Hotels an der Müritz befürchten Einschränkungen bis Juni

| Hotellerie Hotellerie

Die Hotelbetreiber an der Müritz befürchten, dass sie frühestens im Juni ihre Häuser wieder so auslasten können, dass es sich finanziell wirklich lohnt. Darauf deuten die derzeitigen Überbrückungshilfen und andere Maßnahmen der Bundesregierung hin, wie Katja Jedwillat von der Hotelgemeinschaft Waren an der Müritz am Montag erklärte.

Auch die Gäste seien angesichts der unklaren Corona-Lage sehr zurückhaltend: «Für April und Mai gibt es kaum Buchungen, erst ab Juni.» An diesem Samstag hat der Dehoga-Regionalverband zu einer Demonstration unter dem Motto «Wir sitzen auf gepackten Koffern» auf dem Neuen Markt in Waren aufgerufen.

Die Hilfen seien bis Mitte Juni angelegt, sagte Jedwillat. Wenn man die Stufenregelungen wie 2020 umsetzt, dann dürften zuerst nur Gäste aus MV kommen. Danach durften Hotels nur 60 Prozent ihrer Betten auslasten und erst später mehr. So könne man im Juni landen.

Ähnlich wie Jedwillat äußerte sich die Betreiberin des Hotels Kleines Meer, Kati Strasen. Sie forderte andere Kriterien als nur Corona-Inzidenzzahlen. «Wir müssen wissen, wie sind Krankenhäuser ausgelastet, wie hoch ist der Anteil der schweren Verläufe». Man habe im November bei Schließung der Häuser große Hoffnungen in Impfungen gesetzt.

Strasen beschäftigt 20 Mitarbeiter. Einige betreuen sehr wenige Geschäftsreisende, das Gros sei vier Monate zu Hause. Diese Leute hätten nur 67 Prozent des Einkommens, aber 100 Prozent ihrer Kosten, verdeutlichte Strasen. Auch Modernisierungszuschüsse, bei denen man 50 Prozent der Kosten selbst aufbringen müsste, könne man sich derzeit nicht leisten. Der Hotelgemeinschaft gehören 18 Häuser an. (dpa)


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Stayery expandiert nach München und übernimmt ein Apartmenthaus am Oberwiesenfeld mit 105 Einheiten. Die Eröffnung des konvertierten Bestandsgebäudes am Olympiapark ist für Anfang 2027 geplant.

Seetelhotels meldet einen Ransomware-Angriff auf interne IT-Systeme. Ein möglicher Datenabfluss wird untersucht; bei Buchungen und Anfragen kann es zu Verzögerungen kommen.

Die Radisson Hotel Group hat in Breslau ihr 20. Prize-by-Radisson-Hotel eröffnet. Das Haus im Sky Tower verfügt über 208 Zimmer und ist der zweite Standort der Marke in Polen.

Accor tritt mit dem geplanten ibis Styles Helsinki Helka erstmals in den finnischen Hotelmarkt ein. Das Haus mit 157 Zimmern soll Ende 2027 aus dem traditionsreichen Hotel Helka hervorgehen.

Das bisherige Mercure Tagungs- und Landhotel Krefeld soll ab Januar 2027 als eigenständiges Haus unter dem Dach einer neu gegründeten GmbH fortgeführt werden. Das bestehende Team soll bleiben; neue Tagungskonzepte sind in Arbeit.

Der Ulmer Gemeinderat hat nach einem Bericht der Südwest Presse mit knapper Mehrheit eine Bettensteuer beschlossen. Ab 2030 sollen Übernachtungsgäste drei Euro pro Nacht zahlen.

Österreichs Hotels erwarten für die Wintersaison stabile Übernachtungszahlen, aber rückläufige Betriebsergebnisse. Hohe Beschäftigungskosten, zurückhaltende Gästeausgaben und erschwerte Finanzierungen belasten die Betriebe.

Six Senses plant für 2027 vier Neueröffnungen in Mailand, Spanien, Tel Aviv und Saudi-Arabien. Vorgesehen sind Stadthotels, ein Resort auf einem historischen Anwesen und eine Anlage in einer Wüstenlandschaft.

Das Designer Motel glockna in Fusch an der Großglocknerstraße hat fünf Chalets und einen Infinitypool fertiggestellt. Die Eröffnung des Hotels mit Zimmern, Suiten, Spa und Restaurant ist für den 19. Dezember 2026 geplant.

Hotels unter einer Marke stellen inzwischen 45,5 Prozent der Hotelzimmer in Deutschland. Der DACH-Bericht von Horwath HTL dokumentiert steigende Markenanteile in allen drei Ländern und die Expansion durch Marken- und Betreiberwechsel.