Europas Flughafenhotels im Vergleich

| Hotellerie Hotellerie

Ob wegen eines verpassten Anschlussflugs, einer Verspätung oder eines frühen Abflugs: Eine Übernachtung am Flughafen lässt sich manchmal nicht vermeiden. Doch wie steht es um Qualität und Preis-Leistungs-Verhältnis der Airport-Hotels in Europa? HolidayCheck hat über 135 Hotels an den 30 verkehrsreichsten Flughäfen Europas untersucht und dabei Gästebewertungen, Zimmergröße und Preise genau unter die Lupe genommen. Die Ergebnisse zeigen deutliche regionale Unterschiede und eine erfreuliche Entwicklung im Segment der Flughafenunterkünfte.

Osteuropa überrascht mit Bestnoten und fairen Preisen

Wer Wert auf ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis legt, sollte einen Blick nach Osteuropa werfen. Flughäfen wie Warschau, Bukarest und Budapest überzeugen mit Top-Bewertungen und moderaten Preisen. Warschau führt das Ranking mit hervorragenden 5,1 von 6 Sternen an, gefolgt von Bukarest (4,8 Sterne) und Budapest (5,2 Sterne). Die Preise bewegen sich dabei zwischen 98 und 116 Euro pro Nacht. Das absolute Spitzenergebnis im Preis-Leistungs-Verhältnis liefert allerdings das spanische Alicante mit 4,78 Sternen für durchschnittlich nur 78 Euro.

Deutsche und norditalienische Airports im gehobenen Segment

Erwartungsgemäß positionieren sich deutsche und norditalienische Flughäfen im Premium-Bereich. Mailand-Malpensa führt hier mit 5,55 Sternen, gefolgt von Bergamo mit 5,47 Sternen. Die Preise liegen hier zwischen 116 und 165 Euro. Deutsche Flughäfen wie München (5,5 Sterne) und Düsseldorf (5,3 Sterne) punkten ebenfalls mit Top-Bewertungen und bieten mit rund 27 Quadratmetern großzügige Zimmer. Der Komfort hat jedoch seinen Preis: Eine Übernachtung in München schlägt mit 228 Euro deutlich zu Buche und liegt damit weit über dem europäischen Durchschnitt von 159 Euro. Frankfurt bietet mit 5,05 Sternen und 135 Euro eine preisgünstigere Alternative in Deutschland.

Beliebte Städtereiseziele enttäuschen

Interessanterweise schneiden gerade beliebte Städtereiseziele bei ihren Flughafenunterkünften eher schlecht ab. Rom weist mit nur 4,17 Sternen bei einem Preis von 293 Euro das schlechteste Preis-Leistungs-Verhältnis auf. Auch Dublin und Barcelona enttäuschen sowohl bei den Bewertungen als auch beim Preis-Leistungs-Verhältnis. Palma de Mallorca bietet mit nur 14,2 Quadratmetern zudem die kleinsten Zimmer im Vergleich.

Athen: Teure Luxus-Ausnahme

Athen stellt mit 433 Euro pro Nacht die kostspieligste Destination dar. Das einzige 5-Sterne-Hotel am Flughafen rechtfertigt diesen Preis jedoch teilweise durch eine überdurchschnittliche Zimmergröße von 28 Quadratmetern und eine Bewertung von 5,4 Sternen. Zum Vergleich: Für den Preis einer Nacht in Athen könnten Reisende 5,5 Nächte in Alicante verbringen.

Flughafenhotels verlieren ihren schlechten Ruf

Der Gesamtvergleich zeigt: Die Zeiten liebloser Notunterkünfte an Flughäfen scheinen vorbei zu sein. Mit einem Durchschnitt von 4,91 von 6 Sternen beweisen Europas Flughafenhotels, dass Komfort auch in Flughafennähe möglich ist. Spitzenreiter sind hier norditalienische Flughäfen wie Mailand-Malpensa (5,55 Sterne) und deutsche Premium-Destinationen wie München (5,5 Sterne). Angesichts der jährlich 886 Millionen Passagierankünfte an Europas größten Flughäfen profitieren immer mehr Reisende von den deutlich verbesserten Standards der Airport-Unterkünfte.


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Die Beherbergungsbetriebe in Deutschland haben im März 2026 mehr Übernachtungen verzeichnet als ein Jahr zuvor. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes stieg vor allem die Zahl der Übernachtungen von Gästen aus dem Inland.

Die InterContinental Hotels Group (IHG) hat im ersten Quartal 2026 einen operativen Meilenstein erreicht und betreibt nun weltweit mehr als 7.000 Hotels. Die Marke wurde durch die Eröffnung von insgesamt 82 Hotels in den ersten drei Monaten überschritten.

Elf familien- und inhabergeführte Hotels aus der Oberpfalz haben die Kooperation „Wohlfühlhotels Bayerischer Jura“ gegründet. Die Initiative wurde bei einer Auftaktveranstaltung in Parsberg vorgestellt.

Die Stichting Hotel Claims Alliance hat nach eigenen Angaben mehrere gerichtliche Maßnahmen zur Beweissicherung im Zusammenhang mit der europaweiten Sammelklage gegen Booking.com eingeleitet. Unterstützt wird die Klage unter anderem vom Hotelverband Deutschland, der "Genug des Hinhaltens und Behinderns!" auf Social Media postete.

Trivago hat eine Kartellklage gegen Google vor dem Landgericht Hamburg eingereicht. Das Unternehmen wirft dem Suchmaschinenkonzern vor, den eigenen Hotelpreisvergleich in den allgemeinen Suchergebnissen bevorzugt zu behandeln und Wettbewerber wie Trivago dadurch zu benachteiligen.

​​​​​​​Marriott International hat nach eigenen Angaben eine Vereinbarung für den Betrieb des Hotelprojekts Seegut am Tegernsee in Bad Wiessee unterzeichnet. Das Resort soll künftig unter der Marke The Luxury Collection geführt werden. Die Eröffnung ist laut Mitteilung für das Jahr 2029 vorgesehen.

Das Sunneschlössli in Nesselwängle im Tiroler Tannheimer Tal bekommt neue Eigentümer. Nina und Matthias Kienzle übernehmen das Boutique-Apartmenthaus zum 1. Juli 2026. Das Ehepaar war nach eigenen Angaben seit 15 Jahren regelmäßig Gast des Hauses.

Nach der Insolvenz der Revo-Hospitality-Gruppe übernimmt die neu gegründete Ernst Leitz Hotel GmbH unter Führung der Familie Kaufmann das Ernst Leitz Hotel in Wetzlar. Die operative Leitung wird der Treugast Solutions Group übertragen.

Die Radisson Hotel Group baut ihr Portfolio in Deutschland und Österreich durch drei neue Standorte in Ahlbeck, Wien und Lustenau aus. In Kooperation mit der 1912 Hotels GmbH wächst die Präsenz der Gruppe in der DACH-Region damit auf insgesamt 90 Hotels.

Die Landlust Hotels bauen ihre Präsenz in Europa aus und integrieren fünf neue Partnerbetriebe in das Portfolio. Damit umfasst die Kollektion nun insgesamt 40 Häuser mit Schwerpunkten auf Regionalität und Naturverbundenheit.