Fachkräftemangel - Hotel Gut Thansen zahlt 11.000 Euro Bonus für Personal

| Hotellerie Hotellerie

Angesichts des Fachkräftemangels im Gastgewerbe greifen Arbeitgeber zu drastischen Maßnahmen, um qualifiziertes Personal zu gewinnen. Das Hotel „Gut Thansen“ aus Niedersachsen bietet jetzt sogar eine Prämie von 11.000 Euro für neue Mitarbeiter an und auch in anderen Betrieben steigt der Druck.

Wie Business Insider berichtet, beschreibt einer der Betreiber des „Gut Thansen“, dass die Prämie das „letzte Mittel“ sei, da bereits Veranstaltungen aufgrund von Personalmangel abgesagt werden mussten. Dabei seien die Löhne bereits gut und es gäbe viele Boni und Zuschläge, sogar eine Bleibeprämie und Vermittlungsboni. Um diese Zahlungen leisten zu können, habe das Hotel bereits die Preise erhöht, heißt es in dem Bericht weiter. Dennoch blieb die Suche bislang ohne Erfolg.

Sandra Warden, eine Expertin des Dehoga, zeigte sich laut einem Bericht im Spiegel ebenfalls skeptisch, ob Prämien der richtige Weg sind. Wer für Geld komme, gehe auch wieder für Geld, so die Expertin.

Eine aktuelle Umfrage von onlyfy by Xing, scheint ihr Recht zu geben, denn für die befragten Arbeitnehmer spielt nicht nur das Gehalt eine große bei der Jobwahl. Auch andere Faktoren wie Jobsicherheit, Standortattraktivität, pünktliche Bezahlung und gutes Führungsverhalten spielen eine wichtige Rolle bei der Wahl des Arbeitgebers.

Laut Dehoga fehlen deutschlandweit mehr als 65.000 Mitarbeiter in der Gastronomie, wie Business Insider berichtet. Auch eine aktuelle Umfrage von onlyfy by Xing zeigt, dass 93 Prozent der Unternehmen mit Blue-Collar-Jobs – also körperlich anspruchsvolle Berufe wie Handwerk, Industrie, Einzelhandel und Dienstleistungen – Schwierigkeiten haben, ihre offenen Stellen zu besetzen.


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Airbnb meldet starkes Wachstum bei Hotelübernachtungen und baut sein Angebot aus. Die gebuchten Hotelübernachtungen seien rund dreimal so schnell gewachsen wie das von Airbnb als „Homes Business“ bezeichnete Geschäft. Hotels machen bislang aber nur einen einstelligen prozentualen Anteil aller Übernachtungen aus.

Beim großen Stromausfall im Januar ziehen in Berlin Tausende in Hotels um, der Staat verspricht Kostenübernahme. Wie viel Geld kostet das? So sieht die Bilanz der Hilfsaktion aus.

Eine Hyatt-Umfrage zeigt aktuelle Präferenzen bei der Hochzeitsplanung und beziffert das durchschnittliche Budget in Deutschland auf rund 30.000 Euro. Neben der Standortwahl gewinnen neue Reiseformen rund um die Flitterwochen an Bedeutung.

Habyt hat den ersten Standort in der österreichischen Hauptstadt eröffnet. Bei dem Objekt handelt es sich um ein Aparthotel für Kurz- und Langzeitaufenthalte, das insgesamt 319 Studios auf sieben Etagen umfasst.

Leonardo Hotels Central Europe und Goodbytz kooperieren beim Einsatz autonomer Küchenroboter. Im 510-Zimmer-Haus Leonardo Smart Vienna Airport bereitet der Roboter Luca künftig durchgehend Salate und Bowls für die Gäste zu.

Das Hotel Maximilian's in Augsburg hat einen Neubau in der Katharinengasse eröffnet. Die Erweiterung umfasst für rund acht Millionen Euro sieben neue Suiten sowie einen ganzjährig beheizten Pool auf dem Dach des Gebäudes.

BWH Hotels Central Europe ist in Deutschland im ersten Halbjahr 2026 weiter gewachsen: Der Gesamtumsatz der angeschlossenen Hotels stieg auf rund 370,5 Millionen Euro. Getragen wurde die Entwicklung vor allem von einer höheren Nachfrage.

Expedia Group hat nach einem starken zweiten Quartal ihre Jahresprognose angehoben. Das Unternehmen meldet zweistellige Zuwächse bei Bruttobuchungen und Umsatz sowie ein deutliches Wachstum im B2B-Geschäft.

Mit der Villa Florhof hat am 1. August 2026 das erste Lalique Boutique Hotel in Zürich eröffnet. Der Hotelbetrieb beginnt wenige Wochen nach dem Ende der geplanten Zusammenarbeit mit dem ursprünglich als kulinarischer Leiter vorgesehenen Christian Jürgens.

Booking Holdings sieht seine Marken zwar zunehmend in Antworten von KI-Systemen vertreten. Der daraus resultierende Verkehr bleibt nach Angaben des Unternehmens jedoch gering. Gleichzeitig bestätigte der Konzern einen OpenAI-Test für ein CPC-Werbemodell sowie eine enge Zusammenarbeit mit Google.