EPH Group AG gibt neue Aktien für Hotelprojekte aus

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Die EPH Group AG führt zur Finanzierung ihres Wachstums im Bereich der Premium- und Luxushotellerie eine Barkapitalerhöhung durch. Wie das Unternehmen mitteilte, richtet sich das Angebot unter Wahrung der Bezugsrechte bestehender Aktionäre sowohl an private als auch an professionelle und institutionelle Investoren.

Die öffentliche Zeichnungsfrist hat am 21. Mai 2026 begonnen und läuft bis zum 26. Juni 2026 um 12:00 Uhr. Das maximale Bruttoemissionsvolumen beläuft sich auf rund 10,3 Millionen Euro. Insgesamt werden bis zu 142.858 neue Aktien zu einem Angebotspreis von 72,00 Euro je Anteilsschein ausgegeben.

Ausbau der bestehenden Hotelprojekte geplant

Mit dem frischen Kapital will die Gesellschaft ihre Projektpipeline ausbauen und bereits gesicherte Vorhaben durch die Zahlung der Kaufpreise finanzieren. Zudem sollen laufende Entwicklungen in Österreich und Deutschland vorangetrieben werden. Der Fokus liege auf Hotelprojekten im Premium- und Luxussegment in Alpen- oder Seeregionen, wobei die Häuser über mehr als 200 Betten verfügen und von internationalen Marken geführt werden sollen. Aktuell entwickele die EPH Group mehrere Projekte in Österreich und Bayern, langfristig werde zudem eine Expansion in weitere europäische Märkte geprüft.

Nach der Begebung von zwei Anleihen ist die EPH Group seit Ende 2025 im Freiverkehr der Börse Stuttgart und seit dem zweiten Quartal 2026 am Primärmarkt der Börse Düsseldorf gelistet. Ebenfalls im Jahr 2026 startete der Handel auf dem System Xetra der Deutschen Börse. Das eingesammelte Geld solle primär für den Erwerb und die Weiterentwicklung identifizierter Grundstücke, die Finanzierung von Entwicklungsphasen sowie den Ausbau der Eigenkapitalbasis dienen, um neue Projekte schneller zur Umsetzungsreife zu bringen.

Zusammenarbeit mit internationalen Marken

Das Geschäftsmodell unterscheide sich laut Unternehmensangaben von klassischen Entwicklern, da Immobilien gezielt für internationale Ketten entwickelt werden, die in den DACH-Raum expandieren wollen. Das Unternehmen fungiere als Bindeglied zwischen Marken, Investoren sowie regionalen Projekten und decke die Grundstücksakquisition, die Projektentwicklung sowie die Betriebsstrukturierung ab. Bei der Akquisition werde unter anderem ein Modell genutzt, bei dem Grundstückseigentümer Firmenaktien im Austausch für Grund und Boden erhalten, was eine Skalierung ohne hohen Liquiditätsbedarf ermöglichen soll.

Zudem setze das Unternehmen auf die frühzeitige Sicherung von Grundstücken, bei der die finalen Zahlungen erst nach dem Erreichen definierter Meilensteine fällig werden. Dies reduziere den unmittelbaren Kapitalbedarf in frühen Phasen und vermeide eine langfristige Kapitalbindung. Die Führungsebene verweist auf eine hohe Nachfrage internationaler Hotelmarken nach Standorten außerhalb der Großstädte, da die Auswahl an solchen Marken im Alpenraum und in den Seenregionen bislang begrenzt sei.

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