„Die Macherei“: Scandic-Hotels kommen nach München

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Im Münchner Osten entsteht ein neues Quartier mit Büros, Einzelhandelsflächen, Raum für Kunst und Kultur und einem Hotel mit außergewöhnlicher Architektur. Die Scandic-Hotels haben jetzt den Mietvertrag für das Objekt mit 234 Zimmern unterzeichnet.

Das Hotel wird Teil des neuen Areals „Die Macherei", das sich vom heutigen Industriegebiet zu einem urbanen und lebendigen Stadtteil mit Raum für Kunst und Kultur, modernen Büros und offenen Begegnungs- und Kommunikationszonen entwickeln soll. „Die Macherei“ liegt zentrumsnah östlich der Innenstadt in Berg am Laim und iost über die öffentlichen Verkehrsmitel gut den Flughafen und die Neue Messe München angebunden. 

Die „Scandic Munich Macherei“ wurde von den New Yorker Architekten HWKN Hollwich Kushner entworfen und orientiert sich an typischen ehemaligen Industriegebieten wie Brooklyn in New York und soll 2021 eröffnet werden.

Das Hotel wird ca. 11.000 Quadratmeter umfassen und über 234 Zimmer verfügen. Hinzu kommen ein Restaurant und ein Dachgarten mit Alpenblick. Scandic betreibt derzeit vier Hotels in Deutschland, zwei in Berlin, eins in Hamburg und eins in Frankfurt. Ein zweites Scandic-Hotels wird 2021 in Frankfurt eröffnet. 
 


Dr. Ferdinand Spies, Geschäftsführer und COO vom Projektentwickler Art-Invest Real Estate: „So wie die Marke Scandic Hotels mit ihren skandinavischen Wurzeln den Hotelstandard in Sachen Nachhaltigkeit und nordischer Eleganz neu definiert, steht ebenso die Macherei für ein innovatives innerstädtisches Quartierserlebnis. Durch solche spannenden Nutzer und Konzepte wollen wir Vielfalt und Internationalität an den Standort holen und eine behutsame Verbindung zum traditionellen und gewachsenen Umfeld herstellen. Mit dieser Kombination wollen wir einen lebendigen und kreativen Ort zum Leben, Arbeiten und Entspannen schaffen, von dem der gesamte Stadtteil profitiert.“

Markus Diegelmann, geschäftsführender Gesellschafter der ACCUMULATA Real Estate, ergänzt: „Gemeinsam mit Scandic haben wir es geschafft, die für das Quartier maßgebliche Architektursprache aufzugreifen und in eine effiziente und maßgeschneiderte Raumplanung im Inneren des Hotels zu überführen.“

Die Architekten von Hollwich Kushner zeichnen verantwortlich für die Realisierung des Design-Hotels und des Boardinghouses auf dem Areal sowie für die beiden angrenzenden Bürogebäude auf dem östlichen Quartiersgrundstück. Das Scandic-Hotel wird dabei geprägt durch eine gefaltete Fassade. An der Spitze des Gebäudes soll eine Panoramabar mit Blick auf die Alpen entstehen. Integriert in die Bürogebäude ist zudem ein zweistöckiges Fitnessstudio. Mit der dynamischen Fassadensprache bringt das Büro New Yorker Flair in das Projekt. Der Entwurf konzentriert sich vor allem aber auf den Raum zwischen den Gebäuden. Dieser schafft vielfältige städtische Qualitäten, die die Lebensqualität von Anliegern und Besucher gleichermaßen steigern.

Michel Schutzbach, Country Manager Germany bei Scandic Hotels Europe: „Wir freuen uns sehr, unser bestehendes Portfolio in Deutschland mit einem Hotel in München zu ergänzen und zu diversifizieren, einem der attraktivsten Hotelmärkte in Deutschland.“

Das Ziel für das gesamte Quartier ist, Synergieeffekte zu schaffen. So sollen Hotelgäste von den kurzen Wegen zu Restaurants oder zum Fitnessstudio profitieren und Büroangestellte nach der Arbeit Lebensmittel einkaufen können. Da die Hälfte der Grundstücksfläche öffentlich zugänglich ist, soll das Quartier auch abends und am Wochenende belebt sein. "Wir sind überzeugt, dass wir mit Scandic den perfekten Partner für dieses Projekt gefunden haben", sagt Dr. Peter Ebertz, Geschäftsführer bei Art-Invest. "Scandic hat bereits erfolgreich renommierte Hotels in Deutschland betrieben und wird in der Stadt neue Designmaßstäbe setzen. Wir sind sehr glücklich, diesen Vertrag abgeschlossen zu haben, und hoffen auf weitere gemeinsame Projekte."


Auf der 26.400 Quadratmeter großen Grundstücksfläche an der Berg-am-Laim-Straße wurde bereits im Januar 2017 noch im Januar mit dem Abbruch der brachliegenden Industriegebäude des Arzneimittelherstellers Temmler begonnen. An ihrer Stelle plant der Projektentwickler den Bau von insgesamt sechs Gebäuden. 

Neben einer zentralen Plaza werden mehr als die Hälfte des bisher verschlossenen Grundstücks für die Öffentlichkeit zugänglich sein. In den Gebäuden selbst entstehen Geschäfts- und Einzelhandelsflächen, Restaurants, ein Design-Hotel, ein Boardinghouse und ein Fitnessstudio. 

„Darüber hinaus schaffen wir auf gut 55 Prozent der Mietfläche hippe Bürowelten für 1.500 bis 2.000 Angestellte aus national wie international etablierten Unternehmen und Start-ups“, sagt Ferdinand Spies, Geschäftsführer der Art-Invest Real Estate. Herzstück des Ensembles ist das sogenannte Inkubatorgebäude, das mit rund 15.000 Quadratmetern als Start-up-Hub angelegt ist. Es wird vorrangig aus Ziegelstein errichtet – eine Reminiszenz an die früher in Berg am Laim angesiedelten Ziegelbrennereien. Im Inneren sind Loft-Büros mit 3,50 Meter lichten Raumhöhen und freiliegenden Leitungssystemen geplant.

Für den stadtplanerischen Entwurf zeichnet das Büro OSA Ochs Schmidhuber Architekten aus München verantwortlich. Zudem haben die Projektpartner Ende 2016 einen Architekturwettbewerb ausgelobt. Acht namhafte nationale und internationale Büros wurden eingeladen, ihre Entwürfe einzureichen. Auf den ersten drei Plätzen behaupteten sich HWKN Hollwich Kushner aus New York, Henning Larsen Architects aus Kopenhagen/München sowie msm meyer schmitz-morkramer aus Köln/Frankfurt.

Differenzierende Höhen und Formen der einzelnen Gebäude sowie farblich und materiell unterschiedlich gestaltete Fassaden erzeugen von außen Spannung. Die Gebäudedächer werden als fünfte Fassade konzipiert. Eine öffentlich zugängliche Rooftop-Bar ist ebenso vorgesehen wie ein Fitnessparcours und Urban Gardening-Bereiche. Auf der Rückseite des Geländes soll klassisches Gewerbe einziehen. Räume mit fünf Meter hohen Decken im Erdgeschoss und Lagerplätzen, die über große Rolltore zugänglich sind, können beispielsweise von Start-up-Unternehmen für deren Versuchsträger als Werkstätten und Testlabor mit genutzt werden.

Guido Prummer, Vorstandsmitglied Accumulata Immobilien: „‘Die Macherei‘ orientiert sich bewusst an typischen früheren Industriegebieten wie Brooklyn, die sich in den vergangenen Jahren zu den urbansten und lebendigsten Bezirken ihrer Stadt entwickelt haben. Denn ob in New York, Oslo, Kopenhagen oder Hamburg: Mit dem Rückzug der Industrie wandeln sich überall auf der Welt ehemalige Randbezirke im Osten der Metropolen zu begehrten Quartieren. Das ist in München nicht anders. Allerdings: Um High Potentials für ihre hiesigen Standorte außerhalb des Zentrums zu gewinnen, müssen Unternehmen auch etwas bieten, das mit coolen Locations in Berlin oder London Schritt halten kann. Nichts Geringeres planen wir in Berg am Laim zu realisieren.“

Für die Konzepterstellung von „Die Macherei“ haben die beiden Projektpartner nationale sowie internationale Quartierentwicklungen ähnlicher Größe besichtigt. Positive Aspekte der jeweiligen Projekte wurden übernommen beziehungsweise weiterentwickelt. Wichtigstes Ziel dabei war es, Synergieeffekte zwischen den heterogenen Nutzungen zu schaffen. So können Gäste von Hotel und Boardinghouse die quartierseigenen Restaurants und das Fitnessstudio nutzen. Ebenso können die Angestellten ihre Geschäftspartner vor Ort zum Mittagessen einladen und abends Lebensmittel einkaufen. Zudem sollen auch die Nachbarn das zur Berg-am-Laim-Straße hin großflächig geöffnete Quartier nutzen. „Wir möchten, dass ‚Die Macherei‘ auch abends und an den Wochenenden belebt ist. Dafür machen wir mehr als die Hälfte der Grundstücksfläche öffentlich zugänglich, die über diverse Gastronomieangebote auch nach Büroschluss genutzt werden kann“, erklärt Ferdinand Spies.


 

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