Fünf Ideen für das Hotel der Zukunft

| Hotellerie Hotellerie

Im Zuge der Corona-Pandemie hat sich seit Juni eine Gruppe von 325 Führungskräften aus der Hotelbranche über die Hotellerie der Zukunft Gedanken gemacht. Initiator ist die The Gettys Group, ein in Chicago ansässiges Design-, Entwicklungs- und Beratungsunternehmen. Die Ideenwerkstatt mit dem Namen The Hotel of Tomorrow Project, dem Designer, Betreiber und Eigentümer unter anderem von Four Seasons, Hilton, IHG und Marriott angehören, hat nun seine Ergebnisse veröffentlicht. 

"Die COVID-Krise hat Fragen aufgeworfen, die Hotels allein nicht beantworten können", sagte Ron Swidler, Chief Innovation Officer der Gettys Group. "Wir mussten über Raum- und Luftreinigungssysteme hinaus denken und langfristige Lösungen entwickeln, die Gesundheit, Sicherheit, Hygiene, Technologie, Ästhetik und Umweltbelange berücksichtigen."

Das Bett der Zukunft
 

Der Schlaf der Gäste bekam dabei die größte Aufmerksamkeit. So wurde eine optimierte Schlafplattform entwickelt. Spezielle Gewebe regulieren die Betttemperatur und wirken als Filter zur Verbesserung der Luftqualität. Eine Reihe von Smartphone-Anwendungen ermöglichen es den Gästen, Beleuchtung, Temperatur und Luftfeuchtigkeit zu steuern, Hintergrundgeräusche einzustellen, die Festigkeit der Matratze zu regulieren und Zugang zu Bewegungs- und Meditationsprogrammen zu erhalten.

Draußen ist drinnen

Das nächste Kozept nennt sich "Outside In, Inside Out". Bei der Neugestaltung öffentlicher Bereiche bezieht dieses Konzept Aspekte der Gestaltung von Außenbereichen in Innenräume wie Lobbys, Besprechungsräume und Ballsäle mit ein. Es fokussiert sich auf Beleuchtung, Luftqualität, Geräusche und Gerüche. Umfangreiche Pflanzen-Installationen sowie naturgetreue Videobilder sollen eine beruhigende Umgebung schaffen, die Kreativität anregen und die Produktivität steigern kann.

Transport

Dieses selbstfahrende Fahrzeug bietet Platz für bis zu vier Personen. Komplett mit KI-gestützter digitaler Assistenz sind auch verschiedene Unterhaltungsoptionen über Sprachbefehle und Touchscreens verfügbar. Es ist sowohl zum Schlafen als auch für den Transport zwischen Partnerhotels konzipiert, in denen die Gäste den vollen Service einer Marke genießen können.

Digitale Erkennung

Der sogenannte "Journey Pebble" soll zur Kommunikation beitragen und mehr sein als nur ein Smartphone. Es ist ein digitales, verschlüsseltes Gerät, das die Vorlieben des Gastes mit dem Hotel teilt und Vorschläge an den Gast übermitteln kann. Mithilfe dieser Daten kann das Hotelpersonal nicht nur die Erwartungen des Gastes erfüllen, sondern auch zusätzliche Dienstleistungen und Programme vorschlagen, die die von ihm angegebene Wunschliste ergänzen. Ein Klon des Journey Pebble wird zusammen mit denen der anderen Gäste hinter der Rezeption aufbewahrt, um über ein KI-Netzwerk zu interagieren und geeignete virtuelle oder persönliche Interaktionen zu fördern.

Einsatz von Robotern

Auch der Einsatz von Robotern soll stark ausgeweitet werden. Dazu könnten Roboter mit Wärme- und Kühleinheiten ausgestattet werden und den Gästen Speisen und Getränke im gesamten Gebäude liefern. Größere Versionen verfügen in diesem Konzept zudem über audiovisuelle Komponenten für Musik, Filme und Spiele. Und sie sprechen miteinander: Service-Drohnen kommunizieren zum Beispiel mit einem Barkeeper-Roboter, der von einem geschulten Mixologen überwacht wird.


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Das Hotel EdeR FriDA in Maria Alm schließt umfangreiche Erweiterungsmaßnahmen ab. Mit elf neuen Zimmern, innovativen Themenkategorien und großflächigen Erlebnisbereichen baut die Eder Collection ihr Angebot für Familien in den Alpen weiter aus.

In Halstenbek bei Hamburg soll auf einer langjährigen Brachfläche eine großdimensionierte Topgolf-Anlage samt Hotel mit 150 Zimmern entstehen. Der Investor Greenreb plant ein Projekt im zweistelligen Millionenbereich.

Der Hotelinvestmentmarkt erreicht laut JLL einen Wendepunkt: Ein starker Kreditmarkt und hohe Kapitalverfügbarkeit treiben das globale Transaktionsvolumen 2026 an. Besonders Luxusobjekte und der asiatische Markt stehen im Fokus der Investoren.

 

Die Hotel-Pipeline in Europa erreichte Ende 2025 neue Höchststände. Besonders Projekte in der frühen Planungsphase sowie im Luxussegment verzeichneten Rekordwerte, wobei Deutschland nach dem Vereinigten Königreich den zweitgrößten Markt für Hotelentwicklungen darstellte.

Hilton hat die Ergebnisse für das vierte Quartal sowie das gesamte Geschäftsjahr 2025 veröffentlicht. Während der Erlös pro verfügbarem Zimmer ein geringes Wachstum verzeichnete, meldet das Unternehmen einen Höchststand bei den projektierten Hotelzimmern.

Eine aktuelle Studie von SiteMinder belegt die wachsende Bedeutung inländischer Gäste für den deutschen Hotelmarkt. Sinkende Stornoquoten und eine Verschiebung der Buchungen in die Nebenmonate sorgen für mehr Planungssicherheit und eine stabilere Auslastung.

Die Ruby Group setzt ihr Wachstum auf dem italienischen Markt fort. Nach Standorten in Florenz und Rom hat das Unternehmen nun das erste Hotelprojekt in Mailand unterzeichnet.

Das bisher auf Ferienhäuser spezialisierte Unternehmen Belvilla vollzieht den Markteintritt in die europäische Hotellerie. Mit der Übernahme von drei Standorten in Deutschland weitet die Tochtergesellschaft von OYO Vacation Homes ihr Portfolio auf das Beherbergungswesen aus.

Die Hamburger Immobilienlandschaft könnte vor einer markanten Transaktion im Luxussegment der Hotellerie stehen. Nach Informationen des Hamburger Abendblatts wird die Immobilie des Steigenberger Hotel Hamburg derzeit am Markt angeboten.

Die irische Marke The Dean expandiert nach Deutschland und eröffnet in Berlin ihr erstes Haus außerhalb Irlands. Das Designhotel in einem historischen Gebäude setzt auf eine Kombination aus Kunst, markantem Interieur und einem integrierten Gastronomiekonzept.