Hotel in Brandenburg: Mit dem Radio gegen die Wölfe

| Hotellerie Hotellerie

Der Wolf ist längst zurück in Deutschland. Doch während Experten noch immer darüber streiten, wie Mensch und Tier miteinander auskommen können, greift ein Hotelier zu einer unkonventionellen Methode. Um die Wölfe von seinem Grundstück und seinen Gästen fernzuhalten, beschallt er nachts mit einem Baustellenradio die umliegenden Wälder.

Karl-Ernst Wurth betreibt seit etwa zehn Jahren das „Baumhaushotel Uckermark“, das vor allem bei Familien beliebt ist. Diese wissen nicht nur die ländliche Idylle zu schätzen, sondern auch die zahlreichen Tiere wie Dam- und Rotwild, Hühner, Schafe, Ziegen und Hochlandrinder. Doch seitdem ein Wolfsrudel regelmäßig um das Landhotel streift, macht sich der Eigentümer große Sorgen. Wie die „Welt“ berichtet, sollen die Tiere im vergangenen September nachts unter einem Zaun hindurchgedrungen sein und insgesamt 24 Damwildkälber und Muttertiere gerissen haben. Jetzt sorgt sich der Hotelier nicht nur um seine Tiere und seine Gäste – er fürchtet auch um seine Existenz.

Eine Entschädigung für die Verluste hat das Hotel bisher nicht erhalten. Stattdessen wurden Wurth ein hoher Elektrozaun mit Unterbodendraht und mehrere Herdenschutzhunde empfohlen – Maßnahmen, die für den Hotelier nicht zum Konzept eines Familienlandurlaubs passen. Um die Wölfe dennoch von seinem Baumhaushotel fernzuhalten, legt sich Karl-Ernst Wurth nachts selbst regelmäßig auf die Lauer und vertreibt die Tiere mit Taschenlampe und Pop-Musik. Laut Welt beschallt er nachts in voller Lautstärke den umliegenden Wald mit einem Baustellenradio.

Brandenburg weist derzeit die höchste Wolfsdichte Deutschlands auf, mit 52 bekannten Rudeln. Insgesamt sind in Deutschland bislang 1339 Wölfe registriert.


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Das Hotel Kronelamm in Bad Teinach-Zavelstein plant bis Dezember 2026 einen umfangreichen Um- und Neubau. Vorgesehen sind 29 neue Zimmer und Suiten, ein erweiterter Wellnessbereich, Veränderungen am Gourmetrestaurant und neue betriebliche Bereiche.

Scandic will 2027 ein drittes Hotel in Frankfurt am Main eröffnen. Die bestehende Immobilie nahe der Messe, das frühere von Revo geführte Mövenpick-Hotel, soll modernisiert werden und künftig 296 Zimmer sowie rund 500 Quadratmeter Veranstaltungsfläche bieten.

Eine Untersuchung von ABCD Agency und ContentGuard.me kommt zu dem Ergebnis, dass knapp jedes fünfte Hotelfoto auf Buchungsplattformen Hinweise auf KI-Bearbeitung zeigt. Besonders hohe Verdachtsquoten wurden in Hamburg und Berlin festgestellt. Hotels und Restaurants sollten jetzt handeln.

Die Marke Hilton Hotels & Resorts eröffnet mit dem Hilton Chania Old Town Resort & Spa ein neues Haus auf Kreta. Das Stadtresort verfügt über 85 Zimmer und ist auf einen Ganzjahresbetrieb ausgelegt.

Die DSR Hotel Holding hat das Henri Hotel Garmisch-Partenkirchen im ehemaligen Reindl’s Partenkirchner Hof offiziell eröffnet. Das neue Boutique-Hotel verfügt über 69 Zimmer und nutzt künftig personelle Synergien mit dem benachbarten aja Resort.

Der Nürnberger Schindlerhof hat in Paris den Hospitality Icon 2026 in der Kategorie „Employee Experience & Satisfaction“ erhalten. Nach Angaben des Unternehmens würdigte die Jury insbesondere die Mitarbeiterkultur und die Transparenz im Betrieb.

Mariana Santelli wurde vom Hotelkompetenzzentrum zur „Housekeeping Managerin“ des Jahres 2026 gekürt. Im Gespräch mit der IST-Hochschule erläutert sie unter anderem, vor welchen neuen Herausforderungen das moderne Housekeeping heute steht.

Der deutsche Hotelinvestmentmarkt verzeichnete im ersten Halbjahr 2026 einen Umsatzrückgang von 45 Prozent auf 572 Millionen Euro. Während klassische Hotels den Markt dominierten, legten Serviced Apartments deutlich zu.

1912 Hotels übernimmt den Betrieb des Hotel Steffisalp in Warth am Arlberg und kündigt Investitionen sowie eine Neupositionierung an. Die Wiedereröffnung des Hauses mit 56 Zimmern und Suiten ist für Dezember 2026 geplant.

Novum Hospitality weist gegenüber Tageskarte die Behauptung zurück, personelle Maßnahmen hätten der Verhinderung einer Betriebsratsgründung gedient. Zuvor hatte Tageskarte über einen SWR-Bericht zu Kündigungen in zwei Mainzer Hotels berichtet.