Ehemaliges Interconti in Frankfurt soll wieder Hotel werden

| Hotellerie Hotellerie

Das markante Hochhaus an der Wilhelm-Leuschner-Straße, das über Jahrzehnte als Intercontinental Frankfurt firmierte, steht vor einer umfassenden Sanierung. Wie die FAZ berichtet, soll das seit geraumer Zeit leerstehende Gebäude modernisiert und wieder als Hotel- und Konferenzstandort genutzt werden. Ein konkreter Betreiber für das Objekt wurde bislang noch nicht benannt.

Modernisierung ohne Erweiterungsbauten

Die aktuellen Planungen sehen vor, das Hotel innerhalb der kommenden zwei Jahre wieder zu eröffnen. Dabei konzentriert sich der Eigentümer auf die Sanierung des Bestandsgebäudes. Ursprünglich angedachte zusätzliche Anbauten werden laut Unternehmensangaben derzeit nicht weiterverfolgt. Ziel der Maßnahmen ist es, an die Bedeutung des Hauses als zentraler Beherbergungs- und Tagungsort in der Nähe des Mainufers anzuknüpfen.

Historische Entwicklung des Frankfurter Hotel-Flaggschiffs

Das Gebäude blickt auf eine über sechzigjährige Geschichte zurück. Eröffnet im Jahr 1963, galt es mit 470 Zimmern auf 21 Stockwerken als das größte Hotel in Deutschland. Entworfen wurde der Bau vom Frankfurter Architekturbüro Apel, Beckert, Becker auf dem Areal der ehemaligen Villa Manskopf. Zur Ausstattung gehörten damals unter anderem ein Ballsaal, eine Dachterrasse sowie mehrere Gastronomiebereiche. Im Jahr 1972 erfolgte die Erweiterung durch den sogenannten City Wing auf der gegenüberliegenden Straßenseite. Dieser Gebäudeteil wurde jedoch bereits in der Vergangenheit veräußert und wird heute rechtlich und wirtschaftlich unabhängig vom Haupthaus geführt.

Mediale Präsenz und geschichtliche Hintergründe

Das Haus erlangte über den Beherbergungsbetrieb hinaus Bekanntheit durch verschiedene mediale Ereignisse. In den 1980er-Jahren wurde ein Zimmer des Hotels als Kulisse für die Fernsehserie Ein Fall für zwei genutzt. Später diente das Gebäude als Drehort für die Sendung Deutschland sucht den Superstar. Im Jahr 2015 geriet das Hotel durch einen Kriminalfall in die internationalen Schlagzeilen, bei dem eine Frau im Rahmen eines religiös motivierten Exorzismus zu Tode kam. Nach der nun angekündigten Sanierung soll das Gebäude wieder vollständig seiner ursprünglichen Bestimmung als Luxushotel zugeführt werden.


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Mit dem Aethos Club Palma eröffnet ein neuer Member-Bereich in einem restaurierten Stadthaus in der Inselhauptstadt. Das Konzept kombiniert Arbeitsbereiche, Wellness-Angebote und kulturelle Events und ist Teil einer europaweiten Expansionsstrategie der Marke.

Der neue Trendreport von Hilton beleuchtet den Wandel in der Veranstaltungsbranche. Im Mittelpunkt stehen der Wunsch der Teilnehmer nach authentischen Begegnungen, die wachsende Bedeutung von Erholungspausen im Programm und die gezielte Nutzung von Technologie.

Wie wandelt sich die Hotellerie digital? Ein neuer Bericht des Tourismusinstitut der HES-SO Valais-Wallis analysiert die Entwicklung von fast 400 Hotels zwischen 2000 und 2025 im Schweizer Kanton. Die Daten liefern allen Tourismusakteuren wertvolle Erkenntnisse für den Sprung von der reinen Online-Präsenz zur qualitativen Optimierung.

Hotel-Pionier Ian Schrager und Highgate bündeln ihre Kräfte für die weltweite Expansion der Marke Public. Der frisch mit dem SevenRooms Icon Award ausgezeichnete Visionär behält die kreative Leitung, während Highgate den Betrieb übernimmt, um das Konzept „Luxus für alle“ global zu skalieren.

Das Parkhotel Quellenhof in Aachen schließt eine weitere Etappe seiner Revitalisierung ab. Mit Investitionen von knapp zwei Millionen Euro wurden 98 Zimmer modernisiert und die Technik des Grand Hotels auf den neuesten Stand gebracht. Damit steigen die Gesamtinvestitionen seit 2020 auf über zehn Millionen Euro.

Mehrere Medien berichten übereinstimmend über den Verkauf des Hotel Excelsior in der Münchner Innenstadt. Die Hoteliersfamilie Geisel veräußert das traditionsreiche Vier-Sterne-Haus nach 88 Jahren im Familienbesitz an den US-Investor Blackrock Real Estate.

Umfassender Umbau in Sulden: Das Hotel Die Post am Ortler präsentiert sich nach einjähriger Bauzeit mit neuem Design, erweiterten Luxussuiten und einer 4.200 Quadratmeter großen Wellnesslandschaft direkt am Fuße von Südtirols höchstem Gipfel.

Das Wiener Palais Coburg erfindet sich neu: Bis Sommer 2026 wandelt sich das Luxushotel in ein exklusives privates Gästehaus mit nur 36 Suiten. Während die Renovierung läuft, bleiben die Sternegastronomie und das berühmte Weinarchiv weiterhin für Gäste geöffnet.

Der Schweizer Hotelinvestmentmarkt erreicht mit 428 Millionen Euro ein Rekordniveau. Eine aktuelle Analyse von Christie & Co zeigt, wie Luxus-Transaktionen und die Rückkehr institutioneller Investoren den Standort Schweiz als stabilen Hafen für Kapital festigen, während die Alpenregion bei den Zimmerpreisen neue Höchstwerte erzielt.

Swissôtel expandiert nach Tschechien und eröffnet ein neues Hotel im UNESCO-Weltkulturerbe Marienbad. Das Haus kombiniert historische Architektur mit modernen Wellness-Konzepten und richtet sich sowohl an Urlauber als auch an Geschäftsreisende.