Hotel Klosterbräu öffnet nach Großbrand

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Das Hotel Klosterbräu in Seefeld in Tirol nimmt am 1. Dezember 2026 nach dem Großbrand im April den Betrieb wieder auf. Die Gastgeberfamilie Seyrling hält damit am geplanten Eröffnungstermin fest. In den Wiederaufbau und den bereits vor dem Brand vorgesehenen Umbau fließen innerhalb von sechs Monaten mehr als 30 Millionen Euro.

„Am 1. Dezember sperren wir wieder auf. Dieser Termin hält. Das ist die wichtigste Nachricht für unsere Gäste, unser Team und unsere Partner“, erklärt Hotelbesitzer Alois Seyrling, der das Haus in sechster Generation führt. Bis zur Wiedereröffnung sollen die vorgesehenen Hotelbereiche fertiggestellt und betriebsbereit sein.

Hotel führt Wiederaufbau und geplanten Umbau gleichzeitig durch

Der Brand im April 2026 hatte erhebliche Schäden durch Feuer, Rauch und Löschwasser verursacht (Tageskarte berichtete). Parallel zur Wiederherstellung der betroffenen Gebäudeteile setzte die Familie Seyrling den bereits zuvor geplanten Zu- und Umbau fort.

Die Arbeiten erforderten nach Darstellung des Hotelbesitzers, Planung, Genehmigung und Bau teilweise gleichzeitig voranzutreiben. Unmittelbar nach dem Brand habe die Familie sowohl den Umbau fortsetzen als auch die notwendigen Anpassungen für den Wiederaufbau entwickeln müssen.

Seyrling dankte den beteiligten Baufirmen, Partnern und Mitarbeitern für ihren Einsatz. Die parallele Umsetzung beider Vorhaben sei mit erheblichen organisatorischen und finanziellen Anforderungen verbunden gewesen.
 

Hotel ergänzt Wellnessbereich und erweitert Zimmerangebot

Mit der Wiedereröffnung am 1. Dezember sollen auch die Erweiterungen in Betrieb gehen. Dazu gehören ein Adult-Only-Spa in einem eigenen Gebäude im Hotelgarten sowie elf zusätzliche Zimmer.

Die vom Brand betroffenen Bereiche werden ebenfalls wiederhergestellt. Dazu zählen die Hotelhalle mit Rezeption, vier Restaurants und die Hotelbar. Auch der Fitness- und Konferenzraum, der Kinder- und Nachtclub sowie der Yoga- und Pilatesraum gehören zu den betroffenen Bereichen.

Darüber hinaus mussten Lift- und Kühlanlagen, Treppenhäuser, Wäscherei und Mitarbeiterräume wiederhergestellt werden. Große Teile der Innenausstattung und der technischen Infrastruktur wurden ebenfalls durch den Brand beschädigt und müssen neu aufgebaut werden.

Weitere Arbeiten im Hotelgarten im Frühjahr 2027 

Nicht sämtliche Arbeiten sollen bis zur Wiedereröffnung abgeschlossen sein. Maßnahmen, die für den Winterbetrieb nicht erforderlich sind, sollen im Frühjahr 2027 folgen. Dazu gehören insbesondere die Fertigstellung der Gartenanlage sowie mögliche Restarbeiten und technische Ergänzungen im Hotel.

Das Hotel befindet sich seit 1809 im Besitz der Familie Seyrling und wird heute in sechster Generation geführt. Sechs Familienmitglieder sind nach Angaben des Hauses aktiv im Unternehmen tätig.

Für die Wiedereröffnung setzt die Familie auch auf einen großen Teil der bisherigen Belegschaft. 90 Prozent der Stammmitarbeiter sollen weiterhin zum Team gehören. Seyrling bezeichnete die Rückkehr zum regulären Hotelbetrieb als gemeinsame Leistung der Familie und der Mitarbeiter.

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