Hacker klauen Daten von über 124.000 Hotelgästen

| Hotellerie Hotellerie

Hacker haben Daten vom Server des der Accor-Tochter FastBooking geklaut. Während der E-Commerce-Dienstleister FastBooking bislang zum gesamten Ausmaß des Angriffs schweigt, warnte eine Japanische Hotelkette fast 125.000 betroffene Gäste, so heise Online.

Wie Bleeping Computer berichtet stahlen die Eindringlinge Informationen wie Vor- und Nachnamen von Hotelgästes, Nationalität, Postanschrift, E-Mail-Adresse und Informationen zur Hotelbuchung (Name des Hotels, Check-in und Check-out). In einigen Fällen wurden laut Bleeping Computer auch Kreditkarteninformationen gestohlen.

Das französische Unternehmen hat an jedes betroffene Hotel eine E-Mail mit Informationen über die Anzahl der betroffenen Gäste. Bleeping Computer hat erfahren, dass FastBooking auch Vorlagen zur Verfügung stellt, die jedes Hotel nutzen kann, um Gäste über den Datenklau zu informieren, und um nationale Datenschutzbehörden zu informieren. 

In einer Pressemitteilung für den japanischen Markt sagte FastBooking demnach, der Vorfall habe 380 japanische Hotels allein betroffen. Auch das mehr als 1000 Zimmer umfassende Tokyo Dome Hotel veröffentlichte eine Warnung.

In seinen Social-Media-Kanälen hat das französische Unternehmen bislang nicht zu den Vorfällen Stellung bezogen. Auch auf der Internetseite von FastBooking gibt es keinerlei Hinweise auf den Datenklau. Die den Hotels zur Verfügung gestellten Dokumente sind online nur über Suchmaschinen auffindbar.

Auf eine Anfrage von heise Security reagierte FastBooking zunächst mit der Gegenfrage, welche Informationen dem Medium vorlägen. Später beteuerte eine Sprecherin gegenüber heise, dass die Server-Schwachstellen beseitigt worden seien; FastBooking habe zudem eine Beschwerde bei der French Information Technology Fraud Investigation Brigade (BEFTI) eingereicht.

Zurück

Vielleicht auch interessant

Die Hotelkooperation The Leading Hotels of the World stellt ihre Expansionsstrategie für das Jahr 2026 vor. Mit zahlreichen Neueröffnungen in Europa, Asien und den USA wächst das globale Portfolio weiter, darunter Projekte in Köln, Paris und Kyoto.

Die Revo Hospitality Group äußert sich nach Medienberichten zu dem Sanierungsprozess der Gesellschaft: Während rund 175 Hotels in Eigenverwaltung nach eigenen Angaben stabilisiert wurden, bestätigt das Unternehmen das Aus für Standorte in Frankfurt und Hannover.

Die Eröffnung des Motel One in Koblenz ist für den Spätsommer 2026 terminiert. Der Neubau in der Löhrstraße kombiniert 177 Zimmer mit einer öffentlichen Bar und einer Dachterrasse, die einen Panoramablick auf die Festung Ehrenbreitstein bietet.

Minor Hotels schließt das Jahr 2025 mit einer Gewinnsteigerung von 32 Prozent ab. Trotz weitreichender Renovierungen in den Hotels und globaler Unsicherheiten sorgten Kostendisziplin und eine starke Nachfrage in Europa und Asien für ein Rekordergebnis.

Das Werzers Seehotel Wallerwirt investiert 8,5 Millionen Euro in eine strategische Neupositionierung. Durch Modernisierungen und die Erweiterung des Wellnessangebots wandelt sich das Haus am Wörthersee bis April zu einem ganzjährig geöffneten Betrieb.

Der IHA präsentiert Handlungsempfehlungen zum neuen Kurzzeitvermietung-Datenaustausch-Gesetz. Das Gesetz soll für mehr Transparenz sorgen und Kommunen dabei unterstützen, Wohnraum zu schützen und faire Wettbewerbsbedingungen im Beherbergungssektor zu schaffen.

In den aktuellen Geschäftsberichten der globalen Hotelkonzerne taucht ein neuer, gewichtiger Risikofaktor auf. Die Unternehmen warnen vor den Auswirkungen Künstlicher Intelligenz auf die bisherigen Vertriebsstrukturen. Branchenexperten, wie Marco Nussbaum, sehen darin ein deutliches Signal für eine mögliche Verschiebung der Machtverhältnisse in der digitalen Distribution.

Das Hotel Steigenberger Camp de Mar auf Mallorca sieht sich mit wirtschaftlichen Konsequenzen durch Medienberichte über angebliche Verbindungen zum iranischen Finanzwesen konfrontiert. Das Hotel ist über einige große Plattformen derzeit nicht buchbar. Das Hotelmanagement betont die rechtliche Unabhängigkeit.

Die wirtschaftliche Krise bei der Revo Hospitality Group führt anscheinend aktuell zu Betriebseinstellungen in Deutschland. Wie verschiedene Medien übereinstimmend berichten, stehen nach der im Januar angemeldeten Insolvenz nun zwei Häuser fest, die derzeit nicht buchbar sind.

Hyatt Hotels schließt seine Transformation zum Asset-Light-Unternehmen ab und meldet für 2025 Erlöse von 7,1 Milliarden US-Dollar. Trotz eines bilanziellen Nettoverlusts durch den Konzernumbau übertrifft das operative Ergebnis im Luxussegment die Erwartungen, während die Rekord-Pipeline von 148.000 Zimmern den Wachstumskurs für 2026 sichert.