HR-Group übernimmt Vienna House-Hotelgesellschaft / Marke Vienna House geht an Wyndham

| Hotellerie Hotellerie

Die HR Group (HRG) mit Sitz in Berlin übernimmt mit 7. September 2022 die österreichische Vienna House-Hotelgesellschaft und deren operative Betriebsgesellschaften. Des Weiteren wurde mit dem Zusammenschluss die zeitnahe Übernahme aller Vienna House Immobilien von Vienna House Capital und U City fixiert. HRG gibt als Ziel aus, Europas führender Owner-Operator mit Multi-Brand-Plattform zu werden. Parallel erwirbt Wyndham Hotels & Resorts die Marke Vienna House.

Dazu Ruslan Husry, CEO und alleiniger Eigentümer der HRG: „Wir verfügen jetzt über einen enormen Schatz an Hotelexpertise und ein Portfolio, das zu einem Vorreiter-Unternehmen zusammenwachsen wird. Als Treiber setze ich auf innovative Digitalisierung und eine weltweite Distribution, die Erweiterung von Geschäftsfeldern sowie auf eine überzeugende Markenpositionierung. Die Marke Vienna House hat sich in vielen europäischen Destinationen einen großartigen Ruf erarbeitet, und unsere erweiterte und enge Zusammenarbeit mit Wyndham wird die Stärke, die Größe und die Expertise bieten, die notwendig sind, um die Marke schneller wachsen zu lassen und sicherzustellen, dass mehr Gäste das Angebot von Vienna House erleben.“

Durch den Zusammenschluss mit Vienna House erhöht sich die Anzahl der von HRG betriebenen Hotels in Eigentum, Pacht und Management auf 145 sowie 20 unterzeichnete Projekte.

Die Wyndham Hotels & Resorts übernehmen der Hotelmarke Vienna House  bekannt für 44 Millionen Euro von der Berliner HR-Group. Mit der Übernahme erweitert das Unternehmen sein Hotelangebot um rund 40 Hotels mit zusammen mehr als 6.000 Zimmern. Vienna House ist die 23. Marke von Wyndham Hotels & Resorts und ist derzeit in der DACH-Region und in Osteuropa präsent.

Die bestehenden Vienna House-Hotels werden im Rahmen langfristiger Franchisevereinbarungen mit Wyndham weiterhin von der HR Group betrieben und verbleiben in Besitz oder Pacht der europäischen Hotelbetreibergesellschaft. Wyndham beabsichtigt, die Marke Vienna House zukünftig mithilfe seines umfangreichen Marketing- und Franchise-Know-hows weiter auszubauen. Die HR Group konzentriert sich auf ihre Kernkompetenzen als Eigentümer und Betreiber von Hotelimmobilien in ganz Europa. Nach Abschluss der Transaktion wird Vienna House unter dem Markennamen „Vienna House by Wyndham“ geführt.

Geoff Ballotti, Wyndham Hotels & Resorts Präsident und Chief Executive Officer begründet den Kauf der individuellen Marke: „Die gästeorientierte Kultur, der hohe Bekanntheitsgrad der Marke und die ehrgeizigen Pläne zur Markenentwicklung von Vienna House stimmen mit unseren Vertriebszielen überein und machen das Unternehmen zu einem perfekten Partner, um unser internationales Wachstum fortzusetzen und unsere Position und unser Engagement in der Region zu stärken." Das US-amerikanische Unternehmen Wyndham gilt als weltweit größtes Hotel-Franchise-Unternehmen mit rund 9.000 Hotels in über 95 Ländern. „In den vergangenen Jahren hat sich die Marke Vienna House bei Reisenden in vielen europäischen Ländern einen Namen gemacht", ergänzt Dimitris Manikis, Wyndham Hotels & Resorts Präsident für Europa, den Nahen Osten, Eurasien und Afrika (EMEA). "Die Übernahme der Marke Vienna House und die erweiterte Zusammenarbeit mit unserem bewährten Partner, der HR Group, sind ein wichtiger Schritt, um unsere Marktpräsenz noch weiter auszubauen und unsere Wachstumsambitionen in wichtigen Destinationen in ganz EMEA zu unterstützen."

Wyndham wird die Marke Vienna House durch die Nutzung der umfassenden Distributionsmöglichkeiten sowie die Marketing- und Franchise-Expertise ausbauen und mit dem in Wien ansässigen Team weiterentwickeln. Vienna House wird zu Vienna House by Wyndham. Zusätzlich übernimmt das Corporate Office in Wien das Management der von HRG kürzlich erworbenen 23 Hotels der Amedia Hotelgruppe. Das Portfolio unter Vienna House by Wyndham umfasst derzeit 42 Hotels.

Den Grundstein für die neue Partnerschaft wurde 2020 gelegt, als sich die österreichisch-thailändische Muttergesellschaft Vienna House Capital und U City PCL 2020 entschieden hatten, ihre Besitzanteile zu verkaufen und sich auf ihre Hospitality-Investments und Finanzdienstleistungen zu konzentrieren.

Rupert Simoner, CEO Vienna House Capital: „Ich freue mich sehr, dass ich mit Ruslan und Wyndham großartige Partner, auch für die weitere Zusammenarbeit, gefunden habe. Vor HRG liegt die große Chance, auf dem sogenannten „weißen Blatt Papier“ ein neues, globales Unternehmen zu kreieren.“

Und es bleibt für HRG nicht allein bei Europa. Im Zuge des weiteren Wachstums ist geplant, den 50-Prozent-Anteil von U City PCL an Absolute Hotel Services (AHS) mit Sitz in Bangkok zu übernehmen. Zur Hotelmanagementgesellschaft gehören unter anderem Hotels der Marken Eastin Hotels & Residences und U Resorts. Damit werden 32 bestehende Hotels & Golf Clubs sowie 35 Projekte in Thailand, Vietnam, Indonesien, Indien, aber auch in Hongkong und der Türkei das Portfolio des neuen Unternehmens erweitern. Dies wird noch für 2022 erwartet.

Über die Transaktionssumme ist Stillschweigen vereinbart. Alle Mitarbeiter von Vienna House werden übernommen.

Die beteiligten Parteien bedanken sich für die Begleitung und Umsetzung des Prozesses vonseiten Vienna House Capital/U City bei GSK Stockmann München und vonseiten der HRG bei den Vertretern der internationalen Wirtschaftskanzlei Hogan Lovells Frankfurt.


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Bei einer Kontrolle in einem Hotel im Bezirk Landeck hat die Finanzpolizei mehrere nicht gemeldete Arbeitskräfte festgestellt. Die Behörden ermitteln zudem wegen möglicher Arbeitsausbeutung und Menschenhandels.

Zum Ende des ersten Quartals 2026 zeigt die globale Hotel-Pipeline laut CoStar-Daten ein Wachstum in fast allen Weltregionen. Lediglich auf dem amerikanischen Kontinent sind die Aktivitäten in sämtlichen Planungs- und Bauphasen rückläufig.

Hyatt verzeichnet im ersten Quartal ein deutliches Wachstum bei den Managementgebühren und den Zimmerkapazitäten. Trotz geopolitischer Herausforderungen und regionaler Einflüsse hebt der Konzern seine Prognosen für das Gesamtjahr teilweise an.

Mit der Eröffnung des W Sardinia – Poltu Quatu setzt die Marriott-Marke W Hotels ihren Expansionskurs in Italien fort. Das Resort an der sardischen Nordostküste umfasst 157 Zimmer und setzt auf ein Designkonzept mit regionalem Bezug.

Das Hotel Vier Jahreszeiten Starnberg feiert im Mai 2026 sein 20-jähriges Bestehen und lädt zu einem Tag der offenen Tür ein. Das inhabergeführte Haus setzt weiterhin auf eine Kombination aus gehobener Gastronomie und Tagungsgeschäft.

Die Stiftung der Familie Zech kauft den Öschberghof. Das Luxushotel in Donaueschingen wird Teil der Severin*s Hotels & Resorts. Der Betrieb soll mit bestehender Ausrichtung weitergeführt werden. Michael Artner bleibt nach Angaben des Unternehmens weiterhin verantwortlich für die Leitung des Resorts.

Der Betreiber des Hotels auf Burg Schnellenberg in Nordrhein-Westfalen hat Insolvenz angemeldet. Während der vorläufige Insolvenzverwalter die Sanierungschancen prüft, wird der Betrieb in Attendorn vorerst fortgesetzt.

Der Fahrdienstvermittler Uber Technologies hat neue Funktionen und Produkte vorgestellt, darunter erstmals Hotelbuchungen direkt in der App. Die Integration erfolgt in Kooperation mit Expedia und wird zunächst in den USA eingeführt.

Das Schlosshotel Klaffenbach in Chemnitz erhält einen neuen Betreiber. Wie aus einer Mitteilung hervorgeht, übergeben Silke und Ralf Langer nach insgesamt 17 Jahren Tätigkeit im Haus den Hotelbetrieb an die Primaro Holding unter der Leitung von Darija und Petar Marovic.

Die Motel One Group hat 2025 erstmals die Marke von einer Milliarde Euro Umsatz überschritten. Das Unternehmen meldet steigende Kennzahlen und weitere Expansion in Europa.