Düsseldorf: Ehemaliges Renaissance-Hotel kommt unter den Hammer

| Hotellerie Hotellerie

Der seit Jahren leerstehende Gebäudekomplex an der Münsterstraße 304 in Düsseldorf steht vor einer neuen Entwicklung. Das Amtsgericht Düsseldorf hat für den 8. Mai 2026 einen Termin zur Zwangsversteigerung angesetzt. Betroffen ist das ehemalige Renaissance Hotel, das seit der Schließung im Jahr 2019 ungenutzt ist. Der Verkehrswert für das gewerblich genutzte Areal wurde auf insgesamt 19.303.000 Euro festgesetzt.

Umfangreiches Gebäudeensemble mit Hotel- und Büronutzung

Das Objekt im Stadtteil Mörsenbroich umfasst einen voll unterkellerten, fünf- bis siebengeschossigen Gebäudekomplex. Die Struktur ist in verschiedene Trakte unterteilt. Die Büroflächen an der Münsterstraße 304 und 306 verfügen über eine Nutzfläche von rund 9.718 Quadratmetern, wovon etwa 8.706 Quadratmeter auf reine Büros und 1.012 Quadratmeter auf Lagerflächen entfallen. Die Hoteltrakte weisen eine Fläche von circa 12.815 Quadratmetern auf. Zum Ensemble gehört zudem eine Tiefgarage sowie eine zusätzliche Arrondierungsfläche.

Die Baugeschichte des Standorts reicht bis in die 1980er Jahre zurück. Die Schlussabnahme für das Hotel und das erste Bürogebäude erfolgte am 22. September 1983. Weitere Bürotrakte wurden in den Jahren 1987 und 1988 fertiggestellt. Laut der amtlichen Beschreibung sind die nutzungsspezifischen Zubehörteile und Einbauten des Hotels, wie Betten, Schränke oder Küchengeräte, mit Ausnahme der Sanitärbereiche bereits entfernt worden.

Ende der Marriott-Ära und jahrelanger Leerstand

Das Hotel wurde bis vor sieben Jahren unter der Marke Renaissance von der Kette Marriott betrieben. Die Beendigung des Betriebs erfolgte im Jahr 2019, nachdem das Unternehmen den Pachtvertrag mit dem damaligen Eigentümer gekündigt hatte. Seither steht die Immobilie leer. In der Vergangenheit gab es Berichte über einen möglichen Abriss und anschließende Neubaupläne für das prominente Grundstück am nördlichen Zubringer, die jedoch bislang nicht realisiert wurden.

Details zum Versteigerungstermin am Amtsgericht

Interessenten können am Freitag, den 8. Mai 2026, ab 09.30 Uhr im Sitzungssaal 1.115 des Düsseldorfer Amtsgerichts an der Werdener Straße Gebote abgeben. Das Verfahren läuft unter dem Aktenzeichen 0084 K 0017/ 2024. Für Bieter gelten besondere Bedingungen bezüglich der Sicherheitsleistung. Diese muss bei einer Überweisung spätestens zehn Tage vor dem Termin auf dem Konto der Justizkasse Nordrhein-Westfalen eingegangen sein.


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Accor und die NGO Kiron fördern die berufliche Integration von 150 Frauen mit Migrationshintergrund. Die Partnerschaft kombiniert Bildung mit Praxiserfahrung in Hotels, um neue Fachkräfte für die Branche zu gewinnen.

Eine investigative Recherche von BBC Eye enthüllt das Ausmaß illegaler Videoüberwachung in chinesischen Hotelzimmern. Der Bericht dokumentiert den gewerbsmäßigen Vertrieb von Live-Streams über Messenger-Dienste und beleuchtet die massiven Sicherheitsrisiken.

Die MHP Hotel AG meldet für das vierte Quartal 2025 einen Rekordumsatz. Neben steigenden Durchschnittsraten und einer stabilen Belegung treibt das Unternehmen seine Expansion vor allem am Standort Wien voran und gibt einen Ausblick auf die Umsatzziele für das Geschäftsjahr 2026.

Das ehemalige Intercontinental in Frankfurt am Main soll innerhalb der nächsten zwei Jahre wiedereröffnet werden. Wie die FAZ berichtet​​​​​​​, plant der Eigentümer eine umfassende Sanierung des traditionsreichen Hochhauses, um das Gebäude erneut als Hotel- und Konferenzstandort zu positionieren.

Mit der Eröffnung der Chronobar schließt das Berlin Marriott Hotel am Potsdamer Platz seine Modernisierung ab. Das neue Barkonzept rückt den Rhythmus der Zeit in den Fokus und verbindet urbanes Design mit einer Gastronomie, die sich dem Tagesverlauf anpasst.

Das Fundament steht, das Team ist eingespielt – nun geht es um die Feinjustierung. Ein halbes Jahr nach der Eröffnung des Conrad Hamburg blickt Michael Wagner, COO der MHP Hotel AG, auf die erste Phase des „Ankommens“ zurück.

Die Betreibergesellschaft des Steigenberger Grand Hotel Bad Pyrmont hat Insolvenz in Eigenverwaltung beantragt. Hintergrund sind massive Kostensteigerungen bei der Sanierung des historischen Gebäudes sowie Verzögerungen im Bauablauf.

Die B&B Hotels setzen ihren Expansionskurs im ländlichen Raum mit der offiziellen Eröffnung des B&B Hotel Mittenwald fort. Nach dem Standort in Willingen handelt es sich um das zweite Haus der Marke in einer deutschen Wintersportdestination.

Booking.com sperrt namhafte Luxushotels in Frankfurt, Kitzbühel und Mallorca. Hintergrund sind mutmaßliche Verbindungen des Eigentümers Ali Ansari zu den iranischen Revolutionsgarden, die nun auch von der EU als Terrororganisation eingestuft wurden.

Das Hotel auf der international bedeutenden Wartburg ist seit einigen Jahren geschlossen. Für die Wiederaufnahme eines Betriebs fehlt weiter das Geld. Wie soll es weitergehen?