Direkt am Bodensee-Ufer - Meersburg beschließt Verkauf des Hämmerle-Areals für Hotelprojekt

| Hotellerie Hotellerie

Der Gemeinderat von Meersburg hat dem Verkauf des Hämmerle-Areals zugestimmt. Auf dem Gelände, direkt am Ufer des Bodensees, mit Blick auf die Schweizer Alpen, soll ein Hotel mit rund 100 Zimmern sowie zusätzliche Wohnbebauung mit etwa 30 Einheiten entstehen. Die Entscheidung fiel nach Angaben aus der Sitzung mehrheitlich.

Gemeinderat stimmt Verkauf des Areals an Investorengruppe zu

Das bisher als Parkplatz genutzte Gelände wird an eine Investorengruppe veräußert. Geplant ist dort ein Vier-Sterne-Superior-Hotel mit Tiefgarage, die auch öffentlich genutzt werden soll. Ergänzend dazu sollen zwei Wohngebäude errichtet werden. Das Hotel liegt dann auch in direkter Nachbarschaft zur Meersburger Therme.

Nach Angaben der beteiligten Architekten wurden die ursprünglichen Entwürfe zuletzt überarbeitet. Dabei sei unter anderem die Fassadengestaltung angepasst worden. Der grundsätzliche Entwurf sei bestehen geblieben.

Kritik an Wohnbebauung und Verkaufspreis im Gemeinderat

Die Entscheidung wurde im Gemeinderat unterschiedlich bewertet. Im Gemeinderat gab es insbesondere Kritik an der geplanten Wohnbebauung sowie am Verkaufspreis des Grundstücks. Einzelne Ratsmitglieder äußerten demnach Bedenken hinsichtlich der zusätzlichen Wohnungen auf dem Gelände.

Auch die Nutzung des Grundstücks wurde thematisiert. Nach Angaben aus der Sitzung wurde vorgeschlagen, das Areal im Besitz der Stadt zu halten und weiterhin als Parkplatz zu bewirtschaften. Dieser Vorschlag fand jedoch keine Mehrheit.

Verkaufspreis liegt laut Bericht bei rund 1060 Euro pro Quadratmeter

Das Grundstück umfasst eine Fläche von etwa 8030 Quadratmetern. Der Verkaufspreis liegt demnach bei rund 1060 Euro pro Quadratmeter. Käufer ist eine Unternehmergruppe, die das Projekt gemeinsam mit einem Hotelbetreiber realisieren will.

Hotelprojekt am Bodensee seit den 1990er Jahren Thema im Stadtrat

Seit den 1990er Jahren wird in Meersburg am Bodensee laut über einen Hotelneubau direkt am Seeufer diskutiert. Mehrere Anläufe blieben demnach ohne Umsetzung.

Erst vor wenigen Jahren wurde nach Angaben aus dem Umfeld des Projekts ein vergleichbares Vorhaben vom Stadtrat beschlossen, an dem auch die Unternehmensgruppe Fürst von Hohenzollern beteiligt gewesen wäre. Die Umsetzung dieses Projekts kam jedoch nicht zustande.

Das nun beschlossene Vorhaben weist laut Bericht Parallelen zu den früheren Planungen auf, wird jedoch durch zusätzliche Wohnbebauung ergänzt.

Mehrheit sieht langfristige Entwicklung des Standorts im Fokus

Befürworter des Projekts verweisen auf die langfristige Entwicklung des Standorts. Dabei wurde auch die Bedeutung des Tourismus für die Stadt angesprochen. Gegner äußerten hingegen Zweifel an der Kombination aus Hotel und Wohnbebauung an dieser Stelle.

Am Ende stimmte der Gemeinderat mehrheitlich für den Verkauf des Areals. Damit kann das Projekt nach rund 35 Jahren Planungsgeschichte umgesetzt werden.


Zurück

Vielleicht auch interessant

Die Handwritten Collection von Accor umfasst mittlerweile 50 Hotels in 20 Ländern. Mit über 50 weiteren Projekten in der Entwicklung setzt die Marke ihr globales Wachstum fort.

Das Center Parcs Nordborg Resort in Dänemark zieht nach dem ersten Betriebsjahr eine positive Bilanz. Die Eröffnung der Anlage im Juni 2025 führte in der gesamten Tourismusregion Sønderborg zu einem Wachstum der Übernachtungszahlen.

Die EPH Group AG gibt im Rahmen einer Barkapitalerhöhung neue Aktien mit einem Gesamtvolumen von rund 10,3 Millionen Euro aus. Die Erlöse sollen in die Finanzierung und den Ausbau von Premium-Hotelprojekten im DACH-Raum fließen.

Das leerstehende Hotel auf der Wartburg wird für eine neue Nutzung saniert, wobei das bisherige Fünf-Sterne-Konzept aufgegeben wird. Die Planungen für das historische Gebäude laufen, während die Bauarbeiten ab 2028 starten sollen.

Die Marriott-Marke Design Hotels integriert 16 US-amerikanische Häuser von Palisociety mit insgesamt über 1.000 Zimmern in ihr Portfolio. Die Expansion umfasst fünf verschiedene Untermarken des im Jahr 2008 von Avi Brosh gegründeten Unternehmens.

Statt eines Abrisses soll das Münchner Arabellahaus umfassend revitalisiert werden. Geplant sind unter anderem ein Durchbruch über fünf Stockwerke, zusätzliche Wohnungen, öffentlich zugängliche Dachflächen und Europas längste Außenrolltreppenanlage. In dem Haus befindet sich auch ein Hotel mit knapp 450 Zimmern.

51 Eigentümer von Marriott-Hotels fordern laut Medienberichten eine stärkere Beteiligung an den Erlösen des Bonusprogramms Bonvoy. Hintergrund sind steigende Einnahmen aus Kreditkartenpartnerschaften und Streit über die Finanzierung von Prämienübernachtungen.

Das Hotel The Mandala und sein Restaurant Facil stehen für eine außergewöhnliche personelle Konstanz in der Luxushotellerie. Seit 25 Jahren führen dieselben Eigentümer das Berliner Haus, das sein Jubiläum mit einem kulinarischen Event und der Rückkehr zahlreicher ehemaliger Auszubildender feiert.

Das Hotel The Mandala und das Restaurant Facil am Berliner Potsdamer Platz feiern ihr 25-jähriges Bestehen. Das Haus setzt seit der Eröffnung unverändert auf ein beständiges Designkonzept und ein markantes, aufschiebbares Glasdach.

Art-Invest Real Estate hat das Four Points Flex by Sheraton Hotel in Essen mit 174 Zimmern von einem institutionellen Fonds erworben. Der Betrieb des Hotels wird künftig über die The Chocolate on the Pillow Group geführt.