Die Stichting Hotel Claims Alliance (SHCA) hat nach eigenen Angaben mehrere gerichtliche Maßnahmen zur Beweissicherung im Zusammenhang mit der europaweiten Sammelklage gegen Booking.com eingeleitet. Unterstützt wird die Klage unter anderem vom Hotelverband Deutschland (IHA), dem europäischen Dachverband HOTREC sowie weiteren Hotelverbänden.
Wie die SHCA mitteilt, erteilte das Bezirksgericht Amsterdam am 1. Mai 2026 die Genehmigung, unter anderem historische Rechnungen zu sichern, die Booking.com vor 2018 an Hotels in Europa ausgestellt hatte. Am 4. Mai 2026 habe ein Gerichtsvollzieher gemeinsam mit IT-Spezialisten mit der Vollstreckung in der Unternehmenszentrale von Booking.com in Amsterdam begonnen.
SHCA beantragt Offenlegung historischer Rechnungsdaten
Nach Angaben der SHCA wurde beim Bezirksgericht Amsterdam zusätzlich die Offenlegung weiterer Daten und Informationen beantragt. Zudem sollen Führungskräfte von Booking.com im Rahmen einer vorläufigen Zeugenvernehmung erläutern, weshalb Hotels der Zugriff auf bestimmte Unterlagen verwehrt worden sei.
Hintergrund ist eine europaweite Sammelklage auf Schadenersatz gegen Booking.com. Laut Mitteilung wurde das erste Hauptverfahren am 31. Januar 2026 eingeleitet und am 6. Mai 2026 offiziell beim Bezirksgericht Amsterdam eingereicht. Nach Angaben der SHCA beteiligen sich mehr als 15.000 Hotels aus Europa an dem Verfahren.
Die Kläger verlangen demnach eine Entschädigung für finanzielle Schäden, die nach ihrer Darstellung durch wettbewerbswidrige Bestpreisklauseln und überhöhte Provisionen entstanden seien.













