Gutachten zu Hoteleinsturz in Kröv erst 2025

| Hotellerie Hotellerie

Das Gutachten zum Hoteleinsturz in Kröv mit zwei Toten vor rund vier Monaten wird erst im nächsten Jahr vorliegen. «Aufgrund der Komplexität des Schadensereignisses» werde die Erstattung des Gutachtens nach Einschätzung des Sachverständigenbüros «voraussichtlich noch bis Ende März 2025 andauern», teilte der Leitende Oberstaatsanwalt Peter Fritzen in Trier der Deutschen Presse-Agentur mit.

Derzeit fänden noch Prüfungen vor Ort von gesicherten Materialien statt. Auch sei die statistische Berechnung nicht abgeschlossen. «Das Verfahren wird nach wie vor als Todesermittlungsverfahren geführt», sagte Fritzen. Die Frage, ob ein strafrechtlich relevantes Verhalten in Betracht komme, werde sich voraussichtlich erst nach Erstattung des Gutachtens klären lassen.

In dem Hotel war am 6. August spätabends ein komplettes Stockwerk in sich zusammengebrochen. Eine 64-jährige Frau und der 59 Jahre alte Hotelbetreiber starben. Sieben weitere Menschen waren über Stunden in den Trümmern gefangen. Bei der 24-stündigen Rettungsaktion waren rund 250 Einsatzkräfte dabei. Nach dem Einsturz folgten wochenlange Abrissarbeiten. 

In Kröv wartet man auf das Gutachten

Auch vier Monate danach beschäftigt das Unglück viele Menschen in Kröv, sagte Ortsbürgermeisterin Desire Beth (CDU). Der Hoteleinsturz sei immer wieder Thema in Gesprächen. Der Einsturzort sei weiterhin abgesperrt, dort verändere sich nicht mehr viel. «Alle warten auf die Fertigstellung des Gutachtens», sagte Beth. 

In dem 2300-Einwohner-Ort werde es «mit Sicherheit ein Ort der Erinnerung geben», sagte Beth. Wie dieser aussehen werde, sei noch unklar. Touristen seien auch nach dem Unglück in den beliebten Urlaubsort Kröv gekommen. «Wir haben ein Traditionshaus verloren, nicht aber die Schönheit der Moselregion mit traumhaften Moselschleifen, Steilhängen und tollem Wein.» (dpa)


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Das Hotel Kronelamm in Bad Teinach-Zavelstein plant bis Dezember 2026 einen umfangreichen Um- und Neubau. Vorgesehen sind 29 neue Zimmer und Suiten, ein erweiterter Wellnessbereich, Veränderungen am Gourmetrestaurant und neue betriebliche Bereiche.

Scandic will 2027 ein drittes Hotel in Frankfurt am Main eröffnen. Die bestehende Immobilie nahe der Messe, das frühere von Revo geführte Mövenpick-Hotel, soll modernisiert werden und künftig 296 Zimmer sowie rund 500 Quadratmeter Veranstaltungsfläche bieten.

Eine Untersuchung von ABCD Agency und ContentGuard.me kommt zu dem Ergebnis, dass knapp jedes fünfte Hotelfoto auf Buchungsplattformen Hinweise auf KI-Bearbeitung zeigt. Besonders hohe Verdachtsquoten wurden in Hamburg und Berlin festgestellt. Hotels und Restaurants sollten jetzt handeln.

Die Marke Hilton Hotels & Resorts eröffnet mit dem Hilton Chania Old Town Resort & Spa ein neues Haus auf Kreta. Das Stadtresort verfügt über 85 Zimmer und ist auf einen Ganzjahresbetrieb ausgelegt.

Die DSR Hotel Holding hat das Henri Hotel Garmisch-Partenkirchen im ehemaligen Reindl’s Partenkirchner Hof offiziell eröffnet. Das neue Boutique-Hotel verfügt über 69 Zimmer und nutzt künftig personelle Synergien mit dem benachbarten aja Resort.

Der Nürnberger Schindlerhof hat in Paris den Hospitality Icon 2026 in der Kategorie „Employee Experience & Satisfaction“ erhalten. Nach Angaben des Unternehmens würdigte die Jury insbesondere die Mitarbeiterkultur und die Transparenz im Betrieb.

Mariana Santelli wurde vom Hotelkompetenzzentrum zur „Housekeeping Managerin“ des Jahres 2026 gekürt. Im Gespräch mit der IST-Hochschule erläutert sie unter anderem, vor welchen neuen Herausforderungen das moderne Housekeeping heute steht.

Der deutsche Hotelinvestmentmarkt verzeichnete im ersten Halbjahr 2026 einen Umsatzrückgang von 45 Prozent auf 572 Millionen Euro. Während klassische Hotels den Markt dominierten, legten Serviced Apartments deutlich zu.

1912 Hotels übernimmt den Betrieb des Hotel Steffisalp in Warth am Arlberg und kündigt Investitionen sowie eine Neupositionierung an. Die Wiedereröffnung des Hauses mit 56 Zimmern und Suiten ist für Dezember 2026 geplant.

Novum Hospitality weist gegenüber Tageskarte die Behauptung zurück, personelle Maßnahmen hätten der Verhinderung einer Betriebsratsgründung gedient. Zuvor hatte Tageskarte über einen SWR-Bericht zu Kündigungen in zwei Mainzer Hotels berichtet.