Hotel Gut Brandlhof eröffnet Kongresszentrum World of Congress in Saalfelden

| Hotellerie Hotellerie

Das Hotel Gut Brandlhof im Salzburger Land hat im Januar 2026 sein neues Veranstaltungszentrum mit dem Namen World of Congress offiziell in Betrieb genommen. Nach einer Bauzeit von neun Monaten ergänzt der Neubau das Angebot des 4-Sterne-Superior-Hotels in der Region Saalfelden-Leogang. Das Projekt umfasst eine Gesamtfläche von 4.000 Quadratmetern, auf der nun insgesamt 24 flexibel gestaltbare Seminarräume und acht verschiedene Veranstaltungsorte zur Verfügung stehen. Das Investitionsvolumen für dieses Bauvorhaben belief sich auf rund 17 Millionen Euro.

Technische Infrastruktur für schwere Exponate und Großveranstaltungen

Ein technisches Merkmal des neuen Gebäudes ist die Belastbarkeit der Bodenflächen. Teile des Kongresszentrums sind so konstruiert, dass sie mit Fahrzeugen von einem Gewicht bis zu 20 Tonnen befahren werden können. Diese Eigenschaft ermöglicht insbesondere Präsentationen im Kraftfahrzeugbereich. Das Zentrum ist zudem für internationale Fachtagungen, Messen und festliche Abendveranstaltungen mit bis zu 700 Gästen ausgelegt.

Das Kernstück der Anlage bildet ein neu gestaltetes Foyer mit einer Raumhöhe von sieben Metern, das über die bestehende Hotelhalle zugänglich ist. Bei der Innengestaltung kamen Materialien wie Sichtbeton und Akustikwände aus Schafwolle zum Einsatz. Integriert wurden zudem Kunstwerke des Bildhauers Herbert Golser sowie ein Lichtkonzept, das eine automatische Anpassung des Tageslichts in den Tagungsräumen ermöglicht. Alexander Strobl, einer der Eigentümer des Hotels Gut Brandlhof, erläutert zur strategischen Ausrichtung: „Wir bleiben unserer Linie treu und bieten weiterhin die gesamte Bandbreite an Veranstaltungen an. Dazu gehören Medizin- und Ärzte-Kongresse, strategische Sales- und Management-Meetings inklusive Kick-off-Veranstaltungen, Automotive-Events in Kooperation mit dem ÖAMTC, Incentives sowie Tagungen von Versicherungen und Banken, Mindset-Trainings und -Coachings.“

Ökologische Standards und Aufwertung des Arbeitsumfelds

Beim Bau der World of Congress wurden verschiedene Maßnahmen zur ökologischen Nachhaltigkeit umgesetzt. Die Klimatisierung des gesamten Gebäudekomplexes erfolgt über eine Grundwasser-Kühlanlage. Zusätzlich wurde die bestehende Photovoltaik-Anlage vergrößert und eine Dachfläche von rund 1.300 Quadratmetern entsiegelt sowie begrünt. Zur Reduzierung von Transportwegen und Abfallmengen wurden eine neue Anlage für Nassmüll sowie eine eigene Kartonpresse installiert.

Neben der Infrastruktur für Gäste wurde auch in die Bereiche für das Personal investiert. Das Hotel hat das Mitarbeiterrestaurant renoviert und einen neuen Aufenthaltsbereich auf 500 Quadratmetern geschaffen, der zur Steigerung der Arbeitsplatzqualität beitragen soll. Hoteldirektor Thomas Bauer weist darauf hin, dass durch das erweiterte Angebot verstärkt internationale Tagungen in den Pinzgau geholt werden sollen, während gleichzeitig die Flexibilität für kleinere Zusammenkünfte erhalten bleibt.

Kombination aus Tagung und Freizeitangebot

Die Geschäftsführung sieht die Verbindung von moderner Tagungstechnik mit den regionalen Freizeitangeboten als wesentliches Merkmal des Standorts. Birgit Maier und Alexander Strobl führen dazu aus: „Unser Alleinstellungsmerkmal ist die Verbindung aus modernstem Kongresszentrum und einzigartigem Freizeitangebot – vom Golfplatz und Spa über das direkt angebundene ÖAMTC Fahrtechnik-Zentrum bis zur Natur der Alpen – alles mit spannenden Optionen für Incentive-Reisen von Firmen.“

Trotz der Komplexität des Projekts, das unter anderem den Abbruch des alten Hallenbadbereichs und das Einsetzen von 21 Meter langen Betonunterzügen erforderte, konnten die kalkulierten Kosten laut Eigentümerangaben eingehalten werden. Die Eröffnung wird von den Verantwortlichen als wichtiger Schritt für die langfristige Sicherung von Arbeitsplätzen und die regionale Wertschöpfung gewertet. Das Projekt wurde von den Beteiligten mit dem Satz zusammengefasst: „Hier wurde Zukunft gebaut – mit Qualität, Leidenschaft und viel Charme.“


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Die Verträge für das 200-Millionen-Euro-Projekt am Südstrand von Fehmarn sind unterzeichnet. In einer Kooperation zwischen der Fehmarn Südstrand GmbH und der österreichischen Familux-Gruppe entsteht bis Anfang der 2030er Jahre ein neues Familienresort nebst Ferienwohnungen, das jährlich 130.000 zusätzliche Übernachtungen generieren soll.

Das sogenannte Multisourcing der Buchungsportale sorgt für Unmut in der Hotellerie. Der Hotelverband Deutschland (IHA) warnt vor unklaren Zuständigkeiten und einem Kontrollverlust über die Preise. Geschäftsführer Tobias Warnecke fordert in einem neuen Blogpost verbindliche Regeln und mehr Transparenz für Betriebe und Gäste.

Glanzvoller Abend in Mainz: Thies Sponholz gewinnt die begehrte Auszeichnung als Hotelier des Jahres 2026 für seine Arbeit im Hamburger The Fontenay. Zudem wird die langjährige DEHOGA-Hauptgeschäftsführerin Ingrid Hartges für ihren unermüdlichen Einsatz geehrt.

Die Lindner Hotel Group etabliert ein neues externes Beratergremium. Dieses soll das Management bei der strategischen Neuausrichtung sowie der kommerziellen Performance unterstützen und Impulse für das künftige Wachstum der Hotelmarken liefern.

Das Kölner Pullman-Hotel in Köln wird seinen operativen Betrieb zum Anfang Dezember 2026 vorerst einstellen. Das berichten mehrere Kölner Medien übereinstimmend. Damit verliert die Stadt einen ihrer zentralen Veranstaltungsorte für den Sitzungskarneval. Zimmerbuchung in 2027 über die Accor-Webseite sind nicht möglich.

Der österreichische Hotelinvestmentmarkt zieht 2025 deutlich an: Mit einem Volumen von 480 Millionen Euro und einer massiven Rückkehr internationaler Käufer aus Deutschland und der Schweiz, steht vor allem der Standort Wien mit prestigeträchtigen Luxusverkäufen im Zentrum des Interesses.

Das Weissenhaus-Resort geht eine langfristige Finanzierungspartnerschaft mit der Finexity Group ein. Durch digitale Anleihen im Volumen von bis zu 20 Millionen Euro soll die Erweiterung der Anlage an der Ostsee finanziert werden, während ein neues Managementteam um Jan Henric Buettner die operative Professionalisierung vorantreibt.

Die Vestige Collection eröffnet im April das Boutique-Hotel Binidufà auf Menorca. Das Haus mit elf Zimmern ergänzt das bestehende Anwesen Son Ermità und setzt auf ein vegetarisches Gastronomiekonzept sowie eine Architektur, die historische Substanz mit lokalem Design verbindet.

Mit dem W Sardinia Poltu Quatu eröffnet im Frühjahr 2026 ein neues Luxusresort an der Costa Smeralda. Das Haus setzt auf eine architektonische Verbindung aus modernem Design und sardischer Tradition, ergänzt durch ein umfangreiches kulinarisches Angebot.

Die REVO Hospitality Group, die bis 2025 unter dem Namen HR Group tätig war, übernahm 2008 ein erstes Hotel in Leipzig. Nicht zuletzt durch Übernahmen anderer Gruppen, wuchs das Unternehmen in den letzten Jahren rasant auf aktuell 250 Hotels mit 1,3 Milliarden Euro. Vor allem führte diese starke Expansion zu Doppelstrukturen und Integrationsproblemen.