Großbrand im Luxushotel Klosterbräu in Seefeld 

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Nach einem Großbrand im Hotel Klosterbräu in Seefeld ist laut Feuerwehr am Dienstagvormittag „Brand aus“ gegeben worden. Seit etwa 9.00 Uhr gelten die Flammen als gelöscht, wie die Einsatzkräfte mitteilen. Sieben Personen wurden bei dem Feuer leicht verletzt, der entstandene Schaden wird als erheblich beschrieben.

[Hier Bericht der Feuerwehr mit weiteren Bildern.]

Feuerwehr meldet Brandende nach stundenlangen Löscharbeiten

Wie der zuständige Bezirksfeuerwehrkommandant Thomas Reiner mitteilte, konnten die Löscharbeiten nach mehreren Stunden beendet werden. Das Gebäude wurde am Dienstagfrüh gesperrt. „Wir müssen erst einen Statiker kommen lassen, der die Situation beurteilt. Aktuell gibt es aber keinen Zutritt zum Gebäude“, sagte Reiner laut Mitteilung.

Durch den Einsatz der Feuerwehr sei ein Übergreifen der Flammen verhindert worden. „Wir konnten die Nachbargebäude sowie die Pfarrkirche schützen“, erklärte Reiner.

Rund 250 Einsatzkräfte in der Nacht im Einsatz

Auf dem Höhepunkt der Löscharbeiten waren laut Angaben der Einsatzkräfte etwa 250 Feuerwehrleute vor Ort. Insgesamt standen nach Angaben der Feuerwehr in der Nacht rund 400 Einsatzkräfte aus 32 Feuerwehren im Einsatz. Der Brand hatte sich im Dachbereich des Gebäudes rasch ausgebreitet und erforderte umfangreiche Nachalarmierungen.

Die Brandbekämpfung gestaltete sich laut Feuerwehr aufgrund der Bauweise und der eingeschränkten Zugänglichkeit als schwierig. Um Glutnester zu erreichen, mussten Teile der Dachkonstruktion geöffnet und abgetragen werden. Auch Photovoltaikanlagen auf dem Dach hätten die Arbeiten erschwert, da sie teilweise demontiert werden mussten.

Sieben Verletzte und Evakuierung von rund 150 Gästen

Nach Angaben der Behörden wurden sieben Personen medizinisch versorgt, mussten jedoch nicht ins Krankenhaus eingeliefert werden. Zwei benachbarte Hotels wurden vorsorglich evakuiert. Betroffen waren laut Bürgermeisterin Andrea Neuner rund 150 Gäste.

Die Evakuierung sei organisiert erfolgt. Die Gäste wurden zunächst in eine Halle gebracht und dort betreut. „Nach spätestens zwei Stunden“ seien sie in andere Unterkünfte verlegt worden, sagte Neuner laut Mitteilung.

Brand brach im Dachstuhl des Hotels am Montagabend aus

Das Feuer war nach Angaben der Feuerwehr am Montagabend gegen 19.05 Uhr im Dachstuhl des Hotels ausgebrochen. Zu diesem Zeitpunkt war der Betrieb geschlossen, es fanden Bauarbeiten statt. Ob ein Zusammenhang zwischen den Arbeiten und dem Brand besteht, ist laut Behörden derzeit offen. Ermittlungen zur Brandursache wurden eingeleitet.

Während der Nacht wurde die Brandbekämpfung fortgesetzt. Zur Unterstützung kamen unter anderem Drehleitern, ein Kranfahrzeug sowie Drohnen mit Wärmebildkameras zum Einsatz, wie die Feuerwehr mitteilte.

Hotel bedankt sich öffentlich und bestätigt Wohlbefinden aller Beteiligten

Das Hotel Klosterbräu äußerte sich nach dem Brand auf seiner Internetseite. „Liebe Klosterbräu-Familie, von Herzen danken wir ALLEN für die zahlreichen Nachrichten und die außerordentliche Hilfsbereitschaft. Wir versichern euch, dass es uns allen gut geht“, heißt es in der Mitteilung des Unternehmens.

Zugleich dankte das Hotel den Einsatzkräften. „Ein ganz besonderer Dank gilt allen Einsatzkräften, die mit großem Mut, unermüdlichem Einsatz und viel Herz dafür gekämpft haben, dass der größte Teil des Hotel Klosterbräu gerettet werden konnte.“

Weiter teilte das Unternehmen mit: „Sobald wir mehr wissen, melden wir uns selbstverständlich wieder bei euch.“

AT-Alert ausgelöst und später wieder aufgehoben

Wegen der starken Rauchentwicklung wurde am Montagabend im Raum Seefeld ein AT-Alert ausgelöst. Die Bevölkerung wurde aufgefordert, Fenster und Türen geschlossen zu halten und das Ortszentrum zu meiden. Laut Angaben des Landes Tirol wurde die Warnung am Dienstagfrüh wieder aufgehoben, nachdem keine wesentliche Rauchentwicklung mehr festgestellt worden sei.

Bürgermeisterin spricht von „unvorstellbarem“ Schaden am Gebäude

Zur Höhe des Schadens liegen bislang keine genauen Zahlen vor. Bürgermeisterin Andrea Neuner erklärte laut Mitteilung: „So wie es jetzt ausschaut, ist alles zerstört. Der Schaden ist unvorstellbar.“ Betroffen sei insbesondere das Hauptgebäude im Bereich der Rezeption.

Auch angrenzende Gebäude wurden gesichert. Gegenstände aus der benachbarten Kirche seien vorsorglich in Sicherheit gebracht worden, so Neuner.


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