Österreichische Hotelgruppe Familux realisiert Familienresort auf Fehmarn

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Nach jahrelangen Verhandlungen ist die Entscheidung über die Bebauung der sogenannten Spielwiese auf Fehmarn gefallen. Die Fehmarn Südstrand GmbH und die österreichische Familux Resorts Mayer family hotels GmbH haben die städtebaulichen Verträge sowie die Grundstückskaufverträge unterzeichnet. Damit wurde der rechtliche Rahmen für ein Bauvorhaben mit einem Investitionsvolumen von mehr als 200 Millionen Euro geschaffen. Das Projekt wird von beiden Partnern gemeinsam getragen.

Zusammenarbeit von Projektentwicklung und Hotelgruppe

Die Planung für das rund 26.000 Quadratmeter umfassende Areal am Südstrand wird bereits seit dem Jahr 2008 politisch diskutiert. Nach einer intensiven Verhandlungsphase im Jahr 2024 zwischen der Stadt und dem Geschäftsführer der Fehmarn Südstrand GmbH, Tim Thelosen, liegt nun ein rechtskräftiges Ergebnis vor. Das Vorhaben wird als Kooperation realisiert, bei der die österreichische Familux-Gruppe ihr erstes Haus an der Ostsee eröffnen wird. Bürgermeister Jörg Weber bezeichnet die Fläche als wichtigen Standort für die Entwicklung des Bundeslandes Schleswig-Holstein.

Kapazitäten und gastronomisches Angebot

Das geplante Hotel wird unter der Marke Familux als ganzjähriger Betrieb geführt. Vorgesehen sind 120 Familiensuiten, die über separate Kinderzimmer und Balkone verfügen. Die Anlage ist für eine Belegung von bis zu 500 Gästen konzipiert. Innerhalb des Resorts wird eine weitreichende Infrastruktur geschaffen, die unter anderem Erlebnisbäder, einen Bereich für Kinderbetreuung, eine Kinoleinwand sowie eine Saunalandschaft umfasst.

Ein zentrales Element der Planung ist das Haus des Gastes. Dieses beinhaltet ein Restaurant mit Speisen nach Karte, welches nicht nur den Hotelgästen zur Verfügung steht, sondern auch für die lokale Bevölkerung und externe Besucher zugänglich sein wird.

Ferienwohnungen und verkehrsberuhigte Gestaltung

Zusätzlich zum Hotelkomplex entstehen auf dem Gelände fünf Villen. Während ein Gebäude direkt an das Resort angeschlossen ist, beherbergen die übrigen vier Häuser insgesamt etwa 260 Einheiten. Diese teilen sich in Hotelappartements und klassische Ferienwohnungen auf. Um die Oberfläche der Anlage weitgehend frei von Kraftfahrzeugen zu halten, ist eine Tiefgarage mit rund 500 Stellplätzen geplant, die sich unter dem gesamten Areal erstreckt.

Touristische Wertschöpfung und Zeitplan

Die Verantwortlichen gehen davon aus, dass das Projekt jährlich rund 130.000 Übernachtungen generieren wird. Tourismusdirektor Oliver Behncke erwartet durch die ganzjährige Auslastung positive Effekte für den örtlichen Einzelhandel und die Gastronomie, insbesondere in der Nebensaison. Die prognostizierten Einnahmen aus der Kurabgabe sollen zudem in den weiteren Ausbau der inselweiten Infrastruktur fließen.

Der operative Baubeginn ist für den Anfang des Jahres 2027 angesetzt. Der Investor Tim Thelosen führt hierzu bereits Abstimmungen mit dem Architekturbüro Matteo Thun sowie den beauftragten Ingenieuren. Die Fertigstellung des Hotels ist für den Zeitraum zwischen Ende 2028 und Anfang 2029 geplant, während die Fertigstellung der benachbarten Villen kurz darauf erfolgen soll. Der Abschluss der gesamten Baumaßnahmen wird für den Beginn der 2030er Jahre erwartet.
 


 

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