Google KI stellt Hotelsuche auf den Kopf – Chancen und Gefahren für Gastgeber

| Hotellerie Hotellerie

Die Art und Weise, wie Reisende Hotels finden und buchen, steht vor einem fundamentalen Wandel. Mit dem neuen „KI-Modus“ in der Google-Suche, der auf dem Gemini-Sprachmodell basiert, verabschiedet sich der Konzern von klassischen Linklisten – zugunsten personalisierter, dialogorientierter Antworten. Innerhalb der nächsten zwölf Monate dürfte diese Funktion zum Standard werden. Für Hoteliers bedeutet das: Nur wer erwähnt wird, wird gefunden.

[Der Text wurde komplett mit Künstlicher Intelligenz erstellt (ChatGPT & Gemini)]

Die KI als persönlicher Reiseberater: Von Klicks zu Empfehlungen

Früher war das Ziel, in den Suchergebnissen weit oben zu erscheinen. Jetzt entscheidet die Künstliche Intelligenz selbst, welche Hotels sie empfiehlt – basierend auf Qualität, Relevanz und Vertrauenswürdigkeit der verfügbaren Informationen. Statt zehn Links auf der Suchseite gibt es künftig eine einzige, kuratierte Antwort – mit Hotelnamen, Bewertungen, Bildern, Preisen, verfügbaren Zimmerkategorien und sogar individuellen Tipps.

Beispiel: Ein Nutzer fragt: „Was ist das beste familienfreundliche Wellnesshotel im Bayerischen Wald mit großem Spa, veganem Frühstück und Aktivitäten für Kinder?“
Die KI antwortet in Sekunden – ohne dass der Nutzer eine Website besuchen muss. „Erwähnung ersetzt Sichtbarkeit – Empfehlungen sind die neuen Klicks.“

Hochwertiger Content entscheidet: Von Fakten zu Erlebnissen

Damit ein Hotel in solchen Antworten auftaucht, braucht es mehr als SEO:

  • Detaillierte Beschreibungen von Zimmern, Spa-Bereichen, Gastronomie und Aktivitäten
  • Authentische Einblicke, z. B. durch Fotos vom Team, Gästeberichte, Behind-the-Scenes-Videos
  • Aktuelle Inhalte, idealerweise strukturiert (z. B. über Schema.org), damit die KI sie verstehen kann
  • Kontext statt Keywords – Inhalte müssen wie echte Antworten formuliert sein

Beispiel: Ein Hotel in Südtirol veröffentlichte regelmäßig Saisonbeiträge mit Rezepten, Geschichten zur Region und Videorundgängen. Seitdem wird es bei KI-Suchen zu Themen wie „Genussurlaub mit Kindern in den Alpen“ häufiger genannt.

GEO statt SEO: Neue Spielregeln in der Sichtbarkeit

Die klassische Suchmaschinenoptimierung (SEO) verliert an Bedeutung. Entscheidend wird GEO – Generative Engine Optimization:

  • Natürlich formulierte Inhalte für sprachbasierte Suchanfragen („Wo kann man mit Hund übernachten?“)
  • Strukturierte Daten (z. B. Lage, Preise, Verfügbarkeiten, Nachhaltigkeitslabels, Barrierefreiheit)
  • Reputation im Griff: Bewertungen auf Google, Tripadvisor, HolidayCheck & Co. aktiv managen
  • Integration ermöglichen: Reservierungssysteme und Websites sollten KI-fähig angebunden sein

Vorteile: Personalisierung, Reichweite und neue Gästeprofile

Die KI kann vollständige Reiserouten erstellen und individuelle Bedürfnisse berücksichtigen:

Beispiel: „Ich reise eine Woche durch Griechenland, möchte unter 120 € pro Nacht bleiben, auf einer Insel wohnen und antike Stätten besuchen.“ Die KI erstellt eine Route – mit konkreten Hotels, Bewertungen, Verfügbarkeiten, Lage auf Google Maps und Ausflugstipps.

Wer seine Informationen klar, ansprechend und aktuell hält, wird häufiger vorgeschlagen – auch bei komplexen Anfragen. Das ist eine Chance, neue Zielgruppen zu erreichen.


Risiken: Abhängigkeit, Kontrollverlust, schwindender Direktvertrieb

Die Kehrseite der neuen Technologie:

  • Weniger Website-Traffic: Wenn alles in der KI-Antwort steht, sinkt die Notwendigkeit, die Hotelseite zu besuchen
  • Weniger Kontrolle über die Darstellung: KI fasst Inhalte zusammen – manchmal unvollständig oder ungewollt verkürzt
  • Stärkere Abhängigkeit von Google: Die genauen Auswahlkriterien bleiben intransparent
  • Vorteile für große Player: OTAs und Ketten verfügen über mehr strukturierte Daten und stärkere Online-Präsenz

Hinzu kommt: Wer nicht rechtzeitig investiert, verliert Sichtbarkeit. Spätestens mit Projekten wie „Google Mariner“ (Buchungen direkt über die KI) droht ein erneuter Kontrollverlust im Vertrieb.

Die neue Sichtbarkeit beginnt jetzt

Der neue KI-Modus ist kein Hype, sondern eine strukturelle Veränderung der Hotelsuche. Die Frage lautet nicht mehr: „Wie komme ich auf Platz 1 bei Google?“ Sondern: „Wie schaffe ich es, von der KI empfohlen zu werden?“

Wer sich jetzt vorbereitet, profitiert:

  • mit hochwertigem, KI-gerechtem Content,
  • mit gezielter GEO-Strategie,
  • mit technischer Offenheit für Buchungsschnittstellen und Reputationssysteme.

Wer erwähnt wird, wird gebucht. Wer schweigt, verschwindet.

Googles Spagat: Innovation mit Risiko

So überzeugend der neue KI-Modus für Nutzer erscheint – für Google selbst ist er ein Drahtseilakt. Das klassische Geschäftsmodell basiert auf bezahlten Anzeigen (Google Ads), die pro Klick vergütet werden. Wenn jedoch Nutzer künftig direkt mit der KI interagieren und keine Suchergebnisse mehr anklicken, drohen massive Umsatzverluste.

Weniger Klicks bedeuten weniger Anzeigenumsatz – und weniger Kontrolle für Werbetreibende.

Die Integration von Werbung in KI-Antworten („sponsored recommendations“) ist zwar angedacht, aber weder etabliert noch transparent. Für Hotels bedeutet das: Die Investition in Sichtbarkeit wird unvorhersehbarer – gerade für kleinere Betriebe ohne große Marketingbudgets.

Gleichzeitig bleibt Google unter Innovationsdruck. Der Wettbewerb mit OpenAI, Amazon, Perplexity oder Apple zwingt den Konzern, sich selbst zu transformieren – auch auf die Gefahr hin, das eigene Kerngeschäft zu kannibalisieren.


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Das Aus für das Congress Hotel gleicht einem Stich ins Herz von Chemnitz. Deswegen treibt die Sorge um die Zukunft des früheren Interhotels nicht nur die Beschäftigten um. Wie kann es weitergehen?

Mit dem Aethos Club Palma eröffnet ein neuer Member-Bereich in einem restaurierten Stadthaus in der Inselhauptstadt. Das Konzept kombiniert Arbeitsbereiche, Wellness-Angebote und kulturelle Events und ist Teil einer europaweiten Expansionsstrategie der Marke.

Der neue Trendreport von Hilton beleuchtet den Wandel in der Veranstaltungsbranche. Im Mittelpunkt stehen der Wunsch der Teilnehmer nach authentischen Begegnungen, die wachsende Bedeutung von Erholungspausen im Programm und die gezielte Nutzung von Technologie.

Wie wandelt sich die Hotellerie digital? Ein neuer Bericht des Tourismusinstitut der HES-SO Valais-Wallis analysiert die Entwicklung von fast 400 Hotels zwischen 2000 und 2025 im Schweizer Kanton. Die Daten liefern allen Tourismusakteuren wertvolle Erkenntnisse für den Sprung von der reinen Online-Präsenz zur qualitativen Optimierung.

Hotel-Pionier Ian Schrager und Highgate bündeln ihre Kräfte für die weltweite Expansion der Marke Public. Der frisch mit dem SevenRooms Icon Award ausgezeichnete Visionär behält die kreative Leitung, während Highgate den Betrieb übernimmt, um das Konzept „Luxus für alle“ global zu skalieren.

Das Parkhotel Quellenhof in Aachen schließt eine weitere Etappe seiner Revitalisierung ab. Mit Investitionen von knapp zwei Millionen Euro wurden 98 Zimmer modernisiert und die Technik des Grand Hotels auf den neuesten Stand gebracht. Damit steigen die Gesamtinvestitionen seit 2020 auf über zehn Millionen Euro.

Mehrere Medien berichten übereinstimmend über den Verkauf des Hotel Excelsior in der Münchner Innenstadt. Die Hoteliersfamilie Geisel veräußert das traditionsreiche Vier-Sterne-Haus nach 88 Jahren im Familienbesitz an den US-Investor Blackrock Real Estate.

Umfassender Umbau in Sulden: Das Hotel Die Post am Ortler präsentiert sich nach einjähriger Bauzeit mit neuem Design, erweiterten Luxussuiten und einer 4.200 Quadratmeter großen Wellnesslandschaft direkt am Fuße von Südtirols höchstem Gipfel.

Das Wiener Palais Coburg erfindet sich neu: Bis Sommer 2026 wandelt sich das Luxushotel in ein exklusives privates Gästehaus mit nur 36 Suiten. Während die Renovierung läuft, bleiben die Sternegastronomie und das berühmte Weinarchiv weiterhin für Gäste geöffnet.

Der Schweizer Hotelinvestmentmarkt erreicht mit 428 Millionen Euro ein Rekordniveau. Eine aktuelle Analyse von Christie & Co zeigt, wie Luxus-Transaktionen und die Rückkehr institutioneller Investoren den Standort Schweiz als stabilen Hafen für Kapital festigen, während die Alpenregion bei den Zimmerpreisen neue Höchstwerte erzielt.