Hotel Kronelamm in Zavelstein: Millionen-Investition für massive Erweiterung

| Hotellerie Hotellerie

Das Hotel Kronelamm in Zavelstein im Schwarzwald steht vor einer umfassenden Erweiterung. Die Hoteliersfamilie Berlin investiert dafür mehr als 20 Millionen Euro in das Projekt. Dies sei die bisher größte Erweiterung in der Geschichte des Hauses, so Rolf Berlin anlässlich des Spatenstichs. Es dürfte aber auch eine der größten Investition der Branche im gesamten Schwarzwald sein. 

„Das ist mehr als nur ein beeindruckendes Projekt was die Familie Berlin hier angeht. Das ist Vertrauen in die Zukunft der Branche! Hotellerie und Gastronomie haben Zukunft! Viel Erfolg bei der Umsetzung des Projektes und stets begeisterte Gäste und immer ausreichend helfende Hände! Glück auf!“, formulierte Fritz Engelhardt, Vorsitzender des DEHOGA Baden-Württemberg auf LinkedIn.

Neue Zimmer, Parkmöglichkeiten und erweiterter Wellnessbereich

Die Erweiterung des Hotels umfasst den Bau von 29 neuen Zimmern und Suiten. Einige davon werden über besondere Ausstattungsmerkmale wie Saunen oder Whirlpools auf dem Balkon verfügen. Um den Gästen eine moderne Infrastruktur zu bieten, wird ein Parkhaus mit 100 Stellplätzen errichtet, das E-Ladestationen, einen Fahrradraum und einen direkten Hotelanschluss integriert. Auch die Anlieferungsprozesse sollen durch das neue Parkhaus optimiert werden.

Ein zentraler Bestandteil des Ausbaus ist die Vergrößerung des Spa-Bereichs. Geplant sind ein großer Panorama-Innenpool, ein Infinity-Outdoor-Whirlpool sowie zusätzliche Warmbade-Saunaangebote. Zudem entstehen neue Indoor- und Outdoor-Ruhebereiche und weitere Behandlungsräume. Für sportlich aktive Gäste wird ein neuer Fitnessraum sowie ein eigener Yoga- und Gymnastikbereich geschaffen.

Gastronomie und Mitarbeiterbereiche werden ebenfalls aufgewertet

Auch die Gastronomie des Hotels wird von den Baumaßnahmen profitieren. Das Hotelrestaurant und die Hotelterrasse werden erweitert, und es entstehen neue Bereiche für Front-Cooking und Buffets. Das bisherige Gourmetrestaurant, mit einem Michelin-Stern, zieht in das Haupthaus um, wo es einen „Premiumplatz“ mit Aussicht auf den Schwarzwald erhalten soll.

Neben den Verbesserungen für Gäste werden auch die Mitarbeiterräume optimiert, um die Arbeitsbedingungen für das Team des Hotels zu verbessern. Das Hotel kündigt zudem „einige Überraschungen und besondere Details“ an, ohne diese näher zu spezifizieren.

Bauarbeiten weitgehend vom Hotelbetrieb getrennt

Das Hotel Kronelamm betont, dass es sich bei dem Vorhaben um einen Anbau und nicht um einen Umbau handelt. Die Bauarbeiten finden seitlich des bestehenden Hotelgebäudes statt, wodurch der Aufenthalt der Gäste räumlich weitgehend vom Baugeschehen getrennt sein soll. Zimmer, Spa und Restaurants bleiben während der Bauphase in gewohnter Qualität nutzbar, und der Hotelbetrieb läuft ohne Einschränkungen weiter. Auch der Blick auf den Schwarzwald soll unbeeinträchtigt bleiben.

Trotz der räumlichen Trennung weist das Hotel darauf hin, dass es aufgrund der Dimension des Bauprojekts zeitweise zu Baugeräuschen kommen kann. Die Intensität dieser Geräusche könne je nach Bauphase variieren, und das Hotel sichert zu, die Auswirkungen auf die Gäste so gering wie möglich zu halten.

Zeitplan der Bauarbeiten Hotel Kronelamm in Zavelstein

Der geplante Baustart ist im Mai 2025, und die voraussichtliche Fertigstellung ist für Ende 2026 vorgesehen. Das Hotel Kronelamm plant, seine Gäste über den Baufortschritt regelmäßig per Newsletter und über soziale Medien zu informieren. Mit dieser Erweiterung soll das Kronelamm „noch schöner, komfortabler und zukunftsfähiger“ gestaltet werden, um Gästen weiterhin Erholung und Genuss zu bieten.


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Die Stiftung der Familie Zech kauft den Öschberghof. Das Luxushotel in Donaueschingen wird Teil der Severin*s Hotels & Resorts. Der Betrieb soll mit bestehender Ausrichtung weitergeführt werden. Michael Artner bleibt nach Angaben des Unternehmens weiterhin verantwortlich für die Leitung des Resorts.

Der Betreiber des Hotels auf Burg Schnellenberg in Nordrhein-Westfalen hat Insolvenz angemeldet. Während der vorläufige Insolvenzverwalter die Sanierungschancen prüft, wird der Betrieb in Attendorn vorerst fortgesetzt.

Der Fahrdienstvermittler Uber Technologies hat neue Funktionen und Produkte vorgestellt, darunter erstmals Hotelbuchungen direkt in der App. Die Integration erfolgt in Kooperation mit Expedia und wird zunächst in den USA eingeführt.

Das Schlosshotel Klaffenbach in Chemnitz erhält einen neuen Betreiber. Wie aus einer Mitteilung hervorgeht, übergeben Silke und Ralf Langer nach insgesamt 17 Jahren Tätigkeit im Haus den Hotelbetrieb an die Primaro Holding unter der Leitung von Darija und Petar Marovic.

Die Motel One Group hat 2025 erstmals die Marke von einer Milliarde Euro Umsatz überschritten. Das Unternehmen meldet steigende Kennzahlen und weitere Expansion in Europa.

Das Modeunternehmen Louis Vuitton hat in London ein zeitlich begrenztes Hotelkonzept eröffnet. Wie mehrere Medien berichten, befindet sich das sogenannte Pop-up-Hotel am Berkeley Square im Stadtteil Mayfair und ist bis Ende Juni 2026 zugänglich.

Die Münchner Hospitality-Gruppe Alpami eröffnet Anfang Juni 2026 ihr erstes Stadthotel in der bayerischen Landeshauptstadt. Das neue Haus mit dem Namen Alpami Glockenbach verfügt über 16 Zimmer und befindet sich im Glockenbachviertel unweit der Isar, wie aus einer Unternehmensmitteilung hervorgeht.

WorldHotels startet mit WorldHotels Backdrop eine neue Kollektion für internationales Glamping. Das Unternehmen reagiert damit auf prognostizierte Umsatzsteigerungen im globalen Markt für naturnahe Luxusunterkünfte.

Mit der Eröffnung des Hotels Binidufà vervollständigt die Vestige Collection ein rund 800 Hektar großes Landgut im Norden Menorcas. Das Konzept verbindet zwei Standorte mit unterschiedlichen gastronomischen Schwerpunkten.

Die Kempinski Gruppe plant ihr erstes Projekt für Markenresidenzen in Saudi-Arabien. In zentraler Lage in Mekka entstehen insgesamt 302 Wohneinheiten mit angeschlossener Hotel- und Einzelhandelsinfrastruktur.