IHG betreibt und plant mehr als 400 Hotels in Nordeuropa

| Hotellerie Hotellerie

HG Hotels & Resorts hat in Nordeuropa inzwischen 311 Hotels eröffnet, weitere 105 befinden sich in der Entwicklung. Deutschland ist mit mehr als 250 eröffneten und geplanten Häusern der größte Wachstumstreiber des Hotelkonzerns in der Region. 

Seit Anfang 2024 habe IHG seine Präsenz in Deutschland mehr als verdoppelt, erklärte nun das Unternehmen. Zu den jüngsten Eröffnungen zählen das Kimpton Main Frankfurt, mit dem die Marke Kimpton erstmals in Deutschland vertreten sei, das Candlewood Suites Berlin Charlottenburg und das Garner Hotel Hamburg – Graf Moltke.

IHG eröffnet weitere Hotels in Österreich und Polen

Auch in anderen nordeuropäischen Märkten baut der Konzern seine Präsenz aus. In Österreich eröffnete das Crowne Plaza Vienna. In Polen kamen das Hotel Indigo Krakow – Wawel Castle und das voco Katowice hinzu. Neben Deutschland, Österreich und Polen nennt IHG auch Schweden als Wachstumsmarkt.

Insgesamt hat der Konzern nach eigenen Angaben inzwischen die Marke von 1.000 eröffneten Hotels in Europa überschritten. Die 311 eröffneten Häuser in Nordeuropa werden durch 105 weitere Hotels in der Entwicklungspipeline ergänzt.

Umwandlungen bestimmen die meisten Eröffnungen

Ein wesentlicher Teil des Wachstums entfällt auf die Umwandlung bestehender Hotels in Häuser einer IHG-Marke. In den ersten drei Quartalen 2026 machten solche Hotelumwandlungen 85 Prozent der Vertragsabschlüsse und 95 Prozent der Eröffnungen in Nordeuropa aus.

In Deutschland war ihr Anteil noch höher: Hier entfielen 100 Prozent der Vertragsabschlüsse und 93 Prozent der Eröffnungen auf Umwandlungen. Das Unternehmen führt damit sowohl das Wachstum etablierter Marken als auch die Expansion neuerer Marken auf dieses Geschäftsmodell zurück.

Mario Maxeiner, Managing Director Northern Europe bei IHG Hotels & Resorts, erklärte, Deutschland spiele für das Wachstum eine zentrale Rolle. Zugleich sehe das Unternehmen weitere Chancen in Österreich, Polen und Schweden. Wachstumsmöglichkeiten gebe es sowohl bei Neubauten als auch bei der Umwandlung bestehender Hotels. Dabei verwies Maxeiner auf das Luxury-&-Lifestyle-Segment in Metropolen sowie auf die Kategorien Premium, Essentials und Suites.

IHG vermarktet 21 Hotelmarken über ein globales Vertriebsnetzwerk

Das Portfolio von IHG umfasst nach Unternehmensangaben 21 Hotelmarken. Sie sind den vier Kategorien Luxury & Lifestyle, Premium, Essentials und Suites zugeordnet. Als weitere Bestandteile seines Angebots nennt der Konzern seine Vertriebs- und Technologieplattformen sowie das Treueprogramm IHG One Rewards. Das Programm zählt nach Unternehmensangaben mehr als 160 Millionen Mitglieder.

Bei der Erstellung dieses Artikels kamen KI-gestützte Werkzeuge zum Einsatz. Die Inhalte wurden redaktionell überprüft. Feedback nehmen wir gerne unter news@tageskarte.io entgegen.


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Hyatt hat mit dem Thompson Rome das erste Hotel seiner Marke Thompson Hotels in Italien eröffnet. Das Haus in der römischen Innenstadt verfügt über 69 Zimmer und Suiten sowie drei Gastronomiekonzepte.

Hilton steigerte den Nettogewinn im dritten Quartal 2026 auf 536 Millionen US-Dollar. Zugleich nahm der Hotelkonzern netto 23.000 Zimmer in sein System auf und erhöhte seine Entwicklungspipeline auf 543.100 Zimmer.

Eine Accor-Studie prognostiziert bis 2036 ein Wachstum der touristischen Übernachtungen in Europa um 32 Prozent. Besonders stark soll die internationale Nachfrage in Teilen Osteuropas sowie aus Asien und dem Nahen Osten steigen.

Das Hessnery Hotel in Tallinn wird ab Dezember unter der Marke Adagio Access betrieben. Grundlage ist ein Franchisevertrag mit Accor. Für die Aparthotelmarke ist es der erste Standort in Estland und zugleich das erste Haus in Osteuropa.

Sunday PropTech hat die vollständige Übernahme von Fletcher Hotels mit 170 Häusern vereinbart. Die Investmentgesellschaft wird von Prism unterstützt. Die OYO-Muttergesellschaft ist über Sunday Hotels und Belvilla bereits im deutschen Hotelmarkt vertreten.

Wyndham erwartet, rund 5.000 bis 6.000 Revo-Zimmer im eigenen System zu behalten. Rund 9.100 Zimmer seien bereits ausgeschieden. Bei der ursprünglichen Bestandsgröße nennt die Mitschrift einer Telefonkonferenz unterschiedliche Zahlen. Es kann jedoch von mehr als 20.000 Zimmern ausgegangen werden.

Wyndham meldet vollständige Direktbuchungen samt Bezahlung über Google AI Mode sowie Anwendungen in ChatGPT und Claude. Der Verkehr über die neuen Kanäle sei bislang gering; konkrete Kostenvorteile gegenüber Buchungsportalen bezifferte die Hotelgruppe nicht.

Während die Umsätze der Stadthotellerie in ganz Österreich steigen, verzeichnet Wien das dritte Monat in Folge rückläufige Erlöse pro verfügbarem Zimmer. Vertreter der Branchenverbände warnen vor weiteren Belastungen durch die geplante Erhöhung der Ortstaxe.

Wyndham meldet für das dritte Quartal 2026 mehr Umsatz und einen niedrigeren Nettogewinn. Bei den Wachstumsangaben zum Zimmerbestand und zu geplanten Hotelprojekten bleibt die insolvente Revo Hospitality Group ausgeklammert.

Sachsen-Anhalts Gasthöfe meldeten im August 2026 einen Rückgang der Gästeankünfte um 20,2 Prozent und der Übernachtungen um 13,8 Prozent. Hotels garnis verzeichneten dagegen als einzige Betriebsart innerhalb der Hotellerie bei beiden Kennzahlen Zuwächse.