Hamburg: Neubau mit Hotel, Büros und Wohnungen am ehemaligen „kleinen Karstadt“

| Hotellerie Hotellerie

Foto: IMAGO / Martin Bertrand

Für das sogenannte „Thalia-Haus“ nahe der Mönckebergstraße in Hamburg sind neue Nutzungen vorgesehen. Geplant sind unter anderem ein Hotel, Büroflächen und Wohnungen. Das berichtet der Norddeutsche Rundfunk (NDR).

Das Gebäude in der Kleinen Rosenstraße, ein früherer Erweiterungsbau von Karstadt, steht seit mehreren Jahren leer. Die frühere Verbindung zum Karstadt-Haupthaus besteht bereits seit längerem nicht mehr.

Geplante Nutzungsmischung

Nach Angaben des NDR plant der Immobilienentwickler Cells Group auf dem rund 22.000 Quadratmeter großen Grundstück eine Kombination verschiedener Nutzungen.

Vorgesehen ist ein Fünf-Sterne-Hotel mit rund 150 Zimmern. Zudem sollen Büroflächen sowie Wohnungen entstehen. Auch Gastronomieangebote und eine Dachterrasse sind geplant.

Investor Norman Schaaf von der Cells Group sagte laut NDR: „Die Idee war, ein Gebäude zu errichten, das nicht ein reines Bürogebäude ist, was um 18 Uhr abends dunkel ist, sondern es kommt ein Hotel dazu.“

Wohnungen in den oberen Geschossen

Nach Angaben des Unternehmens sollen die oberen Etagen zur Rosenstraße für Wohnnutzung vorgesehen werden. Insgesamt könnten etwa 20 Wohnungen entstehen. Die Gesamtfläche der Wohnungen könne bis zu 1.700 Quadratmeter betragen.

Schaaf erklärte dazu laut NDR: „Die oberen drei Etagen zur Rosenstraße werden Wohnungen sein. Das war ausdrücklich der Wunsch der Stadt, dem ich gerne nachgekommen bin.“

Eigentümerwechsel und bisherige Entwicklung

Zuvor die inzwischen insolvente Signa-Gruppe das Gebäude erworben und Umbaupläne vorgestellt, die jedoch nicht umgesetzt wurden.

Im März 2025 wurde das Objekt nach Angaben des Unternehmens von der Cells Group für einen Investor aus Island übernommen.

Zeitplan und Genehmigung

Nach Angaben des Unternehmens wurde eine Bauvoranfrage eingereicht. Die Baugenehmigung werde bis Ende des Jahres erwartet.

Die Fertigstellung des Projekts ist nach Angaben des Unternehmens für das Jahr 2028 vorgesehen.

Das „Thalia-Haus“ liegt in zentraler Lage nahe der Mönckebergstraße und der Binnenalster. In dem Gebäude war früher unter anderem eine Haushaltswarenabteilung von Karstadt untergebracht. Im Umfeld wurde es auch als „kleines Karstadt“ bezeichnet. Wohnungen mit Fertigstellung bis 2028.


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Zwei Jahre nach Einleitung eines DMA-Verfahrens gegen Alphabet fordern Unternehmen ein entschlosseneres Vorgehen der EU-Kommission. Laut Mitteilung sei die Umsetzung der Vorgaben weiterhin nicht abgeschlossen.

Die Investorensuche für die insolvente Revo Hospitality Group stößt auf großes Interesse. Wie die WirtschaftsWoche berichtet, haben nach Angaben der Restrukturierer mehr als einhundert potenzielle Investoren Zugang zum Datenraum erhalten.

Das Hotel Sacher Wien feiert sein 150-jähriges Bestehen mit der Enthüllung zweier Skulpturen des Künstlers Erwin Wurm vor dem Haupteingang. Im Verlauf des Jahres sind weitere Jubiläumsaktionen geplant.

Die The Chocolate on the Pillow Group entwickelt in Potsdam ein neues Tribute Portfolio Hotel mit 145 Zimmern. Die Eröffnung des Objekts im historischen Zentrum ist für den Sommer 2026 vorgesehen.

Nach einem kalenderbedingt starken Februar verzeichnet die österreichische Hotellerie im März eine deutliche Buchungszurückhaltung. Strukturelle Verschiebungen zugunsten von Ferienwohnungen und hohe Betriebskosten belasten die Branche weiterhin massiv.

Six Senses zieht ein Jahr nach dem Start ihres Female Wellness Programms eine positive Bilanz. Das Angebot kombiniert medizinische Diagnostik mit Ernährungsstrategien und ist bereits an mehreren Standorten verfügbar.

Das Berliner Hotel Das Stue erweitert sein digitales Angebot durch den neuen Video-Podcast „Man wird doch wohl fragen dürfen“. In der ersten Folge spricht General Manager Zeèv Rosenberg mit dem Moderator Dominik Porschen über die Hintergründe des Hauses.

Hyatt hat die Unterzeichnung des Vertrags für das Hyatt Select Berlin Prenzlauer Berg bekanntgegeben. Bei dem Projekt handelt es sich um das erste Haus der Marke Hyatt Select außerhalb der USA seit der Markteinführung.

Mehrere Medien berichten über unterschiedliche Darstellungen eines Konflikts beim Mandarin Oriental Hotel in Wien. Im Raum stehen Forderungen in zweistelliger Millionenhöhe.

Übernachtungsgäste müssen in Saarbrücken ab dem 1. April eine Beherbergungssteuer zahlen. Wie die Landeshauptstadt mitteilte, beträgt sie 3,5 Prozent des Übernachtungspreises, einschließlich der Mehrwertsteuer.