Erneuter Lockdown: Dehoga Ostwestfalen stellt Strafanzeige

| Hotellerie Hotellerie

In der Tourismus- und Gaststättenbranche ging es gerade erst wieder bergauf, da musste Gütersloh erneut in den Lockdown. Der Grund: die massenhaften Corona-Fälle in der Fleischfabrik „Tönnies“. Nun wurden die Maßnahmen verlängert. Ein herber Rückschlag für alle Restaurant- und Hotelbesitzer im Kreisgebiet. Deswegen stellen sie nun Strafanzeige.

„Es trifft alle fürchterlich hart“, sagte Andreas Kerkhoff, Kreisvorsitzender des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbands Dehoga Ostwestfalen, dem Nachrichtenportal T-Online. „Stammtische, Geburtstage, Hochzeiten – alles ist abgesagt. Zumindest für die Sommerferien spielt Tourismus hier keine Rolle mehr.“ Der Deutsche Hotel- und Gaststättenverband Ostwestfalen habe daher Strafanzeige gestellt, erklärte Kerhoff, der selbst ein Hotel in Gütersloh betreibt. „Wir wollen uns die Möglichkeit aufrechterhalten, auf Schadensersatz zu klagen, sobald die Ermittlungen den Schuldigen ausgemacht haben. Ich bin wirklich sehr sauer.“

Den „Schuldigen“ habe man im Kreis mit Tönnies bereits gefunden. Dieser habe die Hygienevorschriften nicht eingehalten. Doch auch die Politik zieht Andreas Kerkhoff in die Verantwortung: „Kein Politiker kann mir erzählen, er habe das nicht gewusst.“ Der Schaden, der durch den Lockdown entsteht, sei bisher noch nicht messbar. Hinzu komme die schlechte Perspektive. „Keiner weiß mit Sicherheit, wann alles wieder normal sein wird. Das negative Image, das Gütersloh jetzt bekommt, hat die Stadt nicht verdient.“


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Die Eröffnung des Motel One in Koblenz ist für den Spätsommer 2026 terminiert. Der Neubau in der Löhrstraße kombiniert 177 Zimmer mit einer öffentlichen Bar und einer Dachterrasse, die einen Panoramablick auf die Festung Ehrenbreitstein bietet.

Minor Hotels schließt das Jahr 2025 mit einer Gewinnsteigerung von 32 Prozent ab. Trotz weitreichender Renovierungen in den Hotels und globaler Unsicherheiten sorgten Kostendisziplin und eine starke Nachfrage in Europa und Asien für ein Rekordergebnis.

Das Werzers Seehotel Wallerwirt investiert 8,5 Millionen Euro in eine strategische Neupositionierung. Durch Modernisierungen und die Erweiterung des Wellnessangebots wandelt sich das Haus am Wörthersee bis April zu einem ganzjährig geöffneten Betrieb.

Der IHA präsentiert Handlungsempfehlungen zum neuen Kurzzeitvermietung-Datenaustausch-Gesetz. Das Gesetz soll für mehr Transparenz sorgen und Kommunen dabei unterstützen, Wohnraum zu schützen und faire Wettbewerbsbedingungen im Beherbergungssektor zu schaffen.

In den aktuellen Geschäftsberichten der globalen Hotelkonzerne taucht ein neuer, gewichtiger Risikofaktor auf. Die Unternehmen warnen vor den Auswirkungen Künstlicher Intelligenz auf die bisherigen Vertriebsstrukturen. Branchenexperten, wie Marco Nussbaum, sehen darin ein deutliches Signal für eine mögliche Verschiebung der Machtverhältnisse in der digitalen Distribution.

Das Hotel Steigenberger Camp de Mar auf Mallorca sieht sich mit wirtschaftlichen Konsequenzen durch Medienberichte über angebliche Verbindungen zum iranischen Finanzwesen konfrontiert. Das Hotel ist über einige große Plattformen derzeit nicht buchbar. Das Hotelmanagement betont die rechtliche Unabhängigkeit.

Die wirtschaftliche Krise bei der Revo Hospitality Group führt anscheinend aktuell zu Betriebseinstellungen in Deutschland. Wie verschiedene Medien übereinstimmend berichten, stehen nach der im Januar angemeldeten Insolvenz nun zwei Häuser fest, die derzeit nicht buchbar sind.

Hyatt Hotels schließt seine Transformation zum Asset-Light-Unternehmen ab und meldet für 2025 Erlöse von 7,1 Milliarden US-Dollar. Trotz eines bilanziellen Nettoverlusts durch den Konzernumbau übertrifft das operative Ergebnis im Luxussegment die Erwartungen, während die Rekord-Pipeline von 148.000 Zimmern den Wachstumskurs für 2026 sichert.

Mandarin Oriental erweitert das Portfolio in Ägypten durch die Übernahme des Old Cataract in Assuan und des Winter Palace in Luxor. Erstmals bietet die Gruppe zudem eine eigene luxuriöse Flusskreuzfahrt auf dem Nil an.

Longevity ist in aller Munde – doch was steckt dahinter und wie wird das überhaupt ausgesprochen? Ein neues Symposium in Kitzbühel liefert Fakten für Hoteliers, die Langlebigkeit als Geschäftsmodell nutzen wollen.