Hochhausprojekt „Spektrum“ für temporäres Wohnen in Berlin-Spandau geplant

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Auf dem Gelände des ehemaligen Osram-Glaswerks in Berlin-Spandau ist ein weiteres Bauprojekt vorgesehen. Ein rund 51,5 Meter hohes Hochhaus mit 15 Geschossen soll nach Angaben der Projektentwickler an der Nonnendammallee entstehen. Das Vorhaben trägt den Namen „Spektrum“ und ist Teil der Entwicklung des sogenannten Luxwerk-Areals.

Das geplante Gebäude soll der temporären Unterbringung von Fachkräften, Monteuren und Projektteams dienen. Es befindet sich in unmittelbarer Nähe zur U-Bahn-Station Paulsternstraße. Laut Mitteilung richtet sich das Angebot ausdrücklich nicht an Touristen, sondern an beruflich bedingte Kurzzeitaufenthalte.

Fehlende Unterkünfte im Umfeld der Siemensstadt

Nach Angaben der Projektentwickler wurde in Gesprächen mit Unternehmen im Umfeld wiederholt auf fehlende Unterbringungsmöglichkeiten hingewiesen. Insbesondere internationale Fachkräfte und temporär eingesetzte Teams fänden bislang kaum geeignete Angebote in der Umgebung. Hintergrund sei die zunehmende Ansiedlung und Erweiterung von Industrie- und Technologieunternehmen in der Siemensstadt.

Das Projekt „Spektrum“ soll nach Angaben des Unternehmens diese Lücke adressieren und als eigenständiger Bestandteil die bestehende Entwicklung auf dem Gelände ergänzen.

Umgestaltung des ehemaligen Osram-Standorts

Das ehemalige Osram-Glaswerk bildet den Kern des heutigen Luxwerk-Areals. Das rund 90.000 Quadratmeter große Gelände wird seit dem Erwerb im Jahr 2021 schrittweise umgestaltet. Der Fokus lag zunächst auf dem denkmalgeschützten Bestand mit einer Fläche von etwa 20.000 Quadratmetern.

Wie das Unternehmen mitteilt, haben im Herbst 2025 erste Sanierungsarbeiten begonnen. Dazu zählt unter anderem die Erneuerung der Fenster entlang der Nordfassade. Parallel dazu entstehen Neubauten mit unterschiedlichen Nutzungsschwerpunkten.

Planung und architektonische Umsetzung

Nach Angaben der Projektbeteiligten ist vorgesehen, das Areal künftig für verschiedene Nutzungen zu öffnen, darunter Produktion, Forschung und kreative Arbeitsformen. Zu den geplanten baulichen Merkmalen zählen unter anderem hohe Decken, flexible Grundrisse sowie eine Trennung von Lieferverkehr und Fußwegen.

An der planerischen Umsetzung sind mehrere Architekturbüros beteiligt. David Chipperfield Architects verantworten laut Mitteilung den Masterplan sowie den Umgang mit dem denkmalgeschützten Bestand. Der Entwurf für den Neubau „Spektrum“ stammt von Eike Becker_Architekten.

Das Hochhausprojekt ist damit Teil einer umfassenderen Transformation des historischen Industriestandorts in Berlin-Spandau.


 

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