Hotel Hafen Hamburg führt Mental-Health-Coaching für Mitarbeiter ein

| Hotellerie Hotellerie

Die Hotels Hotel Hafen Hamburg und Empire Riverside Hotel haben nach eigenen Angaben ein neues Angebot zur Unterstützung der psychischen Gesundheit ihrer Mitarbeiter eingeführt. Wie das Unternehmen mitteilt, arbeiten beide Häuser dafür mit dem Fürstenberg Institut zusammen. Mitarbeitern werde damit eine kostenfreie und vertrauliche Beratung zu beruflichen und privaten Themen angeboten.

Anlass der Mitteilung sind unter anderem zwei langjährige Mitarbeiter des Hotel Hafen Hamburg: Askin Kartal und Pile Mandic feiern in diesem Jahr ihr 25-jähriges Dienstjubiläum. Beide arbeiten als Night Auditors im Hotel. Laut Unternehmensangaben begann Mandic seine Laufbahn dort zunächst als Page und absolvierte anschließend seine Ausbildung im Haus.

Hotels reagieren mit zusätzlichen Angeboten auf hohe Fluktuation

Nach Angaben des Unternehmens liegt die Fluktuationsrate in der Hotellerie bei etwa 60 bis 70 Prozent. Das Hotel Hafen Hamburg und das Empire Riverside Hotel setzen laut Mitteilung deshalb auf verschiedene Maßnahmen zur Mitarbeiterbindung.

Das neu eingeführte Mental-Health-Coaching soll Mitarbeitern Unterstützung bei psychischen Belastungen und persönlichen Problemen bieten. Das Angebot umfasst unter anderem Beratung zu Themen wie Gesundheit, Familie, Partnerschaft, Sucht oder Schulden. Die Gespräche erfolgten vertraulich und ohne Einbeziehung des Arbeitgebers.

Yasmin Cohen, Head of Human Resources, erklärt dazu: „Mit diesem Angebot wollen wir eine unterstützende Arbeitskultur stärken. Die mentale Gesundheit und das Wohlbefinden jedes Einzelnen machen für alle Beteiligten einen großen Unterschied: für die Menschen selbst, für Teams und für das ganze Unternehmen. Es ist ein wichtiger Beitrag zu einer dauerhaft guten, tragfähigen Unternehmenskultur.“

Kostenlose Verpflegung und Zuschläge gehören zu den Angeboten

Neben dem neuen Coaching-Angebot nennen die Hotels weitere Leistungen für Mitarbeiter. Dazu zählen nach Unternehmensangaben kostenlose Verpflegung in den Mitarbeiterrestaurants, Geburtstags- und Weihnachtsgeschenke sowie eine kostenlose Massage alle zwei Monate.

Darüber hinaus erhalten Mitarbeiter laut Mitteilung monatlich 50 Euro für die betriebliche Altersversorgung. Zudem würden 50 Prozent Sonntagszuschlag und 100 Prozent Feiertagszuschlag gezahlt.

Hoteldirektor verweist auf Herausforderungen bei der Personalsuche

Enrico Ungermann, Direktor des Hotel Hafen Hamburg und des Empire Riverside Hotel, verweist in der Mitteilung auf die angespannte Personalsituation in der Branche. „Personal zu finden ist insbesondere seit der Pandemie schwierig in unserer Branche – aber Personal zu halten eine ebenso große Herausforderung. Für uns in Hamburg sind eine wertschätzende Unternehmenskultur, gut geplante interne Prozesse und klare Personalrichtlinien wichtige Grundlagen im Arbeitsalltag. Die ergänzen wir gern durch größere und kleinere Motivatoren – Benefits, die nah am Leben und tatsächlich im Interesse der Mitarbeitenden sind. Nicht nur die Gäste sollen sich gern bei uns aufhalten, sondern auch die Menschen, die unseren Betrieb jeden Tag erfolgreich am Laufen halten.“

Auch die beiden Jubilare äußern sich in der Mitteilung positiv über ihre langjährige Tätigkeit im Unternehmen. Askin Kartal sagt: „Das Hotel Hafen Hamburg ist für mich mehr als nur ein Arbeitsplatz, es ist ein Stück Heimat. Wenn man sich auch nach 25 Jahren jeden Tag gern auf den Weg zur Arbeit macht, weiß man, dass man am richtigen Ort ist!“

Pile Mandic erklärt: „Ganz gleich, welche Position jemand hat, man geht hier gut und respektvoll miteinander um. Und ich werde dem Hotel so lange treu bleiben, wie ich hier gebraucht werde.“


Zurück

Vielleicht auch interessant

Ein laufendes Fusionskontrollverfahren des Bundeskartellamts macht erstmals einen Interessenten aus dem Investorenprozess der Revo Hospitality Group öffentlich. Motel One plant demnach die Übernahme von zehn Hotels in Deutschland.

Mandarin Oriental hat an der Südwestküste Mallorcas das neue Resort Mandarin Oriental Punta Negra eröffnet. Die Anlage in Calvià verfügt über 131 Zimmer sowie umfangreiche Wellness- und Gastronomieangebote.

Eine Untersuchung von ABCD Agency und ContentGuard.me kommt zu dem Ergebnis, dass knapp jedes fünfte Hotelfoto auf Buchungsplattformen Hinweise auf KI-Bearbeitung zeigt. Besonders hohe Verdachtsquoten wurden in Hamburg und Berlin festgestellt.

Das Hotel Dein Engel in Oberstaufen plant mit dem Projekt „Engels Ursprung“ eine umfangreiche Erweiterung. Vorgesehen sind unter anderem neue Wasser- und Freizeitbereiche, zusätzliche Gastronomieflächen sowie ein Veranstaltungsraum. Das Hotel beziffert die Investitionen auf einen hohen zweistelligen Millionenbetrag.

Das Dorint Hotel An der Messe Köln feiert sein 25-jähriges Bestehen mit einer internen Jubiläumsfeier für die Belegschaft. Die Unternehmensleitung hebt dabei die wirtschaftliche Bedeutung des Standorts innerhalb der Hotelgruppe hervor.

Hyatt kündigt drei neue Hotelprojekte in Rom und auf Sizilien mit insgesamt 428 Zimmern an. Damit führt das Unternehmen zwei neue Marken auf dem italienischen Markt ein und reagiert auf die prognostizierten Wachstumswerte im europäischen Tourismus.

Das Ostsee Baumhaushotel in Wangels geht mit 14 Stelzenhäusern in seine erste komplette Saison. Das Projekt verbindet naturnahen Tourismus mit ökologischen Ausgleichsmaßnahmen und regionalem Handwerk in Schleswig-Holstein.

Griffin Capital Partners und die Primestar Group haben ein paritätisches Joint Venture unter dem Namen Prime Griffin Hotels gegründet. Das neue Unternehmen strebt den Aufbau einer Hotelplattform in den größten polnischen Metropolen an.

Mövenpick Hotels & Resorts vergrößert das internationale Portfolio durch Neueröffnungen in Montenegro, Usbekistan, Armenien und Kroatien. Zudem plant die Hotelmarke der Accor-Gruppe für das Jahr 2027 den Markteintritt in Großbritannien.

Anzeige

Das Restaurant ist montags halb leer. Die Lobby steht tagsüber weitgehend ungenutzt. Zehn Zimmer bleiben unter der Woche regelmäßig frei. Solche Situationen kennen die meisten Hoteliers. Lange Zeit lautete die zentrale Frage: Wie bekommen wir diese Kapazitäten verkauft? Heute stellen sich viele Häuser eine zweite Frage: Wie können wir sie nutzen?