Hotelbetreiber Atomis expandiert ins Ausland und übernimmt Hotel in Wien

| Hotellerie Hotellerie

Mit der Übernahme des Wiener Hotels Kaffeemühle wird der deutsche Betreiber Atomis nun erstmals an einem Standort außerhalb des Heimatlands aktiv. Die 76-Zimmer-Immobilie in der österreichischen Hauptstadt, ursprünglich erbaut 1990, empfängt ab sofort die Gäste unter der Leitung der Atomis-Operation Managerin Lisa Kolb.

„Für uns war wichtig, mit dem ersten Hotelprojekt außerhalb Deutschlands direkt ein Zeichen sowohl für Qualität als auch für Tradition zu setzen“, betont Alexander Eisner, Geschäftsführer von Atomis: „Beides gleichzeitig in einer Hotel-Immobilie zu verwirklichen, sorgt für einen perfekten Aufenthalt der Reisenden. Ein Projekt, das nicht nur mit einer hervorragenden Lage, sondern im gefragten 7. Wiener Bezirk zudem mit seinem besonderen Charme und Flair besticht, bringt dafür beste Voraussetzungen mit.“

Bislang war die österreichische Schiehser Hotels GmbH Betreiber des Hotels. Eigentümer der Immobilie ist die von Richard Lugner gegründeten Lugner Familien-Privatstiftung. In Absprache mit der Stiftung plant Atomis Hotels in den kommenden zwei Jahren umfassende Investitionen sowohl an der Immobilie als auch bei der Zimmer-Einrichtung, kündigt Eisner an: „Infrastruktur, Design und Service werden weiter verbessert. So gestalten wir das Haus noch attraktiver für die Gäste und nutzen das Potential der hervorragenden Lage im Wiener Zentrum optimal. Um eine reibungslose Betriebsübernahme zu gewährleisten, erweitern wir auch die bisherige Hotel-Mannschaft.“ Österreich wird für Atomis neben Deutschland der zweite Betreibermarkt sein. „Neben weiteren Wien-Engagements bieten aus unserer Sicht vor allem Salzburg und Innsbruck interessante Investitions-Parameter und gute Perspektiven“, so Eisner.

In Deutschland betreibt Atomis bislang drei Hotels mit insgesamt 278 Zimmern. Das Hotel Atomis Airport by Mercure mit 168 Zimmern liegt direkt am Flughafen München. Zwei weitere Häuser im Nürnberger Zentrum vervollständigen das Portfolio, das ibis Hotel Nürnberg Altstadt mit 61 Zimmern sowie das art & business hotel mit 49 Zimmern. Eisner: „Wir werden schon bald neben Bayern auch in anderen Bundesländern vertreten sein und sind bundesweit mit Hotelketten und Immobilieneigentümern in Gesprächen.“ Atomis steigt bei Bedarf auch in bestehende Betreiber-Verträge ein, falls diese wegen veränderter Rahmenbedingungen nicht mehr erfüllt werden können.  


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Die Betreibergesellschaft des ehemaligen Hotels Reichshof in Norden, das heute Tides Boutique Hotel heißt, hat einen Insolvenzantrag gestellt. Nach Angaben von des Insolvenzverwalters werde der Hotel- und Gastronomiebetrieb uneingeschränkt fortgeführt.

Im Darknet werden nach Angaben der Lindner Hotels AG Daten angeboten, die mutmaßlich aus dem Cyberangriff vom 8. Juni 2026 stammen. Überprüfte Beispieldaten enthalten tatsächlich Daten aus den betroffenen Beständen; der genaue Umfang der Datenentwendung werde weiter untersucht.

Wenn die nächste Generation übernehmen soll, bringt das in familiengeführten Häusern immer auch Herausforderungen mit sich. Als Hotelier in dritter Generation kennt Thomas Walther vom Hotel Walther und Hotel Steinbock diese nur zu gut – und berichtet Oliver Meyer im HotelPartner-Podcast, wie der Generationenwechsel erfolgreich ablaufen kann und welche Rolle das Thema Führung dabei spielt.

Die MHP Hotel AG hat ein Rückkaufangebot für bis zu 4.403.530 Aktien zu je 1,35 Euro beschlossen. Die Annahmefrist läuft vom 13. Oktober bis zum 2. November 2026; die erworbenen Aktien sollen überwiegend eingezogen werden.

Leonardo Hotels Central Europe hat das neu positionierte Leonardo Hannover Medical Park offiziell eröffnet. Aus zwei zuvor getrennt betriebenen Hotels ist ein gemeinsames Haus mit 208 Zimmern entstanden. Zum Konzept gehört auch eine Kooperation mit Tui Blue.

Der deutsche Hotel-Investmentmarkt verzeichnet nach drei Quartalen 2026 mehr Transaktionen, obwohl das Investmentvolumen gegenüber dem Vorjahr gesunken ist. Vor allem kleinere Transaktionen prägen das Marktgeschehen.

Die Hotelbuchung beendet die Reiseplanung häufig nicht. Eine Untersuchung von McKinsey und Skift unter 1.015 US-Reisenden zeigt, dass viele Befragte anschließend weiter recherchieren, Preise beobachten oder alternative Angebote prüfen.

Das Mercure City in der Kölner Friesenstraße hat seinen Betrieb eingestellt. Der Kölner Stadt-Anzeiger nennt technische Mängel und hohe notwendige Investitionen in den Brandschutz als Gründe. Das Pullman-Hotel an der Helenenstraße soll Anfang Dezember 2026 vorerst schließen.

Nach ungewöhnlich vielen gemeldeten Fällen in Mecklenburg-Vorpommern warnt die NRW-Datenschutzbeauftragte vor Betrugsversuchen mit erbeuteten Buchungsdaten. Kriminelle verschicken Nachrichten, die vermeintlich von Unterkünften stammen, und fordern etwa zur Verifizierung von Kreditkartendaten auf.

Kriminelle erbeuten Buchungsdaten und versuchen damit, Urlauber um Geld zu bringen. Nordrhein-Westfalens Datenschutzbeauftragte warnt vor täuschend echten Nachrichten vermeintlicher Unterkünfte.