Gläubiger unterstützen Insolvenzplan der Success Hotel Management GmbH

| Hotellerie Hotellerie

Das Amtsgericht Stuttgart hat am 23. Juni 2022 den von Menold Bezler vorgelegten Insolvenzplan zur Sanierung der Success Hotel Management GmbH bestätigt. Zwischenzeitlich ist die Bestätigung des Insolvenzplans rechtskräftig. Wesentliche Voraussetzung dafür war die bereits am 20. Mai 2022 erfolgte Zustimmung der Gläubigerversammlung ohne Gegenstimmen.

Die mehr als 1.000 Gläubiger erhalten auf ihre Forderungen eine unmittelbare Quote in Höhe von rund 11 Prozent. Nach Auflösung von Rückstellungen kann sich die Quote auf bis zu 23 Prozent erhöhen. Neben der Entschuldung der Success Hotel Management GmbH ist die Übernahme der Gesellschaft durch die HR-Gruppe um den Alleingesellschafter Ruslan Husry zentraler Baustein des Insolvenzplans. 

Durch diese Maßnahmen bleiben alle rund 550 Arbeitsplätze erhalten. Auch bereits angelaufene Projekte können mit Unterstützung des neuen Investors fortgeführt werden. Während des Insolvenzverfahrens gelang es zudem, das Portfolio des Betreibers von 25 auf 22 Hotels zu optimieren. Mit fünf Monaten war die Verfahrensdauer zwischen Stellung des Insolvenzantrags und Zustimmung der Gläubiger zum Insolvenzplan außergewöhnlich kurz. Das Verfahren wird in Kürze aufgehoben.

Nach Eröffnung des Insolvenzverfahrens am 1. April 2022 führten die Geschäftsführer Michael Friedrich und Stefan Kienle und der Sanierungsbevollmächtigte (CRO) Dr. Sebastian Mielke in Abstimmung mit dem Sachwalter Dr. Philipp Grub und RIAL Consulting den Geschäftsbetrieb fort. 

Menold Bezler beriet die Geschäftsführung während des gesamten Sanierungsprozesses rechtlich und steuerlich, arbeitete den Insolvenzplan aus und begleitete die Verhandlungen mit den Gläubigern und Investoren. 


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Die niederländische Hotelkette Fletcher Hotels setzt den Expansionskurs in Deutschland fort und übernimmt mit dem ehemaligen Romantik Berghotel Astenkrone den zweiten deutschen Betrieb innerhalb einer Woche.

Das Hotel Ensana Fürstenhof in Bad Griesbach wird nach einer Modernisierung im Spätsommer wiedereröffnet. Der europäische Spa-Anbieter bringt damit sein gesundheitstouristisches Konzept mit Thermal-Infrastruktur erstmals nach Deutschland.

Marriott International und Blacksand haben ein Abkommen über den Bau von zehn Hotels mit über 1.300 Zimmern in Saudi-Arabien unterzeichnet. Die Projekte sollen bis 2030 realisiert werden und über 6.000 neue Arbeitsplätze schaffen.

Premier Inn hat die Eröffnung eines neuen Hotels in Bremerhaven bekanntgegeben. Mit dem Standort an der Wesermündung wächst das Unternehmen nach eigenen Angaben auf 73 Hotels in Deutschland. Das neue Haus befindet sich direkt am Deich zwischen Hafen und Innenstadt und umfasst 115 Zimmer auf sieben Etagen.

Bislang war nur bekannt, dass Motel One zu den Hotelgruppen zählt, die an Teilen des Revo-Hospitality-Portfolios Interesse zeigen. Nun nennt eine Wettbewerbsbehörde weitere konkrete Standorte. Demnach will die Hotelgruppe Häuser in Deutschland, Österreich, Polen und Ungarn übernehmen.

Ein laufendes Fusionskontrollverfahren des Bundeskartellamts macht erstmals einen Interessenten aus dem Investorenprozess der Revo Hospitality Group öffentlich. Motel One plant demnach die Übernahme von zehn Hotels in Deutschland.

Mandarin Oriental hat an der Südwestküste Mallorcas das neue Resort Mandarin Oriental Punta Negra eröffnet. Die Anlage in Calvià verfügt über 131 Zimmer sowie umfangreiche Wellness- und Gastronomieangebote.

Das Hotel Dein Engel in Oberstaufen plant mit dem Projekt „Engels Ursprung“ eine umfangreiche Erweiterung. Vorgesehen sind unter anderem neue Wasser- und Freizeitbereiche, zusätzliche Gastronomieflächen sowie ein Veranstaltungsraum. Das Hotel beziffert die Investitionen auf einen hohen zweistelligen Millionenbetrag.

Das Dorint Hotel An der Messe Köln feiert sein 25-jähriges Bestehen mit einer internen Jubiläumsfeier für die Belegschaft. Die Unternehmensleitung hebt dabei die wirtschaftliche Bedeutung des Standorts innerhalb der Hotelgruppe hervor.

Hyatt kündigt drei neue Hotelprojekte in Rom und auf Sizilien mit insgesamt 428 Zimmern an. Damit führt das Unternehmen zwei neue Marken auf dem italienischen Markt ein und reagiert auf die prognostizierten Wachstumswerte im europäischen Tourismus.