Familie Rüter übernimmt Hotel Haase in Laatzen bei Hannover

| Hotellerie Hotellerie

Die Unternehmerfamilie Rüter, Betreiber des Central-Hotel Kaiserhof in Hannover, übernimmt das traditionsreiche Hotel Haase in Laatzen. Nach rund eineinhalb Jahren vertraulicher Gespräche zwischen den Beteiligten erfolgt der Eigentümerwechsel im Sinne einer nachhaltigen Nachfolgelösung.

Kontinuität im operativen Betrieb

Trotz des Eigentümerwechsels setzen die Beteiligten auf personelle Beständigkeit in der Führung. Ulrike Haase-Huskamp bleibt dem Betrieb als Betriebsleiterin erhalten und führt das operative Geschäft gemeinsam mit der Familie Rüter in die Zukunft. Thomas Haase beendet hingegen mit der Übergabe seine aktive Zeit im Betrieb. Die Position des Küchenchefs wird neu besetzt: Florian Martins übernimmt die Leitung der Küche. Martins ist ein ehemaliger Auszubildender des Hauses und verfügt über Erfahrung aus verschiedenen Betrieben.

Behutsame Modernisierung

Das Hotel Haase blickt auf eine jahrhundertealte Geschichte zurück, die bis in das Jahr 1698 reicht. Seit dieser Zeit bewirtschaftet die Familie Haase das Grundstück Am Thie 4 in Laatzen-Grasdorf, das sich vom Köthnerhof über eine Poststelle bis zum modernen Hotel entwickelt hat. Zuletzt wurde der Betrieb in der achten und neunten Generation geführt. Die neuen Eigentümer Alexander und Richard Rüter planen, die individuelle Atmosphäre des Hauses zu bewahren und die Infrastruktur durch behutsame Modernisierungen zu stärken, ohne den gewachsenen Charme zu verändern. Ziel der Übernahme ist es, das Lebenswerk der Familie Haase zu achten und den Standort für kommende Generationen zu sichern.

Regionale Lösung für einen Traditionsbetrieb

Die Übernahme wird von den Beteiligten als „Hannover-Lösung“ bezeichnet, die den besonderen Traditionen des Hauses gerecht werden soll. Die Familie Haase übergibt den Betrieb nach eigenen Angaben mit einem positiven Blick auf die künftige Entwicklung, nachdem das Haus über Jahrhunderte hinweg Krisen wie Weltkriege und die Pandemie überdauert hat. Der Standort soll auch unter der neuen Führung ein zentraler Bezugspunkt für Gäste aus der Region Hannover und darüber hinaus bleiben.


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Eine Studie von HotellerieSuisse zeigt den anhaltend hohen Einfluss von Buchungsplattformen auf die Preisgestaltung in der Schweizer Hotellerie. Hotels berichten zunehmend über Preisunterbietungen und eingeschränkte Kontrolle im digitalen Vertrieb.

Das „Hotel am Sophienpark“ in Baden-Baden soll nach einer umfassenden Modernisierung im Frühjahr 2027 unter dem Namen „The Floris“ weitergeführt werden. Das traditionsreiche Gebäude an der Sophienstraße 14 werde derzeit revitalisiert und als Vier-Sterne-Superior-Hotel neu positioniert.

Das Hotel du Cap-Eden-Roc erweitert sein Angebot 2026 um die Yacht Millesime. Die 37 Meter lange Yacht soll exklusiv Hotelgästen für Fahrten entlang der Mittelmeerküste zur Verfügung stehen.

Mecklenburg-Vorpommern zählte im vorigen Jahr rund acht Millionen Urlauber und etwa 33 Millionen Übernachtungen. Das hohe Niveau soll mindestens gehalten werden. Aber die Branche steht unter Druck.

Die Dormero Gruppe erweitert ihre Präsenz in der Region Mittelfranken und übernimmt das bisherige NH Hotel in Fürth. Das Hotel befindet sich in zentraler Lage direkt am Stadtpark und umfasst insgesamt 118 Zimmer.

Eine aktuelle Preisstudie zeigt, dass viele Hotels an der Nord- und Ostsee trotz einer hohen Nachfrage ihre Preise senken. Grund dafür ist ein verändertes Buchungsverhalten der Gäste, auf das viele Betriebe mit defensiven Preisstrategien reagieren.

Die Jufenalm hat den Umbau ihrer Hotelanlage in den Salzburger Bergen abgeschlossen. Das Unternehmen startet mit neuen Suiten, einem erweiterten Wellnessbereich und speziellen Rabattaktionen in die aktuelle Sommersaison.

Das Hotel Bergkristall in Oberstaufen hat sechs neue Seesuiten am hauseigenen Bergsee eröffnet. Ab August 2026 soll das Angebot laut Unternehmen um weitere Bergsuiten ergänzt werden.

Die H World Group hat nach eigenen Angaben das Europageschäft wieder in die Gewinnzone geführt. In den veröffentlichten Quartalszahlen verweist das Unternehmen auf Fortschritte im internationalen Segment sowie auf den weiteren Ausbau der Marken Steigenberger und IntercityHotel.

Eine Studie von Mews zeigt eine breite Nutzung von künstlicher Intelligenz in Hotels. Gleichzeitig sehen viele Hoteliers persönliche Kontakte wie Begrüßung und Check-in weiterhin als Aufgabe von Mitarbeitern.