Insolvenz - Geschäftsbetrieb der Nena Apartments Gruppe läuft weiter

| Hotellerie Hotellerie

Das Amtsgericht Cottbus hat die vorläufige Insolvenzverwaltung über das Vermögen der Nena Hospitality GmbH angeordnet. Die Gesellschaft hatte zuvor selbst die Eröffnung des Insolvenzverfahrens beantragt.

Die Nena Hospitality Group wurde 2013 von Florian Wichelmann und Fabian Probst gegründet. Das Portfolio umfasst derzeit sechs Apartmenthäuser in Berlin, je ein Haus in Bochum und Bremen sowie zwei in München. Hinzu kommen ein Designhotel in Bremen und ein Hausboot in Berlin. Zwei weitere Hostels in Berlin befinden sich in der Planung.

Nachdem die Nena Hospitality GmbH mit Sitz in Schönefeld bei Berlin Antrag auf die Eröffnung eines Insolvenzverfahrens gestellt hat, wurde Dr. Florian Linkert von der Restrukturierungskanzlei BBL vom zuständigen Amtsgericht Cottbus zum vorläufigen Insolvenzverwalter des Unternehmens und weiterer Gesellschaften der „Nena Apartments Gruppe“ bestellt.

Er führt den Geschäftsbetrieb aller Gesellschaften vorerst uneingeschränkt weiter, die ca. 65 Mitarbeiter erhalten für einen Zeitraum von drei Monaten Insolvenzausfallgeld. Die Agentur für Arbeit hat der beantragten Vorfinanzierung bereits zugestimmt.

„Wir haben umgehend damit begonnen, die wirtschaftliche Lage zu analysieren und führen die Geschäftsbetriebe uneingeschränkt fort. Zudem haben wir gemeinsam mit der Geschäftsführung bereits einen M&A-Prozess eingeleitet und werden kurzfristig auch Gespräche mit potenziellen Investoren führen. Aufgrund des regen Interesses sind wir optimistisch, für die Nena-Gruppe eine gute Lösung zu finden. Für eine konkrete Aussage zu den Chancen für eine nachhaltige Sanierung ist es aber noch zu früh,“ so der vorläufige Insolvenzverwalter.

„Mit der Unterstützung eines Investors würden wir den Rückenwind bekommen, den Geschäftsbetrieb der acht Apartmenthäuser und des Hotels nicht nur zu sichern, sondern auch strategisch weiterentwickeln zu können,“ sagt Florian Wichelmann, Geschäftsführer der Gruppe.

Linkert wird in dem Verfahren von seinen Rechtsanwaltskollegen Olaf Hammer (Berlin) und Maximilian Löfflad (München) unterstützt. Der Investorenprozess wird durch die auf M&A-Transaktionen spezialisierte Centuros GmbH begleitet.


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Hyatt Hotels schließt seine Transformation zum Asset-Light-Unternehmen ab und meldet für 2025 Erlöse von 7,1 Milliarden US-Dollar. Trotz eines bilanziellen Nettoverlusts durch den Konzernumbau übertrifft das operative Ergebnis im Luxussegment die Erwartungen, während die Rekord-Pipeline von 148.000 Zimmern den Wachstumskurs für 2026 sichert.

Mandarin Oriental erweitert das Portfolio in Ägypten durch die Übernahme des Old Cataract in Assuan und des Winter Palace in Luxor. Erstmals bietet die Gruppe zudem eine eigene luxuriöse Flusskreuzfahrt auf dem Nil an.

Longevity ist in aller Munde – doch was steckt dahinter und wie wird das überhaupt ausgesprochen? Ein neues Symposium in Kitzbühel liefert Fakten für Hoteliers, die Langlebigkeit als Geschäftsmodell nutzen wollen.

Das Hotel EdeR FriDA in Maria Alm schließt umfangreiche Erweiterungsmaßnahmen ab. Mit elf neuen Zimmern, innovativen Themenkategorien und großflächigen Erlebnisbereichen baut die Eder Collection ihr Angebot für Familien in den Alpen weiter aus.

In Halstenbek bei Hamburg soll auf einer langjährigen Brachfläche eine großdimensionierte Topgolf-Anlage samt Hotel mit 150 Zimmern entstehen. Der Investor Greenreb plant ein Projekt im zweistelligen Millionenbereich.

Der Hotelinvestmentmarkt erreicht laut JLL einen Wendepunkt: Ein starker Kreditmarkt und hohe Kapitalverfügbarkeit treiben das globale Transaktionsvolumen 2026 an. Besonders Luxusobjekte und der asiatische Markt stehen im Fokus der Investoren.

 

Die Hotel-Pipeline in Europa erreichte Ende 2025 neue Höchststände. Besonders Projekte in der frühen Planungsphase sowie im Luxussegment verzeichneten Rekordwerte, wobei Deutschland nach dem Vereinigten Königreich den zweitgrößten Markt für Hotelentwicklungen darstellte.

Hilton hat die Ergebnisse für das vierte Quartal sowie das gesamte Geschäftsjahr 2025 veröffentlicht. Während der Erlös pro verfügbarem Zimmer ein geringes Wachstum verzeichnete, meldet das Unternehmen einen Höchststand bei den projektierten Hotelzimmern.

Eine aktuelle Studie von SiteMinder belegt die wachsende Bedeutung inländischer Gäste für den deutschen Hotelmarkt. Sinkende Stornoquoten und eine Verschiebung der Buchungen in die Nebenmonate sorgen für mehr Planungssicherheit und eine stabilere Auslastung.

Die Ruby Group setzt ihr Wachstum auf dem italienischen Markt fort. Nach Standorten in Florenz und Rom hat das Unternehmen nun das erste Hotelprojekt in Mailand unterzeichnet.