Hotelbetreiber MHP mit Gewinn in 2021

| Hotellerie Hotellerie

Die MHP Hotel AG hat den Jahresabschluss 2021 veröffentlicht. Der Hotelbetreiber weist für die Tochtergesellschaft Munich Hotel Partners GmbH, in der das gesamte operative Geschäft gebündelt ist, einen Konzernjahresüberschuss von 2,1 Millionen Euro aus. Damit wurde nicht nur die ursprüngliche Erwartung eines ausgeglichenen Ergebnisses, sondern auch der vorläufige Wert von 1,5 Millionen Euro übertroffen. Der Konzernumsatz erreichte im vergangenen Jahr 33,3 Millionen Euro und lag damit geringfügig unter dem Vorjahreswert. Wie bereits im Jahr 2020 war die Geschäftsentwicklung in erheblichem Umfang durch die Corona-bedingten Einschränkungen der internationalen Reisetätigkeit geprägt.

Für das laufende Geschäftsjahr erwartet die Munich Hotel Partners GmbH unverändert einen Konzernumsatz von 90 bis 100 Millionen Euro sowie ein operatives Konzernergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen von bis zu 7,0 Millionen Euro. Grundlage für das starke Wachstum ist die deutliche Nachfragebelebung nach dem Ende der coronabedingten Einschränkungen, sowohl bei Privatreisenden als auch bei Geschäfts- und Firmenkunden. So liegt die durchschnittliche Zimmerrate der MHP-Hotels mittlerweile über dem Niveau vor der Pandemie, während die Belegungsrate noch leicht darunter liegt. Hinzu kommen die Umsätze bzw. das Fee-Einkommen aus den vier in den vergangenen Monaten eröffneten Häusern (Eigenmarke MOOONS in Wien, Hotel Luc Autograph Collection in Berlin, JW Marriott in Frankfurt und Basel Marriott Hotel).

Der Einzelabschluss der als börsennotierte Holdinggesellschaft fungierenden MHP Hotel AG (vormals Lifespot Capital AG) zeigt für 2021 ein nahezu ausgeglichenes Jahresergebnis von -0,2 Millionen Euro (2020: -0,2 Millionen Euro). Nach der im Berichtsjahr erfolgten Einbringung der gesamten Aktivitäten der Munich Hotel Partners GmbH in die frühere Lifespot Capital durch eine Sachkapitalerhöhung und nach der im Herbst 2021 erfolgreich vollzogenen Barkapitalerhöhung wies die MHP Hotel AG zum 31. Dezember 2021 ein Eigenkapital von 55,8 Millionen Euro aus. Das entspricht einer Eigenkapitalquote von 83,2 Prozent. Die MHP Hotel AG wird einen konsolidierten Konzernabschluss erstmals für das Jahr 2022 erstellen.

Zudem wurde der Earn-Out aus dem Vertrag über die Einbringung der Munich Hotel Partners GmbH ermittelt und vom Abschlussprüfer bestätigt. Auf Basis der Geschäftsergebnisse in den schwierigen Pandemie-Jahren 2020 und 2021 sowie der Vermögensposition der ehemaligen Lifespot Capital AG am Vollzugstag können die Gründer und Verkäufer der Munich Hotel Partners GmbH als Earn-Out zusammen etwa 3,0 Millionen neue Aktien der MHP Hotel AG im Rahmen einer Sachkapitalerhöhung beanspruchen.

Ralf Selke, Finanzvorstand (CFO) der MHP Hotel AG: „Wir haben während der Corona-Krise einen dezidierten Wachstumskurs eingeschlagen, neue Standorte eröffnet, unsere Kosten optimiert und die Börsennotierung realisiert. In Summe sind wir optimal gerüstet für den sich wieder stark belebenden Hotelmarkt und für neue Marktopportunitäten. Dabei reicht unser Blick über den deutschsprachigen Raum hinaus auch ins europäische Ausland.“


Zurück

Vielleicht auch interessant

Die The Chocolate on the Pillow Group (COTP) hat einen Miet- und Franchisevertrag für das im Bau befindliche Holiday Inn Express Kassel unterzeichnet. Damit sichert sich das Unternehmen das dritte Hotel aus der Insolvenz der Revo Hospitality Group.

Grand Metropolitan Hotels will das gemeinsame Joint Venture mit dem Versorgungswerk der Zahnärztekammer Berlin (VZB) beenden. Gleichzeitig berichten Medien über weitreichende Maßnahmen eines Amsterdamer Gerichts im laufenden Streit zwischen beiden Gesellschaftern.

Für das insolvente Traditionshotel Bösehof in Bad Bederkesa zeichnet sich eine Lösung ab. Ein Ehepaar aus der Region soll das Haus übernehmen, während die Gläubiger noch im Juli über den Insolvenzplan entscheiden.

Der Convenience-Großhändler MCS hat im Highway Hotel Herbolzheim seinen ersten autonomen 24-Stunden-Shop eröffnet. Mit dem Standort erweitert das Unternehmen sein Konzept erstmals auf die Hotellerie.

Eine professionell gestaltete E-Mail zu einem angeblichen Bettwanzenbefall hat in einem Hotelunternehmen zunächst einen glaubwürdigen Eindruck hinterlassen. Erst ein nicht existierendes Zimmer entlarvte den Vorgang als Phishing-Versuch.

Die Accor-Gruppe erweitert im Jahr 2026 ihr weltweites Hotelportfolio um zahlreiche neue Standorte und Luxusprojekte. Der Fokus liegt dabei auf einer globalen Expansion in unterschiedlichen Marktsegmenten.

Eine Branchenstudie von XPORT hat knapp 20.000 deutsche Hotel-Websites automatisiert auf Barrierefreiheit untersucht. Nach Angaben des Unternehmens weisen mehr als 85 Prozent der analysierten Seiten erkennbare Verstöße gegen WCAG-Richtlinien auf.

Smartments wird zwei Serviced-Apartmenthäuser in Berlin und Bielefeld für M&G Real Estate betreiben. Mit den langfristigen Mietverträgen wächst das Portfolio des Unternehmens auf 16 Standorte mit 2.389 Apartments.

Eine YouGov-Umfrage im Auftrag von a&o Hostels zeigt: Für viele Europäer bestimmen im Sommer 2026 vor allem Kosten und Unsicherheiten die Urlaubsplanung. Während jeder Elfte ganz auf eine Reise verzichtet, gewinnen Kurztrips innerhalb Europas an Bedeutung.

Aus einem ehemaligen H-Plus-Hotel entstand innerhalb von sechs Monaten das Moxy Zurich. Marco Meier von der SV Hotel beschreibt in einem Video-Gespräch, wie der Betreiberwechsel, der Umbau und die Neupositionierung des Hauses umgesetzt wurden.