Insolvenzverfahren: Hotel Europäischer Hof Baden-Baden in Geldnot

| Hotellerie Hotellerie

Das Grandhotel Europäischer Hof Baden-Baden steckt in finanziellen Schwierigkeiten. Das Amtsgericht Baden-Baden hat einem Antrag auf Insolvenz in Eigenverwaltung stattgegeben. Das Hotel wurde 2014 wegen Brandschutzauflagen geschlossen und wird gerade von einer Projektgesellschaft saniert, der jetzt die Eigenmittel ausgehen.

Martin Buchli aus Chur in Schweiz, seit mehr als 20 Jahren im internationalen Hotelimmobilien-Geschäft tätig, ist alleiniger Geschäftsführer der Europäischer Hof Kaiserallee Immobilien 1 GmbH & Co KG mit Sitz in Mainz, die das Bauprojekt maßgeblich verantwortet und leitet.

Neuer Investor wird gesucht

Mit dem nun gestellten Antrag soll der bereits eingeleitete Investorenprozess für die Hotelimmobilie beschleunigt werden. Erste Gespräche mit Interessenten würden bereits geführt, heißt es in einem Pressestatement. Ursache für die Finanznot seien die deutlich gestiegenen Baukosten des Projektes. „In dem Projekt steckt ausschließlich Geld aus eigenen Mitteln“, wird Martin Buchli, in der Mitteilung zitiert. Durch die gestiegenen Kosten seien diese Mittel aber erschöpft.

 

 

Das Haus ist auch das Gründungshotel der Steigenberger-Gruppe. Mit Steigenberger Hotels besteht ein Pachtvertrag über 20 Jahre. Das gesamte Umbau- und Sanierungsprojekt des 177-jährigen Traditionshotels ist eigentlich bis Frühjahr 2021 terminiert. Dann soll die Kurstadt eigentlich ein Luxushotel erhalten, das „Tradition und Moderne auf höchstem Niveau“ verbindet, so die Bauherren in einem früherem Pressetext. Gebaut wird ein Luxushotel mit insgesamt 123 Zimmern und Suiten, einer Restaurantfläche von rund 270 Quadratmetern, einem Barbereich von knapp 150 Quadratmetern und einem Spa-Bereich. Tagungskapazitäten sind auf 300 Quadratmetern geplant.

Nur wenige Wochen nach dem Richtfest für den Neubau des Luisenflügels vom Steigenberger Europäischer Hof Baden-Baden, war im April das erste Musterzimmer für die Ausgestaltung der 45 Hotelzimmer dieses Hoteltraktes präsentiert worden. Verantwortlich für die Gestaltung, die gesamte Innenarchitektur sowie den umfangreichen Innenausbau des Luisenflügels, zeichnet die auf Hotellerie spezialisierte Bachhuber Contract GmbH & Co. KG aus dem bayerischen Bad Birnbach als Generaleinrichtungs-Unternehmen.


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Aroundtown hat auch das HanseDom Hotel in Stralsund an Sunday Hotels vermietet. Das Hotel soll vollständig renoviert und dafür vorübergehend geschlossen werden; parallel ist eine Modernisierung des HanseDom geplant.

Premier Inn plant ein Hotel mit 244 Zimmern im Münsteraner Quartiersensemble „Drei Schwestern“. Das Haus am Dortmund-Ems-Kanal soll 2029 eröffnet werden.

Hotel Indigo hat weltweit das 200. Hotel eröffnet. Die zur IHG-Hotelgruppe gehörende Marke verdoppelte damit seit 2019 die Zahl ihrer eröffneten Häuser. Weitere 134 Hotels befinden sich derzeit in der Entwicklung.

Generator erweitert seine Präsenz in London und Paris. Das Unternehmen übernimmt das Novotel London Greenwich und unterzeichnet einen Managementvertrag für ein Bürogebäude im 13. Pariser Arrondissement.

LaPosch – Living Lands hat in Biberwier in Tirol eine umfangreiche Erweiterung eröffnet. Zehn neue Unterkünfte, ein neues Torhaus mit Gastronomie und ein Gartenbad ergänzen das bestehende Chalet-Dorf.

Wyndham Hotels & Resorts hat das Vienna House by Wyndham Frankfurt South eröffnet. Das Hotel in Sachsenhausen startet mit 104 Zimmern und soll bis Ende 2027 auf 139 Zimmer und Suiten erweitert werden.

B&B Hotels hat erste Häuser der Revo Hospitality Group übernommen und betreibt damit erstmals mehr als 250 Hotels in Deutschland. Weitere Standorte sind bereits vertraglich gesichert und befinden sich in der Vorbereitung.

Das Mercure Bonn City Center hat Anfang Oktober 2026 direkt am Hauptbahnhof eröffnet. Das von DQuadrat Living betriebene Haus wird nun bis zum ersten Quartal 2027 bei laufendem Betrieb renoviert.

he Living Circle führt die Bergwelt Grindelwald seit dem 1. Oktober 2026 operativ. Das Hotel und die Betriebsgesellschaft hatte die Gruppe bereits Ende November 2025 übernommen; bis zur Übergabe blieb Swiss Design Collection Betreiberin.

Leonardo Hotels hat zum 1. Oktober 2026 drei ehemalige Revo-Hotels mit insgesamt 735 Zimmern als Betreiber übernommen. Die Häuser liegen in München, Hannover und Braunschweig.