Hyatt wächst im ersten Quartal

| Hotellerie Hotellerie

Die Hyatt Hotels Corporation hat am 30. April die Finanzergebnisse für das erste Quartal des laufenden Jahres veröffentlicht. Nach Angaben des Unternehmens stieg der Erlös pro verfügbarem Zimmer (RevPAR) im systemweiten Hotelvergleich um 5,4 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Für die All-inclusive-Resorts wurde ein Zuwachs beim Netto-Paket-RevPAR von 7,4 Prozent gemeldet.

Steigerung der Managementgebühren und Expansion des Hotelportfolios

Wie das Unternehmen mitteilt, erhöhten sich die Bruttogebühren im ersten Quartal um 8,6 Prozent auf insgesamt 333 Millionen US-Dollar. Die Basis-Managementgebühren verzeichneten dabei einen Zuwachs von 10,9 Prozent, was laut Mitteilung insbesondere auf die positive Entwicklung außerhalb der Vereinigten Staaten sowie auf Beiträge neu eröffneter Hotels zurückzuführen ist. Die Anreiz-Managementgebühren stiegen um 13,8 Prozent, wobei starke Ergebnisse in der Region Asien-Pazifik geringere Gebühreneinnahmen im Nahen Osten und in Mexiko ausglichen.

Im Berichtszeitraum eröffnete der Konzern insgesamt 3.966 Zimmer. Zu den nennenswerten Neuzugängen zählen laut Hyatt das Andaz Lissabon in Europa, das Andaz Shanghai ITC in China sowie das Hotel The Livingston in Brooklyn. Die Pipeline für künftige Projekte erreichte mit etwa 151.000 Zimmern einen neuen Höchststand, was einer Steigerung von 9,4 Prozent im Vergleich zum ersten Quartal 2025 entspricht.

Geopolitische Faktoren und regionale Sicherheitsbedenken beeinflussen Geschäftszahlen

Das bereinigte EBITDA belief sich auf 266 Millionen US-Dollar, was einem Anstieg von 2,1 Prozent entspricht. Nach Angaben des Unternehmens wurde die Definition des bereinigten EBITDA im ersten Quartal 2026 überarbeitet, wobei die Vorjahreswerte zur besseren Vergleichbarkeit angepasst wurden. Das Nettoeinkommen der Hyatt Hotels Corporation betrug 38 Millionen US-Dollar.

Regionale Einflüsse wirkten sich laut Bericht differenziert auf die Kennzahlen aus. Während das Luxussegment das RevPAR-Wachstum anführte, reduzierte der geopolitische Konflikt im Nahen Osten das Wachstum um etwa 50 Basispunkte. Im Segment Distribution verzeichnete das Unternehmen einen Rückgang, der unter anderem auf vorübergehende Hotelschließungen in Jamaika infolge des Hurrikans Melissa sowie auf eine geringere Nachfrage in Mexiko aufgrund von Sicherheitsbedenken zurückgeführt wird.

Vorstand konkretisiert Prognose für das gesamte Geschäftsjahr 2026

Für das Gesamtjahr 2026 prognostiziert die Hyatt Hotels Corporation ein systemweites RevPAR-Wachstum zwischen 2,0 Prozent und 4,0 Prozent. Das Netto-Zimmerwachstum soll laut Unternehmensangaben zwischen 6,0 Prozent und 7,0 Prozent liegen. Beim bereinigten EBITDA wird ein Wert zwischen 1,155 Milliarden und 1,205 Milliarden US-Dollar erwartet.

Mark S. Hoplamazian, Vorsitzender, Präsident und Vorstandsvorsitzender, erklärte laut Mitteilung: „Unsere starken Ergebnisse im ersten Quartal spiegeln die anhaltende Stärke unseres Kerngeschäfts mit Gebühren und die Widerstandsfähigkeit unseres differenzierten Portfolios an hochwertigen Marken wider.“ Das Unternehmen plant zudem, im Jahr 2026 Kapital in Höhe von 325 Millionen bis 375 Millionen US-Dollar durch Dividenden und Aktienrückkäufe an die Aktionäre zurückzugeben.


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Die The Chocolate on the Pillow Group (COTP) hat einen Miet- und Franchisevertrag für das im Bau befindliche Holiday Inn Express Kassel unterzeichnet. Damit sichert sich das Unternehmen das dritte Hotel aus der Insolvenz der Revo Hospitality Group.

Grand Metropolitan Hotels will das gemeinsame Joint Venture mit dem Versorgungswerk der Zahnärztekammer Berlin (VZB) beenden. Gleichzeitig berichten Medien über weitreichende Maßnahmen eines Amsterdamer Gerichts im laufenden Streit zwischen beiden Gesellschaftern.

Für das insolvente Traditionshotel Bösehof in Bad Bederkesa zeichnet sich eine Lösung ab. Ein Ehepaar aus der Region soll das Haus übernehmen, während die Gläubiger noch im Juli über den Insolvenzplan entscheiden.

Der Convenience-Großhändler MCS hat im Highway Hotel Herbolzheim seinen ersten autonomen 24-Stunden-Shop eröffnet. Mit dem Standort erweitert das Unternehmen sein Konzept erstmals auf die Hotellerie.

Eine professionell gestaltete E-Mail zu einem angeblichen Bettwanzenbefall hat in einem Hotelunternehmen zunächst einen glaubwürdigen Eindruck hinterlassen. Erst ein nicht existierendes Zimmer entlarvte den Vorgang als Phishing-Versuch.

Die Accor-Gruppe erweitert im Jahr 2026 ihr weltweites Hotelportfolio um zahlreiche neue Standorte und Luxusprojekte. Der Fokus liegt dabei auf einer globalen Expansion in unterschiedlichen Marktsegmenten.

Eine Branchenstudie von XPORT hat knapp 20.000 deutsche Hotel-Websites automatisiert auf Barrierefreiheit untersucht. Nach Angaben des Unternehmens weisen mehr als 85 Prozent der analysierten Seiten erkennbare Verstöße gegen WCAG-Richtlinien auf.

Smartments wird zwei Serviced-Apartmenthäuser in Berlin und Bielefeld für M&G Real Estate betreiben. Mit den langfristigen Mietverträgen wächst das Portfolio des Unternehmens auf 16 Standorte mit 2.389 Apartments.

Eine YouGov-Umfrage im Auftrag von a&o Hostels zeigt: Für viele Europäer bestimmen im Sommer 2026 vor allem Kosten und Unsicherheiten die Urlaubsplanung. Während jeder Elfte ganz auf eine Reise verzichtet, gewinnen Kurztrips innerhalb Europas an Bedeutung.

Aus einem ehemaligen H-Plus-Hotel entstand innerhalb von sechs Monaten das Moxy Zurich. Marco Meier von der SV Hotel beschreibt in einem Video-Gespräch, wie der Betreiberwechsel, der Umbau und die Neupositionierung des Hauses umgesetzt wurden.