Immer weniger Bibeln in deutschen Hotels

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Die Zeiten, in denen in jedem Nachttisch eine Bibel zu finden war, sind lange vorbei. Viele Hotels in Deutschland legen gar keine Bibeln mehr aus, wie nun eine Umfrage der evangelischen Nachrichtenagentur idea ergab: 

So gebe es bei NH weder Bibeln noch andere religiös-weltanschauliche oder lebensberatende Bücher in den Gästezimmern. Wenn die Gäste dies wünschten, würden sie aber gerne nach Bedarf zur Verfügung gestellt, erklärte eine Sprecherin. Bei Steigenberger gehörten die Bibeln noch bis 2015 zur Standardausrüstung, in den neuen Häusern seien sie in der Regel aber nicht zu finden. Anders sieht es bei Maritim aus. Dort gebe es die Schrift noch in jedem Zimmer in den Nachttischschubladen, dies sei „eine sehr alte Tradition". 

Der Internationale Gideonbund, der die Bibeln verteilt, mache laut idea sehr unterschiedliche Erfahrungen mit den Hotelketten. Während die Marriott-Gruppe dem Auslegen „sehr wohlwollen“ gegenüberstehe, verhalte sich zum Beispiel die Accor-Gruppe grundsätzlich ablehnend. Der Gideonbund verteilte nach eigenen Angaben im vergangenen Jahr rund 30.000 Bibeln an deutsche Hotels. Vor zehn Jahren waren es noch 10.000 Exemplare mehr. 

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