Stabile Gästezahlen in Brandenburg – Sorgenkind Gastronomie

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Brandenburgs Tourismus hat sich nach Einschätzung der Branche auf einem stabilen Kurs behauptet. Große Steigerungen bei der Zahl der Gäste gab es im Vergleich zu 2024 jedoch nicht. Das Wirtschaftsministerium teilte mit, der Tourismus bleibe auf einem hohen Niveau - trotz gestiegener Lebenshaltungskosten und Zurückhaltung beim Konsum. Brandenburg mit vielen Seen zieht Feriengäste unter anderem mit Naturerlebnissen, Wassertourismus, aber auch Kultur an. 

Wie hat sich der Tourismus in Zahlen entwickelt? 

Im vergangenen Jahr kamen 5,4 Millionen Gäste (+0,3 Prozent) nach Brandenburg. Es wurden 14,3 Millionen Übernachtungen registriert - ein Minus von 0,7 Prozent im Vergleich zu 2024. Das berichtete das Amt für Statistik Berlin-Brandenburg. 

Wirtschaftsminister Daniel Keller (SP) sagte: «Der Tourismus ist stark vom inländischen Markt und damit vom Konsumverhalten der Deutschen abhängig. Das Ergebnis für 2025 kann sich daher auch im bundesweiten Vergleich durchaus sehen lassen.» 

Mehr Übernachtungen im Flughafen-Umfeld 

Ein Plus bei den Übernachtungen gab es demnach in Potsdam, dem Barnimer Land, der Uckermark und dem Dahme-Seenland. Dort ist vor allem wegen des Umfelds des Flughafens BER ein Wachstum zu verzeichnen, wie das Wirtschaftsministerium in Potsdam mitteilte. Dennoch gingen Übernachtungen von Gästen aus dem Ausland, vor allem aus Polen, insgesamt in Brandenburg zurück. 

Reisen außerhalb der klassischen Urlaubssaison gefragt 

Aus Sicht der Touristiker gewinnt die Nebensaison zunehmend an Bedeutung. «Immer mehr Gäste reisen bewusst außerhalb der Schulferien - sei es aus zeitlicher Flexibilität, dem Wunsch nach Ruhe, für aktive Touren in der kühleren Jahreszeit oder um Arbeit und Urlaub im Rahmen von Remote Work zu verbinden», sagte der Geschäftsführer der Tourismus-Marketing Brandenburg GmbH (TMB), Christian Woronka. Im ersten und vierten Quartal 2025 stieg die Zahl der Gäste um 3,3 und 11,4 Prozent. 

Neues Revier für Wasser-Touristen 

Gefragt bleiben Ferienwohnungen, Ferienhäuser und Campingurlaub. Ab Ende Juni soll zudem eine neue Gewässerlandschaft in der Lausitz entstehen, wo fünf Seen durch Kanäle verbunden und schiffbar gemacht werden. 

Unter Druck steht vor allem die Gastronomie. Eine Studie soll Probleme aufdecken und Zukunftspotenziale zeigen, wie die TMB ankündigte. Ergebnisse werden Mitte des Jahres erwartet. (dpa)


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