Der aktuelle Wert von 126,1 Millionen Übernachtungen liegt damit 0,9 Prozent unter diesem Rekordniveau.

Die veröffentlichten Zahlen beziehen sich auf alle von Destatis erfassten Beherbergungsbetriebe in Deutschland und umfassen sowohl Übernachtungen von Gästen aus dem Inland als auch aus dem Ausland.

Bei der Erstellung dieses Artikels kamen KI-gestützte Werkzeuge zum Einsatz. Die Inhalte wurden redaktionell überprüft. Feedback nehmen wir gerne unter news@tageskarte.io entgegen.


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Das traditionsreiche Grand Hotel Europa in Innsbruck hat einen neuen Betreiber. Minor Hotels will das seit Jahren leerstehende Haus nach einer umfassenden Revitalisierung im Jahr 2029 als NH Collection Hotel wieder eröffnen.

BWH Hotels Central Europe erweitert sein Portfolio in Wilhelmshaven. Das bisherige SleepBEEONE gehört künftig zur Sure Hotel Collection by Best Western und wird schrittweise modernisiert. Das Haus trägt zukünftig den Namen Wilhelmshaven Ahoi – Sure Hotel Collection by Best Western.

IHG Hotels und Resorts expandiert in Spanien durch den Bau von drei neuen Holiday Inn Express-Hotels. Das Projekt erfolgt in Kooperation mit Tikehau Capital und umfasst insgesamt 653 Zimmer.

Die Meininger Hotels verzeichneten im Geschäftsjahr 2026 ein stabiles Umsatzwachstum von über 200 Millionen Euro. Mit geplanten Neueröffnungen und Investitionen in die digitale Infrastruktur strebt das Unternehmen bis 2030 den Ausbau auf 50 Standorte an.

Das Seehotel Niedernberg – Das Dorf am See hat sein Wellnessangebot erweitert und das neue Miranu Spa samt dem Spa Bistro Aikoi in Betrieb genommen. Für die Realisierung wurden acht Zimmer in sechs Behandlungsräume umgewandelt.

IHG Hotels und Resorts kehrt mit der Marke Crowne Plaza auf den österreichischen Markt zurück. Die Fertigstellung und Eröffnung des Hauses ist für das dritte Quartal 2026 geplant.

Der Vermögensverwalter PGIM erwartet für Europas Hotelmärkte trotz geopolitischer Risiken weiteres Umsatzwachstum. Als Gründe nennt das Unternehmen unter anderem eine stabile Inlandsnachfrage, hohe Auslastungen und ein begrenztes Angebot neuer Hotels.

Die Wiedereröffnung des Kölner Dom-Hotels verschiebt sich erneut. Nach Angaben des Eigentümers soll das traditionsreiche Luxushotel erst 2027 den Betrieb aufnehmen, wie der WDR berichtet.

Das Schweizer Bundesgericht hat der Stadt Zürich grünes Licht für eine strengere Regulierung von Kurzzeitvermietungen gegeben. Wohnungen, die kommerziell genutzt werden, zählen künftig nicht mehr zum Wohnanteil.

Accor und die GCH Hotel Group setzen ihre Expansionsstrategie in Deutschland fort und erweitern ihr gemeinsames Portfolio um drei weitere Hotelstandorte. Die neuen Projekte der Marken Greet und Handwritten Collection umfassen insgesamt rund 200 Zimmer.