FMTG übernimmt Führung in Bad Loipersdorf

| Hotellerie Hotellerie

Die Falkensteiner Michaeler Tourism Group (FMTG) beteiligt sich an der Therme Loipersdorf und übernimmt das Management des gesamten Thermenresorts, des dazugehörigen Kongresszentrums sowie des Hotels Das Sonnreich. Wie das Unternehmen in einer Pressemitteilung bekanntgab, wird dieses Vorhaben im Rahmen einer strategischen Partnerschaft mit der Merkur Versicherung und dem Bauunternehmen Granit umgesetzt. Das erforderliche kartellrechtliche Genehmigungsverfahren läuft nach Angaben der Beteiligten zum aktuellen Zeitpunkt.

Größte Therme in Österreich

Das im Südosten der Steiermark nahe der Grenze zum Burgenland gelegene Thermenresort Loipersdorf verzeichnet jährlich rund 478.000 Besucher und ist damit die größte Therme in Österreich. Die Anlage umfasst drei separate Thermenbereiche, ein Hotel, ein Kongresszentrum sowie ein Gesundheitsprogramm des Anbieters Merkur Health. Die neuen Partner streben eine langfristige Weiterentwicklung der touristischen Destination an, wobei die FMTG ihre internationale Expertise in die bestehenden regionalen Strukturen einbringen will.

Laut Otmar Michaeler, dem Vorstandsvorsitzenden der Falkensteiner Michaeler Tourism Group, basiert das Engagement auf einer bereits bestehenden Zusammenarbeit mit den Partnern Granit und Merkur Versicherung. Michaeler erklärte: „Mit dem Thermenresort Loipersdorf engagieren wir uns an einem Standort mit außergewöhnlicher Substanz, hoher Bekanntheit und großem Entwicklungspotenzial. Mit Granit und der Merkur Versicherung verbindet uns bereits eine langjährige Partnerschaft, aus der heraus die Idee entstanden ist, dass sich die FMTG auch am Standort Bad Loipersdorf engagiert. Nicht nur als Betreiber des Hotels Das Sonnreich, sondern im gesamten Thermenresort.“

Modernisierung verändert Ausrichtung des Hotelbetriebs

Die Pläne der Partner sehen vor, die Therme und das Hotel in den kommenden Jahren schrittweise zu modernisieren. Das Hotel Das Sonnreich soll nach dem Abschluss der Umbauarbeiten ab dem Sommer 2027 als Vier-Sterne-Superior Falkensteiner-Hotel Loipersdorf weitergeführt werden. Die strategische Ausrichtung des Hauses soll sich dabei verstärkt auf Familien konzentrieren, während die bestehende direkte Verbindung zur Therme erhalten bleibt.

Zusätzlich wird das Angebot vor Ort um neue Freizeit- und Vorsorgeprogramme der Merkur Lifestyle erweitert, einer Tochtergesellschaft der Merkur Versicherung. In der Therme selbst sind Investitionen in neue Familienangebote sowie eine Aufwertung des bestehenden Premiumsegments im sogenannten Schaffelbad geplant. Ziel dieser Maßnahmen ist es, die Aufenthaltsqualität zu steigern und eine ganzjährige Auslastung des Standorts zu sichern.

Regionale Betriebe profitieren

Der Aufsichtsratsvorsitzende der FMTG, Erich Falkensteiner, begründet den Schritt mit dem steigenden Interesse der Gäste an den Themen Gesundheit, Prävention und Regeneration. Die Steiermark und Niederösterreich stellen in diesem Zusammenhang zwei wesentliche Herkunftsmärkte für das Unternehmen dar. Die Eigentümer erwarten von den Investitionen positive Effekte auf die regionale Wertschöpfung sowie die Sicherung der Arbeitsplätze vor Ort.

Der Gesamtvorstand der Merkur Versicherung betonte die wirtschaftliche Relevanz des Resorts für die Region und bezeichnete den Schritt als Möglichkeit, den Standort nachhaltig zu stärken. Günther Lederhaas, Geschäftsführer der Granit Holding, erklärte zudem, dass das gemeinsame Ziel in der langfristigen Sicherung der Wettbewerbsfähigkeit dieses steirischen Leitbetriebs liege.

Bei der Erstellung dieses Artikels kamen KI-gestützte Werkzeuge zum Einsatz. Die Inhalte wurden redaktionell überprüft. Feedback nehmen wir gerne unter news@tageskarte.io entgegen.


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Accor plant einen deutlichen Ausbau seines Hotelgeschäfts in China. Der Konzern will die Zahl seiner Häuser in den kommenden fünf bis sechs Jahren auf 1.600 erhöhen und setzt dabei auf neue Luxusprojekte sowie den Ausbau bestehender Partnerschaften.

Der deutsche Hotelinvestmentmarkt hat im ersten Halbjahr 2026 nach Angaben von Colliers ein Transaktionsvolumen von rund 625 Millionen Euro erreicht. Investoren richten ihren Blick dabei zunehmend auf die Qualität der Betreiber und die Ausgestaltung der Vertragsstrukturen.

Townscape hat die Baugenehmigung für ein Serviced-Apartment-Projekt in Berlin-Kreuzberg erhalten. Die numa group steht bereits als Mieter fest. Geplant sind 114 Serviced Apartments sowie Gewerbe- und Co-Working-Flächen. Die Fertigstellung ist für das dritte Quartal 2027 vorgesehen.

Die geplante Übernahme der britisch-niederländischen Hotelgruppe PPHE Hotel Group durch die israelische Fattal Hotel Group ist gescheitert. Grund ist der Widerstand des größten PPHE-Aktionärs Euro Plaza Holdings. Das teilte PPHE im Rahmen seines laufenden strategischen Prüfprozesses mit.

Die Hotelmarke Ruby expandiert mit der Eröffnung des Ruby Frida nach Stockholm. Das neue Haus im Stadtteil Kungsholmen setzt auf ein von den 1960er Jahren inspiriertes Designkonzept.

Deutschlands Beherbergungsbetriebe haben im Mai 2026 insgesamt 49,2 Millionen Übernachtungen verbucht. Der Zuwachs von 3,8 Prozent wurde von Gästen aus dem Inland getragen, während die Auslandsnachfrage leicht zurückging.

Düsseldorf weist einer Analyse von Listflix zufolge unter deutschen Städten ab 300.000 Einwohnern die höchste Dichte an Beherbergungsbetrieben auf. In der Gruppe von 100.000 bis unter 300.000 Einwohnern liegt Heidelberg vorn.

Riadh Ben Ali aus dem Kastens Hotel Luisenhof wurde als erster Concierge in Hannover in die Vereinigung Les Clefs d'Or aufgenommen. Die internationale Organisation zeichnet damit die Fachkompetenz des Hotelmitarbeiters aus.

Die Hotelgruppe Ensana Hotels eröffnet mit dem Sairme South ihren ersten Standort in Georgien. Das neue Haus im Kaukasus legt einen Schwerpunkt auf medizinische Wellness-Anwendungen.

Die Fattal Hotel Group hat mit dem Erwerb des The Blakely Hotel in New York erstmals ein Objekt in den USA übernommen. Nach einer geplanten Sanierung ist die Wiedereröffnung für Mitte 2027 vorgesehen.