IHA: „Betrugsversuche im Rahmen der Wartungsarbeiten am Zahlungssystem von Booking.com“

| Hotellerie Hotellerie

Aus Frankreich und Deutschland ereichen den Hotelverband IHA aktuell Berichte, dass Hotels Rechnungen, die vermeintlich von Booking.com stammen, erhalten und aufgefordert werden, den offenen Rechnungsbetrag auf ein neues Konto zu überweisen, da aktuell keine SEPA-Lastschrift erfolgen könne. In der Rechnung werden Namen und Reisedaten von tatsächlichen Hotelgästen aufgeführt.

Bei diesen Rechnungen handele es sich um Betrug, sagt der Verband in auf seiner Webseite.

Die Betrüger würden zudem den Umstand nutzen, dass aufgrund der Wartungsarbeiten bei Booking.com, Zahlungen erst nach dem 12. Juli wieder im Extranet sichtbar seien, und der Hotelier so nicht prüfen könne, ob seine regulären Zahlungen bei Booking.com eingegangen seien.

Der Hotelverband ruft seine Mitglieder auf, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter entsprechend zu informieren, dass Booking seine bisherigen Bankdaten nicht ändern werde. Bei Anrufe, die Hoteliers  wegen Booking.com-Rechnungen erhalten, würden wahrscheinlich in betrügerischer Absicht getätigt. Hoteliers die Rechnung oder Zahlungsaufforderung per E-Mail erhalten würden, sollten keine Links und keine Anhänge öffnen! Provisionsrechnungen befänden sich nach wie vor im Extranet von Booking.com und können dort abgerufen werden.

Booking.com führt in der Zeit 1. bis 11. Juli 2023 Wartungsarbeiten an seinem Zahlungssystem durch. Zahlung werden, so der Hotelverband erst nach dem 12. Juli im Extranet sichtbar sein.


Zurück

Vielleicht auch interessant

Das Europäische Unterkunftsbarometer 2026 von Booking.com weist für deutsche Beherbergungsbetriebe zurückhaltendere Einschätzungen als im europäischen Durchschnitt aus. Unterschiede zeigen sich bei Auslastung, Tagessätzen und Cybersicherheit.

Auf Booking Holdings entfielen 2025 insgesamt 70,5 Prozent der deutschen OTA-Buchungen. Die HOTREC-Distributionsstudie zeigt zudem Unterschiede zwischen Individual- und Kettenhotels sowie abweichende Stornoquoten der Vertriebskanäle.

Einer der größten Insolvenzfälle der europäischen Hotellerie steht vor dem Abschluss: Bis Anfang Oktober übernehmen fünf internationale Hotelgruppen sowie weitere Investoren 154 insolvente Hotels der Revo Hospitality Group und sichern damit den Großteil der Arbeitsplätze.

Eine aktuelle Studie von HOTREC zeigt eine anhaltend hohe Konzentration im europäischen Hotelvertrieb, bei der zwei Plattformkonzerne den Markt für Online-Reiseagenturen dominieren.

Steigende Zimmerpreise reichen bei einem erheblichen Teil der Hotelbetreiber nicht aus, um den wirtschaftlichen Druck auf die Betriebe auszugleichen. Das zeigt der SELECT Hotel Operator Monitor 2026.

Das ehemalige Frauengefängnis in Berlin-Lichterfelde öffnet ab sofort seine Zellen als Boutique-Hotel für Übernachtungsgäste. Das Angebot umfasst individuell gestaltete Zimmer, Kunstausstellungen und gastronomische Bereiche.

Wenige Tage vor dem Oktoberfest sind viele Münchner Hotels noch nicht ausgebucht. Eine Tageskarte-Stichprobe bei Booking.com zeigt zudem 167 Unterkünfte, die am 15. September noch für die komplette Wiesn vom 19. September bis 4. Oktober durchgängig buchbar waren.

Das erst im Juni eröffnete Hotel Gołębiewski im polnischen Pobierowo hat im Juli und August 88.162 Übernachtungen registriert. Unter den ausländischen Gästen stellten Deutsche mit rund 1.300 Besuchern die größte Gruppe.

Wyndham erweitert Dolce Hotels & Resorts um die neue Marke Dolce Nova. Das Konzept sei von der italienischen Lebensart "il dolce far niente" inspiriert, dem „süßen Nichtstun“, und zielt auf eine bewusstere Art des Reisens ab.

Das Salzburger Hotel Goldener Hirsch hat sein mit einer Haube prämiertes Restaurant Herzl nach einem Umbau in vergrößerte Räumlichkeiten verlegt und bietet nun mehr Sitzplätze bei unveränderter Speisekarte.