Hilton ist das wertvollste Hotelunternehmen

| Hotellerie Hotellerie

Hilton hat seine Führungsrolle als wertvollste Hotel-Dachmarke der Welt ausgebaut, so der aktuelle Bericht (PDF) des Markenbewertungsunternehmens Brand Finance. Der Anstieg des Markenwerts wurde demnach hauptsächlich durch den starken Umsatzanstieg im vergangenen Jahr getragen.

Unterdessen erlitt Marriott einen Rückgang des Markenwerts. Marriott sah sich auf dem nordamerikanischen Markt mit mehreren Herausforderungen konfrontiert, von Hacking-Skandalen bis hin zu anhaltenden Problemen mit seinen Loyalitätsprogrammen. Gleichzeitig sank der kombinierte Wert der Marriott-Marken innerhalb des Brand Finance Hotels 50-Rankings um 30 Prozent.

„Hilton's strategischer Ansatz für das Markenwachstum hat es ermöglicht, seine führende Position als wertvollste Hotelmarke der Welt auszubauen. Gleichzeitig hat die Unterstützung durch die Flaggschiffmarke Vorteile für das gesamte Portfolio gebracht. Im Jubiläumsjahr ist Hilton für weitere hundert Jahre Erfolg gut aufgestellt“, kommentierte Savio D'Souza, Valuation Director bei Brand Finance.

Das Markenportfolio von Hilton überholt Marriott

Der Gesamtwert aller Hilton-Marken, die es in diesem Jahr in die Top 50 geschafft haben, beläuft sich auf 14,7 Milliarden US-Dollar - fast zwei Milliarden US-Dollar mehr als Marriotts 12,9 Milliarden US-Dollar Portfolio. Hilton Worldwide Holdings erzielte ein Gesamtwachstum des Markenwerts von 41 Prozent. 

Der Markenwert von Hilton in den Top 50 Rankings konzentriert sich auf sechs Marken, gegenüber fünf im Jahr 2018, wobei alle den Markennamen Hilton nutzen und in diesem Jahr jeweils ein solides Wachstum verzeichnen. Hilton hat sich kontinuierlich seinem Expansionsprogramm verschrieben. Zudem zeigt das Unternehmen keine Anzeichen einer Verlangsamung im kommenden Jahr.

Marriott ist es laut Brand Finance nicht so gut ergangen, denn vier seiner Marken sind in diesem Jahr aus dem Brand Finance Hotel 50 Ranking ausgeschieden. Mit einem Neuzugang hat Marriott nun zwölf Marken im Ranking, von denen viele dennoch an Wert verloren haben. Marriotts jüngste Ankündigung, in den Wohnungsmarkt einzusteigen, ist jedoch ein vielversprechender Schritt, um Marktanteile von Airbnb zurückzuerobern und könnte im kommenden Jahr zu einer Steigerung des Markenwerts beitragen. 

Die Portfolios von Hilton und Marriott liegen weiterhin deutlich vor dem drittplatzierten Wyndham, das ebenfalls einen Rückgang des Markenwerts um 8 Prozent auf 7,3 Milliarden US-Dollar hinnehmen musste.


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Österreichs Hotels erwarten für die Wintersaison stabile Übernachtungszahlen, aber rückläufige Betriebsergebnisse. Hohe Beschäftigungskosten, zurückhaltende Gästeausgaben und erschwerte Finanzierungen belasten die Betriebe.

Six Senses plant für 2027 vier Neueröffnungen in Mailand, Spanien, Tel Aviv und Saudi-Arabien. Vorgesehen sind Stadthotels, ein Resort auf einem historischen Anwesen und eine Anlage in einer Wüstenlandschaft.

Das Designer Motel glockna in Fusch an der Großglocknerstraße hat fünf Chalets und einen Infinitypool fertiggestellt. Die Eröffnung des Hotels mit Zimmern, Suiten, Spa und Restaurant ist für den 19. Dezember 2026 geplant.

Hotels unter einer Marke stellen inzwischen 45,5 Prozent der Hotelzimmer in Deutschland. Der DACH-Bericht von Horwath HTL dokumentiert steigende Markenanteile in allen drei Ländern und die Expansion durch Marken- und Betreiberwechsel.

Charlotte Pauls ist in den Bremer Familienbetrieb rund um das Hotel Munte eingetreten. Sie und ihr Cousin Luca vertreten die fünfte Generation der Unternehmerfamilie und sollen Mitte 2027 gemeinsam die Betriebsleitung übernehmen.

Premier Inn meldet zehn Hoteleröffnungen und 19 Prozent mehr Halbjahresumsatz in Deutschland. Zugleich steigt der bereinigte Vorsteuerverlust auf acht Millionen Pfund. Für das Gesamtjahr hält Whitbread am Gewinnziel für Deutschland fest.

Relais & Châteaux stellt seinen 580 Mitgliedern die Plattform MyImpact zur Verfügung. Sie erfasst CO₂-Bilanzen der Hotels und schätzt mögliche Emissionsminderungen; ab 2027 sollen betriebliche Praktiken auch in die Bewertung der Häuser einfließen.

May & Co. plant neben dem Kölner Dom ein Hotel mit rund 250 Zimmern. Die Untergeschosse des bestehenden Büro- und Geschäftshauses sollen erhalten bleiben; die Fertigstellung ist für Mitte 2030 vorgesehen.

Die So!Apart 2026 diskutiert das Verhältnis von Hotellerie und Apartmentsegment sowie Fragen zu Finanzierung und Buchungen über KI-Suche. Die Fachtagung findet am 18. und 19. November im Berliner Metropol statt.

 

Die Hotelstars Union sieht Fortschritte bei der Kennzeichnung der Hotelsterne in KI-Assistenten und auf Buchungsplattformen. Sterne sollten ausschließlich für offiziell klassifizierte Hotels verwendet und Bewertungen europaweit einheitlich dargestellt werden.