Dornröschenschloss - Hotel-Neubau an der Sababurg soll klimafreundlich werden

| Hotellerie Hotellerie

An der nordhessischen Sababurg soll in den kommenden Jahren ein klimafreundlicher Neubau für ein Hotel und Restaurant entstehen. Am Mittwoch stellten Hessens Finanzminister Michael Boddenberg (CDU) und Thomas Platte, Direktor des Landesbetriebs Bau und Immobilien Hessen (LBIH), die Pläne auf dem sogenannten Dornröschenschloss im Reinhardswald vor. «Wir investieren hier in ein Kulturgut, einen Tourismusmagneten - und auch in wirtschaftliche Perspektiven für den ländlichen Raum», sagte Boddenberg laut Mitteilung.

Die Hotelzimmer werden demnach in Holzbauweise erstellt. «Nur der Gebäudesockel sowie die Treppenräume und Versorgungsschächte werden in Beton gefertigt», so Boddenberg. Das Dach werde als Holzkonstruktion mit ökologischer Wärmedämmung und mit Metalldeckung ausgeführt und die Fassade mit Holzschindeln bekleidet. «Der CO2-Abdruck wird durch die Holzbauweise des Neubaus erheblich reduziert.»

Die Flächen des Hotel- und Restaurantgebäudes sollen bis auf einige historische Bereiche barrierefrei erreichbar sein. Der überdachte Besucherparkplatz soll mit einer Photovoltaikanlage ausgestattet werden, die so viel Strom erzeugen wird, dass der Energiebedarf der Liegenschaft damit weitestgehend gedeckt werden kann. Überschüssiger Strom kann laut Boddenberg ins Netz eingespeist werden.

Der Entwurf des Architekturbüros Rittmannsperger aus Darmstadt sieht nach Angaben des Finanzministeriums ein Restaurant mit Hotel und 36 Zimmern, einen Freizeitbereich mit Sauna, eine Sommerterrasse sowie Räumlichkeiten für Seminare und ein Trauzimmer vor. Das Hotel soll einem 4-Sterne-Standard entsprechen. Der Gebäudekomplex wird eine Gesamtfläche von rund 4750 Quadratmetern haben.

«Derzeit schätzen wir die Baukosten auf rund 43 Millionen Euro, die sich angesichts der unbeständigen Lage auf dem Baumarkt noch verändern können», erklärte Boddenberg. Ursprünglich hatte das Land die geplante Investition einmal mit über zwölf Millionen Euro beziffert. Das Projekt wird damit nicht nur deutlich teurer als zunächst geplant, es dauert auch länger.

Im April 2018 waren der Hotel- und Restaurantbetrieb geschlossen worden. Zunächst war vorgesehen, dass die Arbeiten an der in der Nähe von Hofgeismar (Landkreis Kassel) gelegenen Touristenattraktion bis 2022 abgeschlossen sein sollten. Es kam allerdings zu verschiedenen Verzögerungen. Unter anderem hatten die Arbeiten bis Oktober 2021 mehr als ein Jahr wegen eines Rechtsstreits im Vergabeverfahren geruht. Noch in diesem Jahr soll nun laut LBIH-Direktor Platte der derzeitige Hotel-Anbau aus den 1970er-Jahren abgebrochen werden. Der Landesbetrieb koordiniert das Projekt. «Nach heutiger Planung soll der Gebäudekomplex zum Ende des Jahres 2027 fertiggestellt sein», so Platte. (dpa)

Zurück

Vielleicht auch interessant

Der Aparthotel-Betreiber Adagio blickt auf ein erfolgreiches Jahr 2025 zurück. Mit einem Rekordumsatz von 339 Millionen Euro und einer hohen Auslastung festigt das Unternehmen seine Position und kündigt für 2026 weitere Standorteröffnungen an.

Marriott International blickt auf ein wachstumsstarkes Jahr 2025 in der EMEA-Region zurück. Mit über 230 neuen Verträgen und einem Fokus auf Luxusobjekte, Markenresidenzen sowie das mittlere Preissegment, festigt der Konzern seine Präsenz in der Region.

Die Radisson Hotel Group kündigt das neue Radisson Blu Hotel & Conference Centre in Salzburg an. Durch eine Konversion entsteht bis Mitte 2026 in Kooperation mit der GCH Hotel Group ein Tagungshotel mit über 1.700 Quadratmetern Eventfläche nahe dem Hauptbahnhof.

Die Radisson Hotel Group debütiert in Neuseeland: Das neu eröffnete Radisson RED Auckland setzt im Herzen des Kunstviertels auf theatralisches Design und verfügt über die landesweit größte Dachterrasse.

Die The Chocolate on the Pillow Group schließt das Rebranding in Hannover ab: Nach einer Investition von 4 Millionen Euro wurde das ehemalige Ghotel als Four Points Flex by Sheraton neu eröffnet.

Die GCH Hotel Group übernimmt das Management des markanten Pyramiden-Hotels in Fürth. Ab März 2026 firmiert das Haus unter der Marke Radisson Individuals und setzt auf eine Verbindung von eigenständiger Architektur und internationalem Vertrieb.

Die tschechische Region Liberec kauft für rund 7,5 Millionen Euro das ikonische Bauwerk auf dem Ještěd. Der Deal umfasst neben dem markanten Fernsehturm auch das geschichtsträchtige Berghotel und Restaurant, deren Erhalt und Sanierung nun durch die öffentliche Hand gesichert werden.

Der Europa-Park baut seine Marktführerschaft in der deutschen Freizeitgastronomie weiter aus. Bei der Wasserwelt Rulantica soll ein siebtes Hotel mit 350 Betten entstehen. Während die Auslastung der bestehenden Häuser Rekordwerte erreicht, rücken bei der neuen Erweiterung vor allem Nachhaltigkeit und ein neues Verkehrskonzept in den Fokus der Planer.

Strategische Erweiterung in der Rhön: Die Ritter von Kempski Group übernimmt die renommierte Fachklinik Dr. von Weckbecker. Mit Millioneninvestitionen und einem Fokus auf präventive Medizin soll der Standort Bad Brückenau zukunftssicher aufgestellt werden.

Das Hilton Berlin am Gendarmenmarkt schließt einen weiteren Abschnitt seiner Modernisierung ab. Das Haus eröffnet in seiner markanten Glaskuppel die „Beletage“ sowie eine neu gestaltete Executive Lounge.