Hotelbuchung beendet die Suche meist nicht

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Viele US-Reisende planen und recherchieren auch nach einer Buchung weiter. Das geht aus einer am 22. September 2026 vorgestellten Untersuchung von McKinsey und Skift unter 1.015 US-Reisenden hervor. 78 Prozent der Befragten erklärten, sie setzten ihre Planung und Recherche nach der Buchung fort. 41 Prozent beobachteten den Preis einer bestehenden Buchung auf der Suche nach einem besseren Angebot; 29 Prozent prüften weiterhin andere Optionen für den Fall, dass eine attraktivere verfügbar werde.

Der am 22. September 2026 vorgestellte Bericht „Winning hearts in an age of infinite travel choices“ untersucht, wie Reisende Ideen entwickeln, Angebote vergleichen und Buchungsentscheidungen treffen. Die Befragung umfasst 1.015 US-Reisende; die Abbildungen weisen einen Datenstand von Juni 2026 aus. Ergänzend werteten die Autoren selbst geführte Reiseplanungstagebücher aus. Die Befragungsergebnisse beziehen sich auf die USA.

Reisende recherchieren nach der Buchung Restaurants und Aktivitäten weiter

Die weitere Planung betreffe auch die Gestaltung des Aufenthalts. 68 Prozent recherchierten nach der Buchung ausführlicher zu Restaurants, Aktivitäten und anderen Unternehmungen. 64 Prozent betrachteten weiterhin Inhalte zum Reiseziel in sozialen Netzwerken. 48 Prozent teilten ihre Pläne oder fragten Freunde und Kontakte in sozialen Netzwerken nach Empfehlungen.

Nur 18 Prozent hätten angegeben, ihre Planung nach Abschluss der wesentlichen Reservierungen einzustellen. McKinsey und Skift beschreiben die Buchungsbestätigung deshalb als Zwischenstation in einem Prozess, in dem Reisende Entscheidungen wiederholt überprüften.

Auch die Tagebuchauswertung dokumentiere solche Rücksprünge. Bei 26 Teilnehmern mit 211 Recherche- und Buchungssitzungen habe etwa jeder dritte Wechsel zwischen Planungsphasen zurück zu einer früheren Phase geführt, beispielsweise von der Buchung zur Recherche.

Befragte lassen sich von KI beraten und buchen lieber selbst

Soziale Netzwerke und künstliche Intelligenz spielten bereits vor der Buchung eine Rolle. 60 Prozent nannten soziale Netzwerke als eine ihrer drei wichtigsten Quellen für Reiseideen. Während der Recherche nutzten 34 Prozent KI-Werkzeuge – mehr als in jeder anderen Phase der Reiseplanung.

62 Prozent stimmten der Aussage zu, KI habe die Reiseplanung erleichtert. Zugleich erklärten 56 Prozent, sie verbrächten wegen KI insgesamt mehr Zeit mit der Planung, obwohl sie schneller Antworten erhielten. 52 Prozent erwarteten, KI-Werkzeuge in den auf die Befragung folgenden zwölf Monaten häufiger für die Reiseplanung zu nutzen.

Bei der abschließenden Entscheidung bevorzugten 74 Prozent eine eigene Buchung gegenüber einer Buchung durch KI. Für 52 Prozent würde es das Vertrauen in eine KI-Buchung am stärksten erhöhen, wenn sie Buchungsdetails vor der Bestätigung einfach überprüfen und ändern könnten. Bei dieser Frage waren bis zu zwei Antworten möglich.

McKinsey und Skift empfehlen Anbietern, Suchergebnisse für Rückkehrer zu erhalten

Die Untersuchung beschreibt außerdem wiederholte Besuche auf denselben Plattformen. 74 Prozent kehrten vor ihrer Entscheidung mehrfach zu denselben Websites oder Anwendungen zurück. Beim Wechsel zwischen Suchmaschinen, Buchungsportalen, Bewertungsseiten und Anbieter-Websites müssten Reisende Informationen häufig erneut eingeben und bereits geprüfte Optionen nochmals vergleichen.

Die Autoren empfehlen Anbietern, Reisedaten, Budgets, Präferenzen und bisherige Vergleiche bei erneuten Besuchen wieder verfügbar zu machen. Unternehmen sollten zudem regelmäßig prüfen, ob ihre Angebote in KI-Antworten erschienen und ob Preise, Verfügbarkeiten und Bedingungen korrekt dargestellt würden.

Für die Betreuung nach einer Buchung nennen McKinsey und Skift passende Restaurant- und Aktivitätsempfehlungen sowie Hinweise auf Änderungen der Reiseplanung. Solche Angebote sollten konkrete offene Fragen beantworten; allgemeine Nachrichten ohne Bezug zur jeweiligen Reise empfehlen die Autoren nicht.

Bei der Erstellung dieses Artikels kamen KI-gestützte Werkzeuge zum Einsatz. Die Inhalte wurden redaktionell überprüft. Feedback nehmen wir gerne unter news@tageskarte.io entgegen.


 

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