Hotelstars Union wählt neuen Vorstand: Fokus auf KI und internationale Sichtbarkeit

| Hotellerie Hotellerie

Die Hotelstars Union (HSU), der europäische Verband für die harmonisierte Hotelklassifizierung, hat auf ihrer 10. Generalversammlung im zypriotischen Paphos einen neuen Vorstand gewählt. Gleichzeitig definierte der Verband die strategische Ausrichtung für die kommende Amtsperiode. Im Zentrum der strategischen Arbeit stehen der gezielte Einsatz Künstlicher Intelligenz (KI) im Marketing sowie die weitere Steigerung der internationalen Sichtbarkeit der offiziellen Sterneklassifizierung.

Kontinuität im Vorstand – Markus Luthe bestätigt

Im Rahmen der turnusgemäßen Wahlen wurde Markus Luthe (Deutschland) als Präsident der Hotelstars Union bestätigt. Neu gewählt wurde Daniel Beerli (Schweiz) als Vizepräsident. Der Vorstand wird durch Agni Christidou (Griechenland), Joeri Beusen (Belgien) und Magnus Klasson (Schweden) komplettiert.

Georg Imlauer, Obmann des Fachverbandes Hotellerie, gratulierte dem wiedergewählten Präsidenten. Die Kontinuität in der Führung sei gesichert. Imlauer sagte: „Als Mitbegründer der HSU steht der Präsident für Kontinuität und Innovationskraft. Seine Wiederwahl ist ein starkes Signal für eine erfolgreiche Zukunft dieses europäischen Gemeinschaftsprojekts. Die Zusammensetzung des neuen Vorstandes verspricht eine ausgewogene geografische und strukturelle Repräsentation der 21 HSU-Mitgliedsländer.“

Strategische Ausrichtung: KI als Marketinginstrument

Die HSU konzentriert sich in der neuen Amtsperiode auf zwei strategische Schwerpunkte:

  1. Künstliche Intelligenz und Sichtbarkeit: Es ist geplant, das Potenzial von KI zu nutzen, um klassifizierte Hotels in digitalen Suchprozessen und in KI-generierten Antworten besser sichtbar zu machen. Ziel ist, dass digitale Assistenten, Chatbots und Suchmaschinen verlässliche Informationen über klassifizierte Betriebe bevorzugt berücksichtigen.

  2. Marketing und internationale Präsenz: Mit gezielten Kommunikationsformaten und Kampagnen soll die Sterneklassifizierung international stärker im Bewusstsein der Reisenden verankert und ihr Nutzen für Hoteliers und Gäste hervorgehoben werden.

Präsident Luthe verwies auf die Notwendigkeit der digitalen Kompatibilität: „Mit der Einführung der überarbeiteten Klassifizierungskriterien für den Zeitraum 2025 bis 2030 und dem Ausbau unserer digitalen Informationsangebote haben wir in den vergangenen Jahren bereits wichtige Impulse für die Zukunft gesetzt. Unser Ziel bleibt, die Hotelklassifizierung in Europa gemeinsam weiterzuentwickeln – transparent, verlässlich und auch kompatibel mit den digitalen Informations- und Buchungskanäle von morgen.“

Die Rolle der Klassifizierung im digitalen Wandel

Markus Luthe betonte die zentrale Rolle der offiziellen Klassifizierung angesichts des digitalen Wandels und der zunehmenden Bedeutung Künstlicher Intelligenz bei der Reiseplanung:

„Künstliche Intelligenz verändert die Art, wie Menschen Reisen planen und Unterkünfte auswählen. Umso wichtiger ist es, dass geprüfte Informationen über klassifizierte Hotels auch in digitalen Systemen zuverlässig verfügbar sind“, erklärte Luthe und führte weiter aus: „Die offizielle Sterneklassifizierung schafft Transparenz – sie bestätigt nicht nur die Qualität eines Angebots, sondern auch die tatsächliche Existenz des Betriebs. In einer zunehmend KI-geprägten Informationslandschaft bietet sie besondere Orientierung und Verlässlichkeit – für Gäste ebenso wie für Plattformen.“

Die Hotelstars Union vereint 21 europäische Länder unter einem gemeinsamen Klassifizierungsstandard. Mit über 22.000 klassifizierten Hotels und mehr als 1,2 Millionen klassifizierten Zimmern soll die HSU für Qualität, Transparenz und fairen Wettbewerb im Beherbergungssektor sorgen.

Georg Imlauer sagte abschließend zur Digitalisierung: „Es gilt, diese mit Tatkraft, Weitblick und innovativen Ideen für eine zukunftsorientierte Hotelklassifizierung zu nutzen. Der Fachverband Hotellerie wird als Mitglied der Hotelstars Union und mit der Leitung des Generalsekretariats den neuen Vorstand aktiv unterstützen, um neue Impulse für die europaweite Hotelklassifizierung zu setzen.“


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Der Ensana Fürstenhof in Bad Griesbach hat nach einer umfassenden Modernisierung wiedereröffnet. Das Hotel umfasst 148 Zimmer und eine 4.500 Quadratmeter große Spa-Landschaft. Ein medizinischer Bereich ist für Anfang 2027 geplant.

Das von Fairmont Hotels & Resorts geführte Plaza Hotel in New York soll ab Januar 2027 mindestens vier Jahre geschlossen bleiben. Geplant sind Reparatur- und Restaurierungsarbeiten an der denkmalgeschützten Fassade. Das Plaza diente als Schauplatz mehrerer Filme.

Die Comer Group will das ehemalige Hilton-Hotel in Gravenbruch kaufen. Nach einem Bericht der Hessenschau ist der Vertrag unterschrieben, die behördliche Genehmigung steht jedoch aus. Der sanktionierte Geschäftsmann Ali Ansari darf von dem Verkauf nicht profitieren.

Kapital und Gästenachfrage sind vorhanden, doch Hoteltransaktionen müssen höhere Anforderungen erfüllen. Die vierte Ausgabe des „Expert Papers“ „Booking the Future“ von mrp hotels beleuchtet, worauf Investoren, Banken und Betreiber bei Finanzierung, Konzept und Wachstum achten.

Stayery expandiert nach München und übernimmt ein Apartmenthaus am Oberwiesenfeld mit 105 Einheiten. Die Eröffnung des konvertierten Bestandsgebäudes am Olympiapark ist für Anfang 2027 geplant.

Seetelhotels meldet einen Ransomware-Angriff auf interne IT-Systeme. Ein möglicher Datenabfluss wird untersucht; bei Buchungen und Anfragen kann es zu Verzögerungen kommen.

Die Radisson Hotel Group hat in Breslau ihr 20. Prize-by-Radisson-Hotel eröffnet. Das Haus im Sky Tower verfügt über 208 Zimmer und ist der zweite Standort der Marke in Polen.

Accor tritt mit dem geplanten ibis Styles Helsinki Helka erstmals in den finnischen Hotelmarkt ein. Das Haus mit 157 Zimmern soll Ende 2027 aus dem traditionsreichen Hotel Helka hervorgehen.

Das bisherige Mercure Tagungs- und Landhotel Krefeld soll ab Januar 2027 als eigenständiges Haus unter dem Dach einer neu gegründeten GmbH fortgeführt werden. Das bestehende Team soll bleiben; neue Tagungskonzepte sind in Arbeit.

Der Ulmer Gemeinderat hat nach einem Bericht der Südwest Presse mit knapper Mehrheit eine Bettensteuer beschlossen. Ab 2030 sollen Übernachtungsgäste drei Euro pro Nacht zahlen.