Hochhaus mit The Standard Hyatt-Hotel in Brüssel gewinnt internationalen Architekturpreis

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Das ZIN-Hochhaus in Brüssel ist mit dem Internationalen Hochhauspreis 2026/27 ausgezeichnet worden. Der Gebäudekomplex im Brüsseler Nordquartier beherbergt neben Büros und Wohnungen auch das The Standard, Brussels, das Hyatt als sein erstes Hotel in Belgien bezeichnet. Die internationale Jury entschied sich einstimmig für das Projekt, das durch den Umbau zweier ehemaliger World-Trade-Center-Türme entstanden ist. Der Architekturpreis ist mit 50.000 Euro dotiert.

Das Gebäude wurde von den Architekturbüros 51N4E, l’AUC und Jaspers-Eyers Architects entworfen. Bei der Umgestaltung der früheren World-Trade-Center-Türme WTC I und II blieben die beiden Erschließungskerne sowie fünf Untergeschosse erhalten. Ein neu eingefügter Gebäudeteil verbindet die beiden Hochhäuser miteinander.


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The Standard, Brussels gehörte als erstes belgisches Hotel zu Hyatt

In dem ausgezeichneten Gebäudekomplex befindet sich das The Standard, Brussels. Das Hotel verfügt nach Angaben von Hyatt über 200 Zimmer und Suiten auf 28 Etagen. Zum gastronomischen Angebot gehören das Restaurant Double Standard im Erdgeschoss sowie das Restaurant und die Bar Lila29 im 29. Stock.

Hyatt bezeichnet das The Standard, Brussels als erstes Hotel des Unternehmens in Belgien. Seit dem 6. Mai 2026 ist das Haus in das Treueprogramm World of Hyatt integriert. Mitglieder können bei qualifizierten Aufenthalten Punkte sammeln und einlösen sowie weitere Programmvorteile nutzen.

Zur Ausstattung gehören nach Angaben von Hyatt außerdem Suiten für längere Aufenthalte, die unter anderem über Wohnbereiche, Arbeitsplätze und kleine Küchen verfügen. Bei der Gestaltung des Hotels wirkten neben dem Gestaltungsteam der Marke The Standard die Architekturbüros Jaspers-Eyers Architects und Bernard Dubois Architects mit.

Ehemalige Bürotürme wurden umgebaut und für unterschiedliche Nutzungen verbunden

Das ZIN entstand im Rahmen der Umgestaltung des Brüsseler Nordquartiers. Das Gebiet war seit den 1960er Jahren durch den sogenannten Manhattan Plan geprägt, der die Entwicklung eines Geschäftsviertels mit Hochhäusern und breiten Verkehrsachsen vorsah.

Bei der Neugestaltung wurde zwischen die erhaltenen Erschließungskerne ein zusätzlicher Baukörper mit doppelten Geschosshöhen eingefügt. Die wechselweise Anordnung der Geschosse bezeichnet das Projektteam als „Zebra“. Im östlichen Turm wechseln sich Büro- und Hotelflächen ab, während der westliche Turm Büros und Wohnungen beherbergt.

Neben den gewerblichen und privaten Nutzungen verfügt der Komplex über öffentlich zugängliche Bereiche. Dazu gehören eine Sporthalle, ein Dachgarten und ein Gewächshaus, das auch vom Café des Hotels genutzt wird. Zudem hat die flämische Regierung ihren Sitz in das Gebäude verlegt.

Nach Angaben der Preisverleiher wurde für 95 Prozent der verwendeten neuen Materialien eine Cradle-to-Cradle-Zertifizierung erreicht.

Internationale Jury würdigt den Umbau und die gemischte Gebäudenutzung

Bei der zwölften Vergabe des Internationalen Hochhauspreises beschäftigte sich die Jury insbesondere mit der Frage, welche Rolle Hochhäuser für ihre unmittelbare Umgebung übernehmen können. Dabei standen Sanierung, Umbau, Wandlungsfähigkeit und Nutzungsmischung im Mittelpunkt.

Der Juryvorsitzende Brian Yang, Partner der Bjarke Ingels Group in Kopenhagen, erklärte zur Entscheidung: „Hochhäuser sollen nicht länger nur hoch aufragende Symbole der Macht sein. Es geht vielmehr darum, die Macht zu transformieren, zu verändern und auf eine Situation zu reagieren. Ich glaube, es ist wichtig für einen Stadtteil, voller Leben zu sein, und das kann mit einer Mischung von Büros, Hotels und Wohnungen wie im ZIN erreicht werden.“

Die Jury verwies zudem auf die Einbindung des Gebäudes in das Brüsseler Nordquartier. Das Projekt verbinde unterschiedliche Nutzungen und öffentlich zugängliche Bereiche.

Fünf Hochhäuser aus verschiedenen Ländern erreichten die letzte Wettbewerbsrunde

Für den Internationalen Hochhauspreis 2026/27 hatte das Deutsche Architekturmuseum aus mehr als 1.000 weltweit in den vergangenen zwei Jahren fertiggestellten Hochhäusern zunächst 30 Gebäude aus zwölf Ländern nominiert. Eine internationale Jury bestimmte daraus fünf Finalisten.

Neben dem ZIN in Brüssel erreichten das AGE 360 in Curitiba in Brasilien, der Tencent Tower in Guangzhou in China, das Hochhaus 88 Walker in Sydney in Australien und One Pearl Bank in Singapur die Endrunde.

Der Internationale Hochhauspreis wird seit 2004 gemeinsam von der Stadt Frankfurt am Main, dem Deutschen Architekturmuseum und der DekaBank vergeben.

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