Immer weniger Bibeln in deutschen Hotels

| Hotellerie Hotellerie

Die Zeiten, in denen in jedem Nachttisch eine Bibel zu finden war, sind lange vorbei. Viele Hotels in Deutschland legen gar keine Bibeln mehr aus, wie nun eine Umfrage der evangelischen Nachrichtenagentur idea ergab: 

So gebe es bei NH weder Bibeln noch andere religiös-weltanschauliche oder lebensberatende Bücher in den Gästezimmern. Wenn die Gäste dies wünschten, würden sie aber gerne nach Bedarf zur Verfügung gestellt, erklärte eine Sprecherin. Bei Steigenberger gehörten die Bibeln noch bis 2015 zur Standardausrüstung, in den neuen Häusern seien sie in der Regel aber nicht zu finden. Anders sieht es bei Maritim aus. Dort gebe es die Schrift noch in jedem Zimmer in den Nachttischschubladen, dies sei „eine sehr alte Tradition". 

Der Internationale Gideonbund, der die Bibeln verteilt, mache laut idea sehr unterschiedliche Erfahrungen mit den Hotelketten. Während die Marriott-Gruppe dem Auslegen „sehr wohlwollen“ gegenüberstehe, verhalte sich zum Beispiel die Accor-Gruppe grundsätzlich ablehnend. Der Gideonbund verteilte nach eigenen Angaben im vergangenen Jahr rund 30.000 Bibeln an deutsche Hotels. Vor zehn Jahren waren es noch 10.000 Exemplare mehr. 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Die Arcotel Hotels ziehen Bilanz ihrer Umweltschutzinitiative und melden eine Spendensumme von einer Million Euro seit dem Jahr 2015. Neben dem freiwilligen Verzicht auf Zimmerreinigungen setzt das Unternehmen auf hoteleigene Bienenstöcke und Bildungsprojekte für Kinder.

Marriott International wandelt die Münchner Immobilie Dein Apart in ein Hotel der Marke Element by Marriott um. Das Haus in Unterföhring soll im September 2026 mit 561 Studios und Apartments für längere Aufenthalte eröffnen.

Das 25hours Hotel beim MuseumsQuartier in Wien hat die Neugestaltung des Lobbybereichs abgeschlossen. Neben veränderten Raumstrukturen und Arbeitsbereichen wurde das Design grundlegend überarbeitet.

Die Kempinski Group will künftig wieder stärker auf eigene Hotelimmobilien setzen. Konzernchefin Barbara Muckermann begründet den Strategiewechsel mit veränderten Erwartungen wohlhabender Gäste: „Sie bezahlen für etwas Unverwechselbares. Sie bezahlen nicht für Vanillejoghurt.“

Der Gassenhof in Ratschings bei Sterzing kündigt für den Sommer 2026 umfangreiche Neuerungen an. Geplant sind neue Suiten, zusätzliche Familienbereiche im Wellnessangebot sowie ein neues Restaurantkonzept.

Das ehemalige Hotel Schloss Spyker auf Rügen soll im Juni 2026 zwangsversteigert werden. Der angesetzte Verkehrswert für das frühere Hotelensemble liegt laut amtlicher Bekanntmachung bei 2,84 Millionen Euro.

Die Dormero Hotelgruppe übernimmt das Hotel Mader im oberösterreichischen Steyr mit 59 Zimmern. Das Unternehmen erweitert damit seine Präsenz auf dem österreichischen Markt auf insgesamt fünf Hotelstandorte und prüft bereits weitere Objekte.

BWH Hotels hat Gäste über einen monatelangen Zugriff auf Reservierungsdaten informiert. Laut einem Schreiben des Technologiechefs Bill Ryan waren personenbezogene Daten betroffen, Zahlungsinformationen jedoch nicht.

Laut einer Marktanalyse von Christie & Co erzielen privat geführte Hotels in Wien höhere Zimmerpreise als Markenhotels. Gleichzeitig nimmt der Wettbewerbsdruck im Wiener Hotelmarkt nach Angaben des Unternehmens weiter zu.

Das Wirtschaftsmagazin Forbes führt den Motel-One-Mitgründer Dieter Müller in seiner aktuellen Liste der Milliardäre. Nach Angaben des Magazins verfügt Müller über ein Vermögen von 1,3 Milliarden US-Dollar. In der weltweiten Rangliste wird er auf Platz 2994 geführt.