Doch kein Doppel-Motel-One am Münchner Hauptbahnhof

| Hotellerie Hotellerie

Vor einigen Monaten bestätigte Motel One, dass das Unternehmen gleich zwei Hotels am Münchner Hauptbahnhof plane, die sich direkt gegenüber liegen. (Tageskarte berichtete). Wie lokale Medien nun berichten, sind die Pläne jetzt vom Tisch. Es wird demnach nur ein neues Motel One geben, dass dann elfte in München.

Das Motel One wird künftig 269 Zimmer anbieten. Im Erdgeschoss soll es zudem eine 300 Quadratmeter große Gastronomiefläche geben. Das Hotel wird eine eigene Tiefgarage bekommen, bis zu sieben Obergeschosse mit Ausrichtung zur Schillerstraße sowie vier bis fünf Stockwerke rund um einen Innenhof. Ferner soll es in dem Objekt zehn Werkswohnungen geben, die nach Fertigstellung Mitarbeitern von Motel One als Wohnraum zur Verfügung gestellt werden, so der Investor. Spätestens Anfang 2021 soll mit dem Neubau begonnen werden. Dies teilte der Investor Concept Capital GmbH am Donnerstag mit.

Wie Motel One-Chef Dieter Müller seinerzeit bestätigte plante die Gruppe zwei Hotels am Münchner Hauptbahnhof in direkter Nachbarschaft. Dabei sollte es sich, so Medienbercihte, um 500 Zimmer gehen. In der Politik stoßen die Pläne auf Ablehnung. 

Mit Hotels, die nahe beieinander liegen, kennt Motel One sich aus. Am Berlin Bahnhof Zoo oder rund um den Alexanderplatz liegen die Häuser der Gruppe ebenfalls in Sichtweite. In München verspach Dieter Müller das Rotlichtviertel um den Bahnhof mit seinen Hotels aufzuwerten. Wir werden das Viertel mit unserem Produkt verschönern", sagt Müller in Bezug auf die zwei geplanten Hotelprodukte der AZ. Und in der AHGZ betonte das Unternehmen, dass der Hotelstandort am Hauptbahnhof großes Potential habe und dass es für die Marke eben nicht ungewöhnlich sei, an besonders guten Mikrostandorten auch ein zweites Hotel in unmittelbarer Nachbarschaft zu einem bereits bestehenden Motel One zu betreiben.

Die Münchner Lokalpoltik sah das anders. Die Pläne für zwei neue Häuser der Hotelgruppe Motel One am Hauptbahnhof stoßen dagegen auf breite Ablehnung. „Wir sehen das Projekt kritisch", sagt Hans Theiss, stellvertretender Vorsitzender der CSU-Fraktion im Stadtrat der Süddeutschen. Auch Christian Müller, Vize-Fraktionschef der SPD, hält die Pläne von Motel One an dieser Stelle für unpassend, sagt aber auch, dass sie rechtlich zulässig und somit nicht zu verhindern seien. 


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Die Immobiliengesellschaft Aroundtown, der die acht bislang unter der Marke Seminaris betriebenen Hotelimmobilien gehören, erklärt, die Häuser würden weiterhin unter dieser Marke geführt. Doch vier Hotels fehlen auf der Seminaris-Website und werden bei Belvilla by OYO unter Sunday-Namen angeboten – drei davon ausdrücklich mit dem Zusatz „ehemals Seminaris“.

Gezeiten Suites eröffnen am 1. Oktober 2026 ihr zweites Apartmenthaus in Büsumer Deichhausen an. Die 23 Apartments bieten Platz für zwei bis vier Personen, zehn Einheiten verfügen über eine eigene Sauna.

Smartments hat 206 Serviced Apartments im Berliner Quartier Forty4 angemietet. Die Eröffnung ist für 2029 geplant; nahezu alle Einheiten sollen einen Balkon oder eine Terrasse erhalten.

Im Sheraton Hannover Pelikan Hotel hat Künstler Sascha Dahl eine Art Suite mit 18 Werken eröffnet. Die Zusammenarbeit soll künftig durch Ausstellungen und weitere Veranstaltungsformate ergänzt werden.

CityHub plant ein Hotel mit 139 Einheiten am Leipziger Platz in Berlin. Für den Standort sollen rund 2.100 Quadratmeter bestehende Einzelhandelsfläche umgebaut werden.

Eine aktuelle Umfrage im Auftrag von a&o Hostels zeigt, dass Europas Reisende bei Unterkünften vor allem auf das Preis-Leistungs-Verhältnis und Sicherheit achten, während bekannte Marken an Bedeutung verlieren.

Der traditionsreiche Vitznauerhof am Vierwaldstättersee öffnet im 125. Jubiläumsjahr erstmals auch im Winter seine Türen und bietet ein neues Programm aus Kulinarik, Kultur und Wellness.

Das aja Garmisch-Partenkirchen hat sein fünfjähriges Bestehen mit einem Tag der offenen Tür und rund 1.000 Besuchern gefeiert. Zum Jubiläum stellte das Hotel zudem neue Namen für Bar und Restaurant vor.

Der Schweizer Ständerat hat der Verlängerung des Mehrwertsteuer-Sondersatzes von 3,8 Prozent für Beherbergungsleistungen bis Ende 2031 zugestimmt. HotellerieSuisse begrüßt die Entscheidung, bezeichnet vier Jahre allerdings als vergleichsweise kurzen Planungshorizont.

Aus einer Büro- und Einzelhandelsimmobilie am Frankfurter Ring soll Breras drittes Münchner Haus werden. Der Betreiber plant rund 152 Serviced Apartments und eine Eröffnung Anfang 2029.