Hotelübernahme und Neubau - Limehome wächst in München 

| Hotellerie Hotellerie

Der Hospitality-Betreiber Limehome baut seine Präsenz in der bayerischen Landeshauptstadt deutlich aus. Das Unternehmen hat Verträge für insgesamt 174 neue Einheiten an zwei zentralen Standorten unterzeichnet. Teil der Expansion ist die Übernahme eines bestehenden Boutiquehotels in Pasing sowie ein Neubauprojekt in der Nähe des Hauptbahnhofs. Damit setzt der Anbieter verstärkt auf die Integration konventioneller Hotelbetriebe in sein technologieweltbasiertes Betriebssystem.

Übernahme des Hotel Miano in Pasing

Seit Beginn des Jahres führt Limehome das ehemalige Hotel Miano am Pasinger Marienplatz unter dem Namen Hotel Miano by Limehome fort. Mit 133 Einheiten handelt es sich um das derzeit größte Objekt des Betreibers in München. Das Gebäude in der Planegger Straße wurde im Jahr 2021 eröffnet und umfasst neben den Beherbergungskapazitäten auch eine integrierte Bar, zwei Restaurants, zwei Supermärkte sowie eine öffentliche Tiefgarage.

An der Substanz des Hauses sind keine grundlegenden baulichen Veränderungen vorgesehen. Martin Bucher, Geschäftsführer der Bucher Properties Gruppe, begründet die Entscheidung für den Betreiberwechsel wie folgt: „Wir planen in Pasing langfristig mit dem Hotel Miano. In knapp fünf Jahren ist das Hotel zu einem beliebten Fixpunkt für Münchens Gäste geworden. Mit Limehome haben wir einen Betreiber mit etablierter Marke und starker Distribution gewonnen, der den Charakter des Hauses bewahrt.“

Neubauprojekt an der Paul-Heyse-Straße

Ein zweiter Standort entsteht derzeit zwischen dem Münchner Hauptbahnhof und der Theresienwiese. In der Paul-Heyse-Straße 12 ist ein Neubau mit 41 Einheiten geplant, den Limehome als Alleinmieter betreiben wird. Die Eröffnung dieses Objekts ist für das Jahr 2027 avisiert. Eigentümer der Immobilie ist die österreichische DoN group, die mit diesem Projekt erstmals im Bereich der Hotellerie investiert. Unterstützt wurde die Umsetzung durch die Wiener Savoir Vivre Group.

Josef Donhauser, Eigentümer der DoN group, erläutert die Partnerschaft: „Für unser erstes Hotellerie-Engagement war uns ein Partner wichtig, der die Erwartungen einer modernen, digitalaffinen Zielgruppe versteht und die Guest Journey der Zukunft konsequent mitdenkt. In dem europaweit bewährten Ansatz von Limehome sehen wir ein langfristig wettbewerbsfähiges Konzept und dies war für uns ein zentraler Entscheidungsfaktor für die Zusammenarbeit.“

Strategischer Fokus auf Hotelübernahmen im Jahr 2026

Die Expansion in München spiegelt die aktuelle Unternehmensstrategie wider, verstärkt auf die Übernahme bestehender Hotelimmobilien zu setzen. Das Unternehmen nutzt standardisierte Prozesse, um konventionelle Häuser auf einen digitalisierten und weitgehend automatisierten Betrieb umzustellen. Laut Limehome ermöglicht dies eine effiziente Bewirtschaftung bei gleichbleibender Qualität.

Matthias Maas, Verantwortlicher für die Expansion in der Region Deutschland, Österreich und Schweiz, sieht einen wachsenden Bedarf am Markt: „Wir beobachten, dass Eigentümer in Deutschland intensiv nach belastbaren und effizienten Lösungen suchen, um ihre Hospitality-Immobilien oder Projektentwicklungen planungssicher aufzustellen. Ein technologiebasiertes Konzept ist aus unserer Sicht ein zentraler Baustein, um langfristig Qualität und Wirtschaftlichkeit zu garantieren. 2026 wollen wir noch mehr Eigentümer bei der digitalen Neuausrichtung ihrer Immobilien unterstützen.“


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Nach der abrupten Schließung des Congress Hotels Chemnitz kämpft die Belegschaft um ihre Zukunft. Mit einer eigenen Bewerbungsoffensive bei 15 Hotelgesellschaften und breiter Unterstützung aus der Bevölkerung sucht das Team nun aktiv nach einem neuen Investor für das geschichtsträchtige Hochhaus.

Campingplätze, Hotels, Pensionen und Anbieter von Gästezimmern in Nordrhein-Westfalen verzeichneten 2025 Zuwächse. Und das nach dem Rekordjahr 2024 mit der Fußball-EM im eigenen Land.

Direkt am Pazifik-Strand von Surfers Paradise soll ein Trump-Tower entstehen – mit Rekordanspruch: Das Hotel soll der höchste Wolkenkratzer Australiens werden.

Airbnb baut seine Plattform zu einem KI-basierten System um. Durch den Einsatz intelligenter Sprachmodelle sollen die Suche personalisiert, der Kundensupport automatisiert und die internen Abläufe effizienter gestaltet werden.

Das Hotelprojekt Seegut in Bad Wiessee erreicht den nächsten Meilenstein. Während die Rohbauarbeiten am Tegernsee im Zeitplan liegen, kündigt der Investor die Unterzeichnung des Managementvertrags mit einem Hotelbetreiber für Ende Februar an.

Wyndham Hotels & Resorts vermeldet für 2025 ein Rekordjahr beim Zimmerwachstum, während der rückläufige RevPAR dämpfend wirkte. Gleichzeitig sorgen die Insolvenz der Revo Hospitality Group und Wertminderungen auf die Marke Vienna House für erhebliche Belastungen in der Bilanz.

Die Fußball-Weltmeisterschaft 2026 stützt die Umsatzentwicklung der US-Hotellerie. Während der Gesamtmarkt nur moderat wächst, rechnen Analysten in den Austragungsstädten mit zweistelligen RevPAR-Zuwächsen in den Sommermonaten.

Airbnb führt in Deutschland die neue Funktion „Jetzt buchen, später bezahlen“ ein. Damit können Gäste Unterkünfte mit flexiblen Stornierungsbedingungen reservieren und erst kurz vor Ablauf der Frist bezahlen, was insbesondere die Planung von Gruppenreisen erleichtern soll.

Die Insolvenz der Revo Hospitality Group hat die deutsche Hotellerie in Mark und Bein erschüttert. Dirk Iserlohe, Aufsichtsratsvorsitzender der Dorint-Hotelgruppe, hat sich in zwei öffentlichen Statements zu Wort gemeldet. Doch beim Vergleich seiner Analysen zeigt sich ein bemerkenswerter kommunikativer Spagat zwischen interner Manöverkritik und politischem Lobbyismus.

Die Chocolate on the Pillow Group vollzieht den Markteintritt in Berlin. Mit einem Managementvertrag für ein Vier-Sterne-Superior-Hotel an der Fischerinsel setzt das Unternehmen auf eine Zusammenarbeit mit Immobilieneigentümern und eine Fokussierung auf investierbare Hotelprodukte.