Hamburg erzielt Rekord bei Übernachtungen und Hotelauslastung

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Hamburg erzielt Rekord bei Übernachtungen und Hotelauslastung

Der Tourismusstandort Hamburg verzeichnete für das abgelaufene Jahr einen deutlichen Zuwachs bei den Übernachtungszahlen. Mit insgesamt 16,5 Millionen Übernachtungen stieg das Volumen im Vergleich zum Vorjahr um 2,1 Prozent, was einem absoluten Plus von 335.690 Buchungen entspricht. Damit behauptet die Hansestadt ihre Position im Wettbewerb der deutschen Metropolen und festigt ihre Rolle als bedeutender Wirtschaftsfaktor.

Höchste Zimmerbelegung im bundesweiten Vergleich

Im Vergleich der deutschen Großstädte erzielte Hamburg die höchste Auslastung im Beherbergungssektor. Die durchschnittliche Zimmerbelegung in den Hotels lag bei 77 Prozent und konnte damit das Vorjahresniveau erneut übertreffen. Auch im europäischen Kontext positioniert sich die Stadt mit diesen Werten in der Spitzengruppe der Reiseziele.

Wirtschaftssenatorin Dr. Melanie Leonhard bewertet die Bilanz positiv: „Hamburg kann für das Tourismusjahr 2025 eine positive Bilanz ziehen. Die Tourismusbranche setzt damit ein starkes Signal für den Wirtschaftsstandort, für sichere Arbeitsplätze und für die Attraktivität unserer Stadt. Entscheidend ist: Diese Entwicklung ist das Ergebnis eines funktionierenden Zusammenspiels aus kluger Stadtentwicklung, leistungsfähiger Infrastruktur, starken Unternehmen und einer Tourismusbranche, die in Hamburg partnerschaftlich an einem Strang zieht.“

Nachfrage aus dem Ausland mit unterschiedlicher Dynamik

Die internationale Nachfrage entwickelte sich im vergangenen Jahr differenziert. Während die Übernachtungszahlen aus Dänemark (381.430 Übernachtungen, plus 2,8 Prozent), der Schweiz (313.545 Übernachtungen, plus 2,5 Prozent) und Österreich (311.208 Übernachtungen, plus 5,5 Prozent) stiegen, gab es Rückgänge in anderen Märkten. Die Übernachtungen aus den USA sanken um 7,3 Prozent auf 246.378, und auch aus Großbritannien wurde ein Minus von 5,5 Prozent auf 248.424 Übernachtungen registriert.

Michael Otremba, Geschäftsführer der Hamburg Tourismus GmbH, sieht die Attraktivität der Stadt in ihrer Atmosphäre begründet: „Die Übernachtungszahlen stehen für Menschen, die eine besondere Beziehung zu Hamburg haben: Menschen, die diese Stadt mögen, weil sie sich hier frei fühlen, weil sie Wasser, Weite und Weltoffenheit spüren. Unser Anspruch bleibt ambitioniert: Eine Stadt, die für Einheimische lebenswert ist, ist automatisch auch für Gäste attraktiv. Nach diesem Prinzip werden wir den Tourismus weiter entwickeln.“

Millioneninvestitionen durch die Kultur- und Tourismustaxe

Ein zentrales Instrument der Tourismusfinanzierung bleibt die Kultur- und Tourismustaxe. Seit ihrer Einführung im Jahr 2014 wurden insgesamt 224,9 Millionen Euro eingenommen. Diese Mittel fließen zweckgebunden in die Förderung von Festivals, Sportveranstaltungen und Museen, wovon Einwohner und Gäste gleichermaßen profitieren. Im Jahr 2026 werden hiervon unter anderem das Reeperbahn Festival, die Tanztriennale sowie eine Doppelausstellung zu Lessing und Munch in der Hamburger Kunsthalle unterstützt.

Jubiläen und neue Attraktionen prägen das Jahr 2026

Für das laufende Jahr stehen mehrere Jubiläen und Neueröffnungen an, die zusätzliche Reiseanlässe schaffen. Das Miniatur Wunderland begeht sein 25-jähriges Bestehen und plant die Fertigstellung eines neuen Regenwald-Abschnitts. Gründer Frederik Braun dazu: „Dass wir einmal 26 Millionen Gäste aus aller Welt im Wunderland begrüßen würden, ist wahrlich eine Märchengeschichte. Und unsere Freude am Bauen ist ungebrochen – neben besonderen Aktionen zum 25-jährigen Jubiläum werden wir in diesem Jahr unseren riesigen Regenwald-Abschnitt fertigstellen.“

Zudem blickt die Reeperbahn auf eine 400-jährige Geschichte zurück, während die Elbphilharmonie ihre Kampagne zum zehnjährigen Bestehen startet. Im Bereich der Unterhaltung erweitern neue Produktionen wie „Zurück in die Zukunft“, „Der Teufel trägt Prada“ und „Moulin Rouge! Das Musical“ das Angebot. Mit dem UBS Digital Art Museum entsteht zudem auf 6.500 Quadratmetern ein neuer Ort für immersive Kunst, dessen Eröffnung noch für dieses Jahr geplant ist.

Wirtschaftlicher Austausch bei Kongressen und Fachmessen

Neben dem Freizeittourismus bilden Tagungen und Messen eine wesentliche Säule für den Standort. Im April findet die LogiNext Germany im CCH statt, die sich digitalen Innovationen in der Logistik widmet. Im Oktober folgen mit der Hydrogen Technology World Expo und der Carbon Capture Technology World Expo zwei Fachveranstaltungen zu industriellen Zukunftsfragen, welche die Bedeutung Hamburgs als Zentrum für technologische Transformation unterstreichen.


 

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