Hyatt meldet Rekord bei weltweiten Hotelprojekten

| Hotellerie Hotellerie

Die Hyatt Hotels Corporation hat das Geschäftsjahr 2025 mit einem neuen Höchststand bei ihren Expansionsplänen abgeschlossen. Zum Jahresende verzeichnete die Hotelgruppe eine weltweite Pipeline von rund 148.000 Zimmern. Dies entspricht etwa 40 Prozent des derzeitigen Gesamtbestands des Unternehmens. Im Vergleich zum Vorjahr stieg die Zahl der geplanten Zimmer um 7 Prozent.

Fokus auf den US-Markt und den asiatisch-pazifischen Raum

Besonders in den USA erzielte Hyatt die höchste Anzahl an Vertragsabschlüssen seit fünf Jahren. Die Zahl der neu unterzeichneten Verträge stieg dort im Vergleich zu 2024 um 30 Prozent. Dabei entfallen mehr als 80 Prozent der US-Projekte auf Neubauten. Etwa die Hälfte dieser Abschlüsse betrifft Märkte, in denen die Gruppe bisher nicht vertreten war.

Auch im asiatisch-pazifischen Raum setzt sich das Wachstum fort. In Indien stiegen die Zimmerabschlüsse um fast 90 Prozent, in Indonesien um 46 Prozent. In Großchina verzeichnete das Segment der Basishotels einen Zuwachs von über 50 Prozent bei den geplanten Projekten. In Vietnam wurde die Präsenz durch die Integration von sechs Wink-Hotels in die Marke Unscripted by Hyatt ausgebaut, ein weiteres Haus soll dort 2027 folgen.

Bedeutung des Kundenbindungsprogramms für die Expansion

Ein zentraler Pfeiler der Wachstumsstrategie ist das Treueprogramm World of Hyatt, das mittlerweile mehr als 63 Millionen Mitglieder umfasst. Laut Unternehmensangaben übernachten Mitglieder im Durchschnitt 62 Prozent häufiger in Hyatt-Hotels als Nicht-Mitglieder und geben dabei 93 Prozent mehr aus. Die Anzahl der Gäste, die jährlich mehr als 50 Nächte in den Häusern der Gruppe verbringen, stieg im Jahr 2025 um 13 Prozent.

Mark Hoplamazian, Präsident und Vorstandsvorsitzender von Hyatt, ordnet die Entwicklung wie folgt ein: „2025 was a milestone year for Hyatt as we thoughtfully expanded our portfolio, using market insights, World of Hyatt member spend, and owner feedback to identify the right growth opportunities for Hyatt.“ Laut Hoplamazian vertrauen die Eigentümer auf das datengestützte Geschäftsmodell und profitieren von der globalen Vernetzung der Gruppe.

Geplante Eröffnungen im Luxus- und Lifestyle-Segment

Die Gruppe verteilt ihre Aktivitäten auf fünf verschiedene Markenportfolios. Im Luxussegment, zu dem Marken wie Park Hyatt und Alila gehören, befinden sich derzeit mehr als 10.000 Zimmer in der Entwicklung. Zu den angekündigten Eröffnungen zählt das Hotel The Clayfield in Kanada im August 2026. In Italien ist die Eröffnung des Park Hyatt Taormina für 2028 geplant, während in Japan das Park Hyatt Sapporo (2029) und das Hotel Nei Nara (2030) folgen sollen.

Das Lifestyle-Portfolio erfuhr durch die Übernahme von Standard International eine Beschleunigung. Für das Jahr 2026 sind unter anderem Eröffnungen des Andaz Lissabon, des Standard Lissabon sowie des Thompson Rom vorgesehen. Zudem plant Hyatt neue Standorte in Mexiko-Stadt, auf den Turks- und Caicosinseln sowie an der australischen Gold Coast.

All-inclusive-Resorts und Basishotels im Aufbruch

Im Bereich der All-inclusive-Angebote plant die Inclusive Collection Erweiterungen in der Dominikanischen Republik, darunter das Hyatt Vivid Punta Cana und das Secrets Macao Beach Punta Cana für das Jahr 2026. Weitere Projekte sind in Mexiko und Saudi-Arabien in der Umsetzung.

Im Segment der Basismarken (Essentials) machten die Konzepte Unscripted by Hyatt, Hyatt Select und Hyatt Studios im Jahr 2025 mehr als 65 Prozent aller neuen Verträge in den USA aus. Internationale Zuwächse verzeichnet Hyatt zudem in Marokko mit dem Hyatt Regency Mazagan (2026) und in Montenegro, wo mit dem Hyatt Centric Podgorica im Jahr 2027 das erste Haus der Gruppe in der Hauptstadt eröffnen soll. In Saudi-Arabien ist für 2026 zudem das Hyatt House Riyadh Museum District für Langzeitaufenthalte geplant.


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Das unter Denkmalschutz stehende IFA Fehmarn Hotel & Ferien-Centrum wird bei laufendem Betrieb modernisiert. Die Maßnahmen umfassen öffentliche Bereiche sowie Zimmer und Apartments und sollen den architektonischen Charakter des Standorts bewahren.

In Bayreuth ist es laut Polizei zu mehr als 100 auffälligen Hotelbuchungen über ein Online-Portal gekommen. Die Kriminalpolizei ermittelt wegen des Verdachts des Betrugs.

Patrizia hat für das Holiday Inn Express in Augsburg einen neuen langfristigen Mietvertrag abgeschlossen. Die The Chocolate on the Pillow Group übernimmt den Betrieb des Hotels mit 136 Zimmern.

Der Mainzer Stadtrat hat die Einführung einer Bettensteuer beschlossen. Kurz vor der Abstimmung hatte der DEHOGA Rheinland-Pfalz erneut versucht, die Entscheidung zu stoppen und für einen Gästebeitrag geworben.

Das aktuelle „mrp hotels quarterly“ sieht aktives Asset Management als zentrale Steuerungsfunktion für Hotelimmobilien. Vertreter aus Finanzwirtschaft und Hotellerie diskutierten steigende Kosten, veränderte Nachfrage und Unterschiede zwischen den Hotelsegmenten.

Marriott International meldet für das erste Quartal 2026 ein RevPAR-Wachstum von 4,2 Prozent und eine Rekord-Pipeline von fast 618.000 Zimmern. Trotz steigender Managementgebühren sank der Nettogewinn leicht auf 648 Millionen US-Dollar.

Novum Hospitality eröffnet mit dem Holiday Inn – the niu Quay in Hamburg-Harburg sein erstes Hotelprojekt in der kombinierten Rolle als Eigentümer und Betreiber. Das Haus umfasst 166 Zimmer und ist Teil des Projekts Aqua²dock am Harburger Binnenhafen.

Klarna und Minor Hotels kooperieren ab sofort in 13 europäischen Ländern, um Reisenden flexible Zahlungsmodelle anzubieten. Kunden können Hotelbuchungen künftig sofort oder in zinsfreien Raten begleichen.

Das Romantik Hotel Zell am See nimmt am 13. Mai nach umfassenden Renovierungsarbeiten den Betrieb für die Frühjahrssaison wieder auf. Die Umbaumaßnahmen betrafen vor allem die Optik und Ausstattung des Vier-Sterne-Hauses.

Das Hotel Taschenbergpalais Kempinski Dresden verzeichnet seit der Wiedereröffnung im Februar 2024 insgesamt 14.000 Gäste im Veranstaltungsbereich. Das Haus setzt bei seinem Angebot auf eine Kombination aus historischen Räumlichkeiten und regionalen Ausflugszielen.