Hotel mit sozialem Ansatz: Villa Viva eröffnet in Hamburg

| Hotellerie Hotellerie

Im Hamburger Münzviertel zwischen Hauptbahnhof und Deichtorhallen entsteht die Villa Viva, ein Hotelprojekt mit ökologischem und sozialem Ansatz. Benjamin Adrion, ehemaliger St.-Pauli-Profi und Gründer von Viva con Agua. sowie Jens Sroka vom Hotelbetreiber Heimathafen setzen dort ihre Vision um.

Wie das Hamburger Abendblatt berichtet, soll die Villa Viva künftig ein Ort sein, der ökologische, soziale und kreative Aspekte miteinander vereint. „Uns ist wichtig, dass die Villa Viva für alle da ist“, sagt Adrion gegenüber der Zeitung. Deswegen bietet das Hotel sogar Schlafplätze an, die bereits ab 19,10 Euro gebucht werden können. Hierbei handelt es sich um abschließbare Kabinen, die laut Hotel-Website „Campingflair“ vermitteln sollen. Wer es etwas komfortabler mag, der kann eines der 138 Zimmer buchen, darunter das neun Quadratmeter große „Tiny“-Zimmer ab 69 Euro und die exklusive „Suite Deluxe“ ab 269 Euro pro Nacht. 50 Prozent der Erlöse des Hotels wird gemeinnützigen Organisationen zugutekommen, die sich für sauberes Trinkwasser weltweit einsetzen.

Die Villa Viva zeichnet sich auch durch ihre nachhaltige Bauweise aus. Bei der Auswahl der Baumaterialien und der Einrichtung wurden kurze Transportwege, faire Produktion und geringer Energieverbrauch berücksichtigt. Das Hotel verzichtet sogar bewusst auf Fernseher und Klimaanlagen in den Zimmern. Wie wichtig diese Prinzipen sind, bekam auch Musiker Jan Delay zu spüren, der gemeinsam mit Moderatorin Barbara Schöneberger die beiden exklusiven Apartments im elften Obergeschoss gestaltet hatte. Wie das Hamburger Abendblatt berichtet, soll das Sofa, das Delay ausgesucht hatte, bei der Nachhaltigkeitsprüfung durchgefallen sein. Stattdessen soll nun ein Second-Hand-Sofa aufgestellt werden. Die Villa Viva soll nicht nur ein Hotel, sondern auch ein Ort der Begegnung sein. Neben den Übernachtungsmöglichkeiten bietet das Hotel Büroflächen, Eventräume, ein Restaurant und eine Bar.

Das Investment für den Bau des Hotels wurde von der Villa Viva Shareholder Gang finanziert, zu der prominente Unterstützer wie Jan Delay, Tim Mälzer, die Gebrüder Braun vom Miniatur-Wunderland, Bela B und Kevin Kuranyi gehören. Die Baukosten stiegen jedoch aufgrund von Bauproblemen und gestiegenen Energiekosten auf insgesamt 36 Millionen Euro.

Ab sofort werden auf der Website des Hotels Reservierungen entgegengenommen. Am 16. November soll Eröffnung sein.


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Österreichs Hotels erwarten für die Wintersaison stabile Übernachtungszahlen, aber rückläufige Betriebsergebnisse. Hohe Beschäftigungskosten, zurückhaltende Gästeausgaben und erschwerte Finanzierungen belasten die Betriebe.

Six Senses plant für 2027 vier Neueröffnungen in Mailand, Spanien, Tel Aviv und Saudi-Arabien. Vorgesehen sind Stadthotels, ein Resort auf einem historischen Anwesen und eine Anlage in einer Wüstenlandschaft.

Das Designer Motel glockna in Fusch an der Großglocknerstraße hat fünf Chalets und einen Infinitypool fertiggestellt. Die Eröffnung des Hotels mit Zimmern, Suiten, Spa und Restaurant ist für den 19. Dezember 2026 geplant.

Hotels unter einer Marke stellen inzwischen 45,5 Prozent der Hotelzimmer in Deutschland. Der DACH-Bericht von Horwath HTL dokumentiert steigende Markenanteile in allen drei Ländern und die Expansion durch Marken- und Betreiberwechsel.

Charlotte Pauls ist in den Bremer Familienbetrieb rund um das Hotel Munte eingetreten. Sie und ihr Cousin Luca vertreten die fünfte Generation der Unternehmerfamilie und sollen Mitte 2027 gemeinsam die Betriebsleitung übernehmen.

Premier Inn meldet zehn Hoteleröffnungen und 19 Prozent mehr Halbjahresumsatz in Deutschland. Zugleich steigt der bereinigte Vorsteuerverlust auf acht Millionen Pfund. Für das Gesamtjahr hält Whitbread am Gewinnziel für Deutschland fest.

Relais & Châteaux stellt seinen 580 Mitgliedern die Plattform MyImpact zur Verfügung. Sie erfasst CO₂-Bilanzen der Hotels und schätzt mögliche Emissionsminderungen; ab 2027 sollen betriebliche Praktiken auch in die Bewertung der Häuser einfließen.

May & Co. plant neben dem Kölner Dom ein Hotel mit rund 250 Zimmern. Die Untergeschosse des bestehenden Büro- und Geschäftshauses sollen erhalten bleiben; die Fertigstellung ist für Mitte 2030 vorgesehen.

Die So!Apart 2026 diskutiert das Verhältnis von Hotellerie und Apartmentsegment sowie Fragen zu Finanzierung und Buchungen über KI-Suche. Die Fachtagung findet am 18. und 19. November im Berliner Metropol statt.

 

Die Hotelstars Union sieht Fortschritte bei der Kennzeichnung der Hotelsterne in KI-Assistenten und auf Buchungsplattformen. Sterne sollten ausschließlich für offiziell klassifizierte Hotels verwendet und Bewertungen europaweit einheitlich dargestellt werden.