Digitalisierung und Nachhaltigkeit: Neue Kriterien für die Deutsche Hotelklassifizierung

| Hotellerie Hotellerie

Etwa alle fünf Jahre überarbeiten die Mitglieder der Hotelstars Union den gemeinsamen Kriterienkatalog für die Hotelklassifizierung. Die aktuelle Fortschreibung des Kriterienkataloges 2020 – 2025 konnte nun abgeschlossen werden. Die neuen Kriterien werden in Deutschland ab dem 1. Juli 2020 zum Einsatz kommen, innerhalb der Hotelstars Union sind sie spätestens ab 1. Januar 2021 verpflichtend. Hier geht es direkt zum Kriterienkatalog (PDF).

„Wir stellen den Hotels in Deutschland den neuen Kriterienkatalog 2020 – 2025 für ein halbes Jahr parallel zum aktuellen Katalog 2015-2020 zur Verfügung. In Zeiten der Corona-Krise hat jedes Hotel somit übergangsweise bis zum Jahresende 2020 eine Wahlmöglichkeit zwischen den beiden Kriterienkatalogen“, kündigt Markus Luthe, Geschäftsführer der DEHOGA Deutsche Hotelklassifizierung GmbH, an.

Der Kriterienkatalog wurde von 270 auf 247 Kriterien reduziert und vereinfacht. „Inhaltlich haben wir die fast alle Hotelbereiche durchdringende Digitalisierung und die immer wichtiger werdenden Nachhaltigkeitsaspekte in den Fokus gerückt“, erläutert Luthe. „Der modernisierte Kriterienkatalog bietet zudem noch mehr Flexibilität und Transparenz in der Hotelklassifizierung.“

Die Digitalisierung hält nicht nur im Bereich der Informationselektronik auf den Hotelzimmern verstärkten Einzug in den Kriterienkatalog, sondern auch beim Selbst-Check-in / -Check-out, der Dank der Einführung des digitalen Meldescheins nun auch in Deutschland kontaktlos stattfinden kann. Klassifizierte Hotels werden außerdem ermutigt, ihren Gästen Ausnahmen von der täglichen Zimmerreinigung anzubieten, Ladestationen für Elektrofahrzeuge zu installieren oder weniger Plastikverpackungen im Badezimmer zu verwenden.

„Nicht alles davon werden die Hotels unter den besonderen Hygiene- und Schutzkonzepten in Zeiten der Corona-Pandemie schon unmittelbar umsetzen können. Umso wichtiger ist es uns, mit dem neuen Kriterienkatalog die notwendige Flexibilität, Orientierung und Planungssicherheit zu gewähren“, ergänzt Markus Luthe. 


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Die Immobiliengesellschaft Aroundtown, der die acht bislang unter der Marke Seminaris betriebenen Hotelimmobilien gehören, erklärt, die Häuser würden weiterhin unter dieser Marke geführt. Doch vier Hotels fehlen auf der Seminaris-Website und werden bei Belvilla by OYO unter Sunday-Namen angeboten – drei davon ausdrücklich mit dem Zusatz „ehemals Seminaris“.

Gezeiten Suites eröffnen am 1. Oktober 2026 ihr zweites Apartmenthaus in Büsumer Deichhausen an. Die 23 Apartments bieten Platz für zwei bis vier Personen, zehn Einheiten verfügen über eine eigene Sauna.

Smartments hat 206 Serviced Apartments im Berliner Quartier Forty4 angemietet. Die Eröffnung ist für 2029 geplant; nahezu alle Einheiten sollen einen Balkon oder eine Terrasse erhalten.

Im Sheraton Hannover Pelikan Hotel hat Künstler Sascha Dahl eine Art Suite mit 18 Werken eröffnet. Die Zusammenarbeit soll künftig durch Ausstellungen und weitere Veranstaltungsformate ergänzt werden.

CityHub plant ein Hotel mit 139 Einheiten am Leipziger Platz in Berlin. Für den Standort sollen rund 2.100 Quadratmeter bestehende Einzelhandelsfläche umgebaut werden.

Eine aktuelle Umfrage im Auftrag von a&o Hostels zeigt, dass Europas Reisende bei Unterkünften vor allem auf das Preis-Leistungs-Verhältnis und Sicherheit achten, während bekannte Marken an Bedeutung verlieren.

Der traditionsreiche Vitznauerhof am Vierwaldstättersee öffnet im 125. Jubiläumsjahr erstmals auch im Winter seine Türen und bietet ein neues Programm aus Kulinarik, Kultur und Wellness.

Das aja Garmisch-Partenkirchen hat sein fünfjähriges Bestehen mit einem Tag der offenen Tür und rund 1.000 Besuchern gefeiert. Zum Jubiläum stellte das Hotel zudem neue Namen für Bar und Restaurant vor.

Der Schweizer Ständerat hat der Verlängerung des Mehrwertsteuer-Sondersatzes von 3,8 Prozent für Beherbergungsleistungen bis Ende 2031 zugestimmt. HotellerieSuisse begrüßt die Entscheidung, bezeichnet vier Jahre allerdings als vergleichsweise kurzen Planungshorizont.

Aus einer Büro- und Einzelhandelsimmobilie am Frankfurter Ring soll Breras drittes Münchner Haus werden. Der Betreiber plant rund 152 Serviced Apartments und eine Eröffnung Anfang 2029.