Expedia steigert B2B-Umsatz um 23 Prozent

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Die Expedia Group verzeichnet im dritten Quartal 2026 im Geschäft mit Vertriebspartnern ein deutlich höheres prozentuales Umsatzwachstum als im Endkundengeschäft.Während der B2B-Umsatz um 23 Prozent auf 1,71 Milliarden US-Dollar stieg, legte der Umsatz im B2C-Segment um sechs Prozent auf 3,07 Milliarden US-Dollar zu. Das geht aus den am 4. November 2026 veröffentlichten Quartalszahlen des US-amerikanischen Reisekonzerns hervor.

Auch beim Bruttobuchungsvolumen entwickelte sich das Geschäft mit Vertriebspartnern stärker. Expedia meldete für das B2B-Segment einen Anstieg um 19 Prozent auf 11,15 Milliarden US-Dollar. Im Endkundengeschäft wuchs das Buchungsvolumen um sieben Prozent auf 22,86 Milliarden US-Dollar. Insgesamt erreichte der Konzern ein Bruttobuchungsvolumen von 34,01 Milliarden US-Dollar, elf Prozent mehr als im Vorjahresquartal.

Expedia stellt Reiseangebote und Buchungstechnologie für Geschäftspartner bereit

Zum B2B-Geschäft von Expedia zählen Buchungs- und Vertriebslösungen für Reisebüros, Fluggesellschaften, Online-Reisevermittler, Geschäftsreiseanbieter und weitere Unternehmen. Über technische Schnittstellen und Buchungsplattformen können diese Partner auf Reiseangebote der Expedia Group zugreifen und sie über eigene Vertriebskanäle anbieten. Mit sogenannten White-Label-Lösungen stellt Expedia außerdem technische Grundlagen bereit, auf deren Basis Geschäftspartner eigene Buchungsangebote unter ihrer Marke betreiben können.

Zu den Produkten gehören die Programmierschnittstelle Rapid API, die Reisebüroplattform Expedia TAAP sowie technische Vorlagen für Buchungsangebote der Geschäftspartner. Nach Angaben des Unternehmens arbeitet das B2B-Geschäft inzwischen mit rund 75.000 Partnern zusammen.

Expedia baut das Geschäft mit bestehenden Vertriebspartnern weiter aus

Vorstandschefin Ariane Gorin erklärte während der Analystenkonferenz am 4. November, dass das B2B-Geschäft in sämtlichen Regionen zweistellige Wachstumsraten erreicht habe. Das Unternehmen konzentriere sich unter anderem darauf, das Geschäft mit bestehenden Partnern auszubauen. Dazu gehörten die Erweiterung des Reiseangebots, Verbesserungen bei der technischen Anbindung sowie die Unterstützung von Werbeaktionen und Sonderangeboten.

Als weitere Wachstumsmöglichkeiten nannte Gorin die Weiterentwicklung der bestehenden B2B-Produkte. Expedia wolle zusätzliche Reiseleistungen über seine Plattformen verfügbar machen und die technischen Angebote für Geschäftspartner ausbauen. Dazu zählt auch die Bereitstellung weiterer Leistungen neben Hotelübernachtungen.

Im September wurde die australische Fluggesellschaft Qantas nach Angaben von Expedia zum ersten Partner, der eine neue technische Vorlage des Konzerns einsetzt. Diese verbindet bestehende B2B-Technologie, Reiseangebote und Kundenservice mit einer anpassbaren Benutzeroberfläche. Expedia bezeichnet das Produkt als Vorlage für den Einsatz von KI-Agenten und plant, dessen entsprechende Funktionen weiter auszubauen.

Expedia erwartet nach starken Vorjahresaktionen ein geringeres B2B-Wachstum

Finanzvorstand Derek Andersen verwies während der Analystenkonferenz auf umfangreiche Werbeaktionen einiger großer B2B-Partner im vierten Quartal 2025. Aufgrund dieser hohen Vergleichsbasis rechnet Expedia für das vierte Quartal 2026 mit einer Abschwächung des B2B-Wachstums. Hinzu kommt, dass eine Verkaufsaktion im laufenden Jahr früher stattfand und dadurch Buchungen bereits im dritten Quartal anfielen.

Das bereinigte Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) des B2B-Geschäfts stieg im dritten Quartal um 17 Prozent auf 470 Millionen US-Dollar. Die entsprechende Marge sank allerdings von 28,9 auf 27,5 Prozent. Nach Angaben des Unternehmens hängt die Entwicklung insbesondere mit der Zusammensetzung des Partnergeschäfts zusammen. Hinzu kamen Investitionen in den Ausbau des B2B-Angebots.

Expedia steigert Konzernumsatz und hebt Jahresprognose für 2026 an

Konzernweit erhöhte Expedia den Umsatz im dritten Quartal um zwölf Prozent auf 4,94 Milliarden US-Dollar. Die Zahl der gebuchten Zimmernächte stieg um sieben Prozent auf 115,7 Millionen. In den USA verzeichnete das Unternehmen ein Wachstum im mittleren einstelligen Prozentbereich, in der Region Europa, Naher Osten und Afrika im niedrigen einstelligen Prozentbereich. In den übrigen Weltregionen lag das Wachstum bei ungefähr 15 Prozent.

Das bereinigte EBITDA des Konzerns erhöhte sich um 17 Prozent auf 1,69 Milliarden US-Dollar. Der auf Expedia entfallende Nettogewinn stieg um sieben Prozent auf 1,03 Milliarden US-Dollar.

Nach den Ergebnissen des dritten Quartals hob Expedia seine Jahresprognose an. Für 2026 erwartet der Konzern nun ein Bruttobuchungsvolumen zwischen 131,4 und 131,9 Milliarden US-Dollar sowie einen Umsatz zwischen 16,37 und 16,43 Milliarden US-Dollar. Dies entspricht einem erwarteten Umsatzwachstum von elf bis zwölf Prozent.

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